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  • Citroën: Elektroautos jetzt ab 8000 Euro

    Citroën: Elektroautos jetzt ab 8000 Euro

    LGR Reutlingen – 28 Mai 2026 | In einer wegweisenden Ankündigung hat Citroën bekannt gegeben, dass die Einstiegspreise für Elektroautos durch die Verdopplung staatlicher Förderungen auf nur 8000 Euro sinken können. Diese Maßnahme kommt zu einem günstigen Zeitpunkt, da die neue staatliche Prämie für E-Autos, die bis zu 6000 Euro beträgt, kürzlich online beantragt werden kann. Die Förderung gilt nicht nur für den Kauf, sondern auch für Leasing und Finanzierungen von reinen Elektroautos, sofern die festgelegten Voraussetzungen erfüllt sind.

    Die Förderung ist insbesondere für Fahrzeuge relevant, die nach dem 1. Januar 2026 neu zugelassen werden, wobei eine Mindesthaltedauer von 36 Monaten erforderlich ist. Die Höhe der staatlichen Prämie hängt vom zu versteuernden Jahreseinkommen und der Anzahl der Kinder ab, sodass auch Familien profitieren können. Plug-in-Hybride oder Elektroautos mit Range Extender können maximal 4500 Euro Förderung erhalten.

    Xavier Chardon, CEO von Citroën, äußerte sich zu dieser Initiative und betonte, dass Elektromobilität für alle zugänglich sein sollte. “Elektromobilität darf kein Luxus bleiben”, erklärte Chardon. Thomas Goldboom, Geschäftsführer von Citroën Deutschland, ergänzte, dass die Verdopplung der Förderungen durch Citroën den Gedanken unterstützt, dass Elektrofahrzeuge für alle erschwinglich gemacht werden müssen.

    Die Verdopplung der staatlichen Förderung bedeutet konkret, dass Privatkunden beim Kauf oder Leasing eines Elektromodells von Citroën eine zusätzliche Prämie von 3000 Euro erhalten. Wenn die Kunden für eine höhere staatliche Förderprämie qualifiziert sind, können sie diese ebenfalls von Citroën verdoppelt bekommen, vorausgesetzt, sie legen beim Händler die gleichen Nachweise vor, wie sie es für die staatliche Prämie tun müssten. Diese Initiative läuft bis zum 30. Juni 2026.

    Die staatliche Förderung hat in der Vergangenheit immer wieder für Diskussionen gesorgt, insbesondere in Bezug auf die soziale Gerechtigkeit. Kritiker bemängeln, dass die Prämien erst nach der Zulassung des Fahrzeugs durch die Halter beantragt werden können, was für Menschen mit niedrigen Einkommen eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen kann. Citroën setzt jedoch auf ein bereits günstiges Preismodell, wodurch viele Elektroautos auch für Haushalte mit begrenztem Budget erschwinglich werden.

    Ein Beispiel dafür ist der Citroën ë-C3, dessen Neupreis in der Basisversion mit 30 kWh-Batterie und 83 kW bei 19.990 Euro liegt. Mit der maximalen staatlichen Förderung und der zusätzlichen Herstellerprämie von Citroën kann der Preis auf lediglich 7990 Euro sinken. Auch andere Modelle, wie der ë-C3 Aircross und der ë-C4, profitieren von dieser Förderung, sei es beim Kauf, Leasing oder Finanzierung.

    Die Maßnahmen von Citroën sind Teil einer breiteren Bewegung in der Automobilindustrie, die darauf abzielt, Elektrofahrzeuge für eine breitere Käuferschicht zugänglich zu machen. Neben Citroën bieten auch andere Hersteller Kaufprämien an, jedoch in der Regel in fester Höhe. So erhalten Käufer des Nissan Leaf beispielsweise bis zu 11.000 Euro Rabatt. Auch Peugeot, ein weiterer Hersteller unter dem Stellantis-Dach, hat Preisnachlässe von bis zu 6500 Euro angekündigt.

    Insgesamt zeigt Citroëns Ansatz, dass Elektromobilität nicht nur eine Frage der Technologie, sondern auch der sozialen Verantwortung ist. Indem das Unternehmen den Zugang zu Elektrofahrzeugen für mehr Menschen ermöglicht, leistet es einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Mobilität und unterstützt die Verkehrswende. Diese Strategie könnte sich als entscheidend erweisen, um den Markt für Elektroautos in Deutschland weiter zu beleben und eine breitere Akzeptanz in der Gesellschaft zu schaffen.

  • E-Auto-Zulassungen im ersten Quartal: Die Top-Modelle im Überblick

    E-Auto-Zulassungen im ersten Quartal: Die Top-Modelle im Überblick

    LGR Reutlingen – 28 Mai 2026 | Das erste Quartal 2026 hat im europäischen Elektroautomarkt für eine bemerkenswerte Neuordnung gesorgt. Die Analyse der Zulassungsdaten zeigt, dass einige Modelle deutlich zulegen konnten, während andere unter Druck geraten sind – und das trotz einer insgesamt steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen.

    Das Tesla Model Y führt mit 49.579 Zulassungen in den ersten drei Monaten des Jahres und verzeichnet damit ein beeindruckendes Plus von nahezu 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besonders auffällig ist die Zahl der Zulassungen im März, wo allein 33.081 Einheiten registriert wurden. Dies entspricht einem Marktanteil von 9,9 Prozent. Branchenanalyst Matthias Schmidt hatte diesen Aufstieg bereits frühzeitig prognostiziert und führt ihn auf die aggressive Preispolitik des US-amerikanischen Herstellers zurück.

    Auf dem zweiten Platz folgt der Škoda Elroq, der mit 25.248 Zulassungen im ersten Quartal ein bemerkenswertes Wachstum von 330 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aufweist. Der Aufstieg dieses SUVs aus dem Volkswagen-Konzern ist einer der herausragendsten Performer der aktuellen Auswertung. Auch der Škoda Enyaq steht mit 20.612 Einheiten gut da, jedoch mit einem deutlich moderateren Wachstum von 10,7 Prozent.

    Das Tesla Model 3 sichert sich den dritten Platz mit 25.207 Einheiten und einem soliden Wachstum von 16,8 Prozent. Die Verschiebungen innerhalb der Zulassungszahlen verdeutlichen die dynamische Entwicklung des Marktes, insbesondere innerhalb der Škoda-Familie, wo sich das Kräfteverhältnis klar verschoben hat.

    E-Auto-Zulassungen im ersten Quartal: Wettbewerb und Herausforderungen

    Die Bilanz für mehrere Modelle aus dem Volkswagen-Konzern liest sich weniger erfreulich. Der ID.4/ID.5 musste einen Rückgang von 17,2 Prozent hinnehmen und kommt auf 20.071 Einheiten. Der ID.7 rutschte sogar um 19,7 Prozent ab, während der Audi Q4 um 18,8 Prozent einbüßte. Lediglich der ID.3 kann mit einem Plus von 8,8 Prozent im positiven Bereich bleiben. Diese Entwicklungen zeigen, dass die Marken des Konzerns zunehmend gegen den wachsenden Wettbewerb ankämpfen müssen, der auch aus den eigenen Reihen kommt.

    In dieser sich verändernden Landschaft gewinnen französische Hersteller zunehmend an Marktanteilen. Der Renault R5 verzeichnete im ersten Quartal 19.868 Zulassungen und damit ein Wachstum von 18,1 Prozent. Der Citroën ëC3 legte sogar noch deutlicher zu und verzeichnete ein Plus von 42,4 Prozent auf 17.852 Einheiten. Beide Modelle zielen auf das untere Preissegment ab, was ihnen ermöglicht, eine breitere Käuferschicht anzusprechen. Auch der Renault Scenic konnte zulegen, von 8.979 auf 11.175 Einheiten, was einem Wachstum von 24,5 Prozent entspricht.

    Ein weiterer bemerkenswerter Neuzugang ist der Leapmotor T03, ein chinesisches Modell, das im ersten Quartal 14.545 Zulassungen verzeichnete – ein beeindruckender Anstieg von 519 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als lediglich 2.351 Einheiten registriert wurden. Die hohe Nachfrage erklärt sich vor allem durch den italienischen Markt, wo das Fahrzeug unter Berücksichtigung aller Fördermaßnahmen zu einem Einstiegspreis von unter 5.000 Euro erhältlich war. Damit ist der T03 das meistregistrierte chinesische Modell im europäischen Markt für das erste Quartal.

    Im Premiumsegment hat die Mercedes CLA Elektro-Baureihe erste Akzente gesetzt. Mit 13.945 Zulassungen im Quartal, nach praktisch keinen Vorjahreswerten, zeigt das auf der neuen MMA-Plattform basierende Modell, dass der Stuttgarter Konzern im Segment softwarebasierter Fahrzeuge Boden gutmacht. Ob dieser Schwung nachhaltig bleibt, bleibt abzuwarten.

    Im Kontrast dazu musste Kia mit dem EV3 Federn lassen und verzeichnete einen Rückgang von 27,9 Prozent auf 12.412 Einheiten. Auch der Audi Q6 und der Volvo EX30 verfehlten ihr Vorjahresniveau leicht. Stabil bis leicht wachsend zeigen sich hingegen der BMW iX1, der Volvo EX40/EC40 sowie der Mini in der Elektrovariante.

    Die Entwicklungen im ersten Quartal zeichnen ein differenziertes Bild: Aggressive Preisstrategien, neue Modelle und günstige Förderkulissen in bestimmten Märkten können die Rangfolge schnell verschieben. Der Aufstieg von Marken wie Elroq, Leapmotor und Mercedes CLA verdeutlicht diese Dynamik und die sich verändernden Vorlieben der Verbraucher.

  • SAP, Regulierung & die unbequemen Wahrheiten: Wer trägt die Verantwortung?

    SAP, Regulierung & die unbequemen Wahrheiten: Wer trägt die Verantwortung?

    LGR Reutlingen – 28 Mai 2026 | In der heutigen digitalen Welt sind SAP-Systeme das Rückgrat vieler Unternehmen. Sie verwalten Milliarden von Unternehmensdaten, Finanzströme und Lieferketten. Doch während in den Vorstandsetagen oft ein zustimmendes Nicken bei dem Thema „SAP-Sicherheit“ zu beobachten ist, denken viele: „Das ist doch das Thema für die Nerds im Keller.“ Diese Wahrnehmung ist jedoch gefährlich, denn die Sicherheit von SAP-Systemen ist alles andere als ein Kellerthema – sie ist eine Zeitbombe.

    In einem aktuellen Podcast mit Andreas Kirchebner, Security Delivery Senior Manager bei Accenture, wird deutlich, dass trotz bestehender Regulierung, Frameworks und Audits eine kritische Lücke klafft. Diese Lücke zu erkennen und zu schließen, bedeutet Verantwortung zu übernehmen – eine Verantwortung, die viele Führungskräfte scheuen. Der Podcast thematisiert die unbequemen Wahrheiten im Zusammenhang mit SAP-Sicherheit und Regulierung.

    Was passiert, wenn ein Audit grünes Licht gibt, und nur wenige Monate später ein Angreifer tief im System sitzt? Wer wird dafür zur Rechenschaft gezogen? Der Vorstand? Der Aufsichtsrat? Die Kunden? Die Antwort ist oft: Niemand. Das ISMS-Framework endet dort, wo das tatsächliche Risiko beginnt – und genau das ist das Problem.

    Die Hoffnung, dass künstliche Intelligenz die Lücken schließen kann, könnte sich als trügerisch herausstellen. Ist die Implementierung von KI tatsächlich eine Lösung oder nur ein teures Pflaster auf ein strukturelles Problem, das seit Jahren ignoriert wird? Der Podcast gibt keine beruhigenden Antworten, sondern stellt die zentrale Frage: Wer trägt die Verantwortung für SAP-Sicherheit und warum drücken sich viele davor?

    SAP-Sicherheit als Karrierefrage

    Ein zentraler Punkt in der Diskussion ist der CISO (Chief Information Security Officer). Er ist die Person, die die Realität in den technischen Abteilungen kennt und die oft überfälligen Investitionen in Sicherheit aufzeigt. Doch wenn der CFO den Raum betritt, wird das Thema Sicherheit schnell zum ungeliebten Kind. Sicherheitsinvestitionen werden nicht als Umsatztreiber wahrgenommen, sondern als unangenehme Ausgaben, die vermieden werden sollen.

    So entsteht eine Sandwich-Situation für den CISO: Oben drängt die Geschäftsführung auf positive Nachrichten und Budgetdisziplin, während unten technische Teams auf Entscheidungen warten, die nie getroffen werden. Wer hier nicht einknickt, macht sich unbeliebt oder riskiert sogar seinen Job. Das Resultat ist oft ein organisiertes Wegsehen – man weiß um die Risiken, schweigt jedoch aus Angst vor Konsequenzen.

    „Sicherheit ist unsichtbar, solange nichts passiert“, so Kirchebner. Das ist der Kern des Problems: Es geht nicht darum, ob etwas passiert, sondern wann. Ein gezielter Angriff auf ein SAP-System, eine empfindliche Geldstrafe durch NIS2 oder DSGVO, ein öffentliches Datenleck – erst dann wird das Budget für Sicherheitsinvestitionen plötzlich bereitgestellt, oft ohne große Diskussion.

    Verantwortung und Regulierung

    Die Fragen, die sich in diesem Kontext stellen, sind vielfältig. Wer ist tatsächlich verantwortlich für die Sicherheit von SAP-Systemen? Wie gehen Unternehmen mit den regulatorischen Anforderungen um? Und sind Audits wirklich ein Sicherheitsnetz oder lediglich eine trügerische Beruhigung? Die Antworten sind oft ernüchternd.

    Die Ursachen für die bestehenden Sicherheitslücken sind vielschichtig. Sie reichen von technischen Defiziten über organisatorische Herausforderungen bis hin zu einer gewissen Verantwortungslosigkeit. Unternehmen müssen sich fragen, ob sie die richtigen Experten an Bord haben, um die komplexen Sicherheitsanforderungen zu bewältigen oder ob sie sich lediglich auf das nächste Buzzword wie KI verlassen, um ihre Probleme zu lösen.

    Die Realität zeigt, dass viele Unternehmen nicht in der Lage sind, die Expertise zu finden, die sie benötigen. Das führt dazu, dass sie sich auf Berater verlassen, die möglicherweise nicht über die notwendige tiefgreifende Sicherheitsperspektive verfügen. Die Gefahr, dass sie von Dienstleistern mit bunten Folien und wenig Substanz überzeugt werden, ist hoch.

    Die Diskussion um SAP, Regulierung und die unbequemen Wahrheiten ist also nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch eine der Verantwortung auf oberster Ebene. Unternehmen müssen lernen, dass Sicherheit kein optionales Thema ist, sondern eine fundamentale Voraussetzung für ihren langfristigen Erfolg.

    Die Zeit zum Handeln ist gekommen. Unternehmen sollten nicht warten, bis sie Opfer eines Angriffs werden oder eine teure Strafe zahlen müssen, um zu erkennen, dass die Sicherheit ihrer Systeme an erster Stelle stehen muss. Nur so können sie die Herausforderungen der digitalen Zukunft meistern und die unbequemen Wahrheiten rund um SAP-Sicherheit und Regulierung in den Griff bekommen.

  • SAP-Sicherheit: Zwischen Checklisten, Karriererisiko und dem organisierten Wegsehen

    SAP-Sicherheit: Zwischen Checklisten, Karriererisiko und dem organisierten Wegsehen

    LGR Reutlingen – 28 Mai 2026 | Im digitalen Zeitalter sind SAP-Systeme das Rückgrat zahlreicher Unternehmen. Milliarden von Euro an Unternehmensdaten, Finanzströme, Personalakten und Lieferketten fließen durch diese Systeme. Dennoch wird das Thema SAP-Sicherheit in vielen Vorstandsetagen oft mit einem zustimmenden Nicken nach außen abgetan, während es intern als Problem für die IT-Abteilung abgetan wird. Diese Wahrnehmung ist nicht nur falsch, sondern hat auch weitreichende Konsequenzen.

    Regulierungen und Sicherheitsframeworks sind vorhanden, Audits werden durchgeführt und dokumentiert. Dennoch gibt es eine signifikante Lücke in der Wahrnehmung und im Handeln vieler Unternehmen. Diese Lücke wird oft ignoriert, da ihre Schließung nicht nur Unannehmlichkeiten mit sich bringt, sondern auch finanzielle Investitionen erfordert und letztlich eine Übernahme von Verantwortung bedeutet.

    Der Chief Information Security Officer (CISO) ist sich der Herausforderungen bewusst. Er kennt die kritischen Punkte und kommuniziert diese nach oben – sei es in Entscheidungsvorlagen oder internen Gesprächen, untermauert mit Zahlen und Argumenten. Doch hier beginnt das Dilemma: Eine Führungsebene, die sich auf Quartalszahlen konzentriert, denkt nicht an langfristige Risikoszenarien. Sicherheitsinvestitionen werden als belastende Ausgaben und nicht als strategische Notwendigkeit wahrgenommen. Dies führt zu einer verhängnisvollen Situation, in der der CISO zwischen den Stühlen sitzt: zwischen der Notwendigkeit, Risiken zu adressieren, und der Gefahr, als Kostentreiber wahrgenommen zu werden. Wer sich zu laut äußert, riskiert seine Karriere.

    Die Realität, mit der Unternehmen konfrontiert sind, ist, dass es nicht mehr die Frage ist, ob ein Sicherheitsvorfall eintreten wird, sondern wann. In einem aktuellen Videopodcast diskutiert Andreas Kirchebner, Security Delivery Senior Manager bei Accenture, die unbequemen Wahrheiten hinter Audits, Frameworks und den bestehenden Verantwortungsstrukturen. Er beleuchtet, wo das ISMS-Framework endet und wo das reale Risiko beginnt, das von vielen Checklisten nicht erfasst wird.

    Die Herausforderung für Unternehmen liegt auch darin, die Kompetenzen ihrer SAP-Berater zu bewerten. Verfügen diese tatsächlich über das nötige Wissen zur Sicherheit oder verkaufen sie lediglich schön gestaltete Folien? Zudem wird die Rolle der Künstlichen Intelligenz in der Branche kritisch hinterfragt. Kann sie den eklatanten Fachkräftemangel beheben, oder ist sie lediglich ein teures Pflaster auf einem strukturellen Problem, das seit Jahren ignoriert wird?

    Die Antworten auf diese Fragen sind alles andere als beruhigend. Die Branche muss sich mit unangenehmen Wahrheiten auseinandersetzen und bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Die Vorstellung, dass Sicherheitsfragen nur die IT-Abteilung betreffen, ist eine gefährliche Illusion. Führungskräfte müssen verstehen, dass eine solide SAP-Sicherheit kein isoliertes Thema ist, sondern einen integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie darstellt.

    Die aktuelle Situation erfordert ein Umdenken in den Führungsetagen. Sicherheitsstrategien müssen in die Gesamtstrategie des Unternehmens integriert werden, und es bedarf einer Kultur, die Sicherheit nicht nur als Kostenfaktor, sondern als wesentlichen Teil des Geschäftserfolgs betrachtet. Nur so kann das Risiko eines Sicherheitsvorfalls minimiert und die Integrität der Unternehmensdaten gewahrt werden.

  • Mit Nu Holdings die Finanzwelt Lateinamerikas revolutionieren

    Mit Nu Holdings die Finanzwelt Lateinamerikas revolutionieren

    LGR Reutlingen – 28 Mai 2026 | In den letzten Jahren hat sich die Finanzlandschaft in Lateinamerika dramatisch gewandelt. Mit dem Aufkommen innovativer Unternehmen wie Nu Holdings wird klar, dass der Zugang zu Finanzdienstleistungen in dieser Region nicht länger ein Privileg für wenige sein muss. Mit Nu Holdings in die Revolution der lateinamerikanischen Finanzwelt investieren bedeutet, Teil einer Bewegung zu sein, die darauf abzielt, Millionen von Menschen den Zugang zu modernen Finanzlösungen zu ermöglichen.

    Derzeit haben viele Lateinamerikaner noch keinen Zugang zu grundlegenden Finanzdienstleistungen. Während in westlichen Industrienationen eine breite Palette an Bankdienstleistungen zur Verfügung steht, bleibt ein erheblicher Teil der Bevölkerung in Schwellenländern unterversorgt. Laut der Weltbank waren im Jahr 2021 rund 40 Prozent der Erwachsenen in Lateinamerika unbanked, also ohne Bankkonto oder Zugang zu Kreditkarten.

    Nu Holdings hat sich darauf spezialisiert, diese Versorgungslücke zu schließen. Was als einfache Kreditkarte begann, hat sich zu einem umfassenden, profitablen Finanz-Ökosystem entwickelt. Das Unternehmen bietet mittlerweile eine Vielzahl von Finanzdienstleistungen an, die von Bankkonten über Kredite bis hin zu Investitionsmöglichkeiten reichen. Durch den Einsatz moderner Technologie und benutzerfreundlicher Apps gelingt es Nu Holdings, die Bedürfnisse einer breiten Kundschaft zu bedienen.

    Ein zentraler Aspekt von Nu Holdings ist die Fokussierung auf Transparenz und Benutzerfreundlichkeit. Die Gebühren für ihre Dienstleistungen sind klar und nachvollziehbar, was im Vergleich zu traditionellen Banken einen erheblichen Vorteil darstellt. Die Kunden schätzen die einfache Handhabung und die schnelle Reaktionszeit des Unternehmens, was zu einer hohen Kundenzufriedenheit führt.

    Die Expansion von Nu Holdings ist beeindruckend. In den letzten Jahren hat das Unternehmen nicht nur in Brasilien Fuß gefasst, sondern auch in anderen lateinamerikanischen Ländern wie Mexiko und Kolumbien. Diese geografische Diversifizierung ermöglicht es Nu Holdings, von einem breiteren Kundenstamm zu profitieren und gleichzeitig das Risiko zu streuen. Die Wachstumsstrategie des Unternehmens zeigt, dass es bereit ist, die Herausforderung anzunehmen, den Rest der Region zu bedienen.

    Die Attraktivität von Nu Holdings geht über die aktuellen Dienstleistungen hinaus. Investoren sehen in dem Unternehmen ein vielversprechendes Potenzial. Im Jahr 2021 wurde das Unternehmen an der New Yorker Börse notiert und konnte innerhalb kurzer Zeit eine beeindruckende Marktkapitalisierung erreichen. Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass das Vertrauen in die Zukunft des Unternehmens und in die Finanzrevolution in Lateinamerika wächst.

    Ein Schlüsselfaktor für den Erfolg von Nu Holdings ist die verstärkte Nutzung von digitalen Technologien. In einer Region, in der Smartphones weit verbreitet sind, ermöglicht die App von Nu Holdings den Nutzern, ihre Finanzen jederzeit und überall zu verwalten. Diese digitale Transformation hat nicht nur den Zugang zu Finanzdienstleistungen verbessert, sondern auch das Nutzererlebnis revolutioniert.

    Ein weiterer Aspekt, der die Aufmerksamkeit auf Nu Holdings lenkt, ist die soziale Verantwortung des Unternehmens. Durch verschiedene Initiativen fördert Nu Holdings finanzielle Bildung und unterstützt Programme, die darauf abzielen, das Bewusstsein für die Bedeutung von Finanzkompetenz zu schärfen. Dies trägt nicht nur zur Kundenbindung bei, sondern hilft auch, langfristig eine informierte und verantwortungsbewusste Klientel aufzubauen.

    Die Herausforderungen für Nu Holdings sind jedoch nicht zu unterschätzen. Die Konkurrenz im Finanzsektor, insbesondere von traditionellen Banken und anderen Fintech-Unternehmen, nimmt zu. Zudem gibt es regulatorische Hürden, die es zu überwinden gilt. Dennoch hat Nu Holdings gezeigt, dass es in der Lage ist, sich diesen Herausforderungen zu stellen und innovative Lösungen zu entwickeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Investition in Nu Holdings mehr ist als nur eine finanzielle Entscheidung; es ist eine Beteiligung an einer bahnbrechenden Revolution der Finanzwelt Lateinamerikas. Mit einer klaren Vision und einem starken Fokus auf Kundenzufriedenheit hat Nu Holdings das Potenzial, den Markt zu transformieren und gleichzeitig einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft auszuüben.

  • REPS-Gründer: „Die nächste Finanzierungsrunde muss 200 Millionen groß sein“

    LGR Reutlingen – 28 Mai 2026 | Das Tiroler Startup REPS hat kürzlich eine Finanzierungsrunde in Höhe von 20 Millionen Euro abgeschlossen, um seine innovative Technologie zur Umwandlung von Bremsenergie in Strom weiter voranzutreiben. Der CEO des Unternehmens, Alfons Huber, betont, dass die nächste Finanzierungsrunde mindestens 200 Millionen Euro betragen muss, um die ambitionierten Pläne des Unternehmens zu realisieren.

    REPS verfolgt das Ziel, Straßenabschnitte in Mini-Kraftwerke zu verwandeln. Die Technologie basiert auf lediglich 10 Zentimeter hohen Platten, die die Bremsenergie von Lkw und anderen Fahrzeugen in elektrische Energie umwandeln. In einem Praxistest am Hamburger Hafen konnten bereits 1000 Trucks täglich 60 Kilowattstunden sauberen Strom generieren.

    Das neu gewonnene Kapital aus der aktuellen Finanzierungsrunde wird für die Weiterentwicklung der Technologie und die Skalierung des Geschäftsmodells eingesetzt. REPS plant, sein Team von derzeit 12 Mitarbeitern auf 200 zu erweitern und setzt dabei auf die Expertise von Ex-Tesla-Ingenieuren, die in Tirol angesiedelt sind.

    REPS-Gründer: „Die nächste Finanzierungsrunde muss 200 Millionen groß sein“

    In dem Podcast-Interview erläutert Huber, wie das Unternehmen die Finanzierungsrunde gemeistert hat und welche Pläne für die Zukunft bestehen. Neben der technischen Entwicklung stehen auch verschiedene Geschäftsmodelle im Fokus, darunter „Energy as a Service“ und der Verkauf von Hardware. Diese Vielfalt an Ansätzen soll sicherstellen, dass REPS in einem dynamischen Marktumfeld flexibel reagieren kann.

    Ein technischer Durchbruch, den REPS erzielt hat, ist die Entwicklung einer permanent magnetischen Lagerung, die das Unternehmen 250-mal effizienter macht als herkömmliche Generatoren. Dies könnte nicht nur die Kosten der Energieerzeugung senken, sondern auch die Attraktivität der Technologie für potenzielle Partner und Investoren erhöhen.

    Die Vision von REPS geht über die Straßen- und Hafeninfrastruktur hinaus. Der Standort Innsbruck wird als strategisch wichtig erachtet, mit dem Potenzial, auch städtische Gebiete und Autobahnen in nachhaltige Energiequellen zu transformieren.

    Die Implikationen dieser Technologie könnten weitreichend sein. Angesichts der globalen Bemühungen um eine Reduktion der CO2-Emissionen bietet die Umwandlung von Bremsenergie in Strom eine vielversprechende Lösung zur Erzeugung sauberer Energie. Dabei könnte REPS nicht nur als Pionier in der Branche auftreten, sondern auch eine führende Rolle im Übergang zu einer nachhaltigeren Energiezukunft spielen.

    Die nächste Finanzierungsrunde wird entscheidend sein, um die ambitionierten Ziele des Unternehmens zu erreichen. Huber ist überzeugt, dass mit den richtigen Investitionen und der Unterstützung von Partnern das volle Potenzial dieser Technologie ausgeschöpft werden kann.

  • Coca-Cola HBC Österreich und ÖAMTC ePower.Business: Gemeinsam auf Kurs zur elektrischen Flotte

    Coca-Cola HBC Österreich und ÖAMTC ePower.Business: Gemeinsam auf Kurs zur elektrischen Flotte

    LGR Reutlingen – 28 Mai 2026 | Coca-Cola HBC Österreich treibt die Elektrifizierung seines Fuhrparks voran und hat dabei die Partnerschaft mit ÖAMTC ePower.Business ins Leben gerufen. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, eine umfassende Ladeinfrastruktur aufzubauen und die Mitarbeiter aktiv in den Prozess einzubinden. Am Standort Edelstal im Burgenland werden bereits täglich Elektro-LKW für den Transport von Gütern nach Wien und Graz eingesetzt.

    Seit dem Jahr 2020 hat Coca-Cola HBC Österreich seinen Fuhrpark schrittweise auf Elektromobilität umgestellt. Dabei wird das Prinzip verfolgt, dass jedes Dieselfahrzeug, das aus dem Verkehr gezogen wird, durch ein Elektrofahrzeug ersetzt wird. “Unser Ziel ist es, bis 2030 unsere gesamte Flotte, mit wenigen technischen Ausnahmen, auf Elektromobilität umzustellen”, erklärt Lorenz Müller, Fleet Lead des Unternehmens. Aktuell besteht der Fuhrpark aus rund 300 Fahrzeugen, darunter PKWs, Techniker-Vans und LKWs, von denen bereits über 50 % elektrifiziert sind.

    Am Standort Edelstal stehen zwei Lademöglichkeiten zur Verfügung: vier Ladestationen mit jeweils zwei Ladepunkten für Mitarbeiter mit E-Dienstfahrzeugen sowie ein Schnelllader für E-LKWs in der Ladezone. Um den Mitarbeitern das Laden zu Hause zu erleichtern, stellt das Unternehmen einen ÖAMTC ePower NRGkick zur Verfügung, eine mobile Wallbox, die ohne feste Infrastruktur funktioniert. Müller berichtet, dass das Feedback der Mitarbeiter zum Laden zu Hause durchweg positiv ist, insbesondere die einfache Bedienung und die transparente Einsicht in die Ladeleistungen werden geschätzt.

    Im Frühjahr 2024 nahm Coca-Cola HBC Österreich in Zusammenarbeit mit dem Transportpartner LKW Walter den ersten Elektro-LKW in Betrieb. Dieser pendelt täglich zwischen dem Produktionsstandort Edelstal und den Zentrallagern von Kunden in Wien. “Bislang haben wir mit diesem Elektro-LKW über 130.000 km zurückgelegt”, bilanziert Gerald Leichtfried, Distribution Manager. Ein zweiter Elektro-LKW folgte im Frühjahr 2026, diesmal in Kooperation mit einem steirischen Transportpartner, der Kunden im Raum Graz beliefert. Das Unternehmen evaluiert zudem kontinuierlich neue Regionen, wobei St. Pölten und Oberösterreich bereits auf der Liste stehen.

    Die Ladestation für die E-LKWs wurde so gestaltet, dass die Fahrzeuge während der Beladung mit Getränkepaletten gleichzeitig Strom tanken können. “Diese Anordnung ist vor allem aus finanzieller Sicht entscheidend”, erklärt Leichtfried. Dadurch lassen sich unnötige Ladezeiten vermeiden, die Touren optimal planen und die Kosten pro geladenem Kilowattstunde minimieren. Diese effiziente Lösung wurde in Zusammenarbeit mit dem ÖAMTC entwickelt.

    Die Elektromobilitätsstrategie von Coca-Cola HBC Österreich basiert auf einer konsequenten Energiestrategie. Müller betont: “Seit 2017 beziehen wir 100 % unseres Stroms aus erneuerbaren Quellen.” Der Standort wird hauptsächlich durch Wasserkraft und eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von rund 26.800 Quadratmetern auf dem Dach des Unternehmens versorgt. Leichtfried ergänzt, dass vier von fünf in Österreich konsumierten Getränken des Unternehmens – darunter Coca-Cola, Fanta, Sprite und Römerquelle – im Land selbst abgefüllt werden. Die Coca-Cola HBC Gruppe hat sich zudem international das Ziel gesetzt, ihre Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis 2040 auf Netto-Null zu reduzieren.

    Für die Umsetzung der Ladeinfrastruktur hat sich Coca-Cola HBC Österreich bewusst für ÖAMTC ePower.Business entschieden. Müller erläutert: “Wir erhalten hier mehrere Dienstleistungen aus einer Hand.” Dazu gehören der Aufbau der Infrastruktur sowie das Reporting und Monitoring von Ladevorgängen und Verbräuchen.

    Ein weiterer Vorteil dieser Partnerschaft ist die Möglichkeit für Transportpartner, im Notfall extern zu laden, während sie gleichzeitig die In-house-Lösung am Standort nutzen können. Dies gewährleistet dem Unternehmen die Planungssicherheit, die für eine wachsende elektrische Flotte erforderlich ist.

    Mit über 130.000 gefahrenen Kilometern auf dem ersten E-LKW, mehr als der Hälfte des Fuhrparks, der bereits elektrifiziert ist, und dem zweiten Elektro-LKW, der täglich Graz beliefert, zeigt Coca-Cola HBC Österreich, wie die Transformation zu einer elektrischen Flotte Schritt für Schritt gelingt. ÖAMTC ePower.Business liefert dafür die technische und organisatorische Grundlage, vom Laden zuhause bis zum Schnelllader am Depot.

  • EMotorad ernennt ehemaligen Cars24-CEO Himanshu Ratnoo zum Mitgründer

    EMotorad ernennt ehemaligen Cars24-CEO Himanshu Ratnoo zum Mitgründer

    LGR Reutlingen – 28 Mai 2026 | Das Elektro-Fahrrad-Startup EMotorad hat Himanshu Ratnoo, den ehemaligen CEO von Cars24, als Mitgründer aufgenommen. Dieser Schritt soll dazu beitragen, die institutionelle Führung des Unternehmens zu stärken, während es in globale Märkte expandiert und neue Produktkategorien erschließt. EMotorad, 2020 gegründet, hat bereits ein Netzwerk von über 800 Händlern aufgebaut und ist in mehr als 18 Ländern tätig. Die Produktpalette reicht von Fahrrädern für Kinder über Pendlerlösungen bis hin zu Angeboten im Bereich Mikromobilität, Gesundheit und Freizeit.

    Rajib Gangopadhyay, der Gründer von EMotorad, betont die Bedeutung dieser Ernennung: “Es war unglaublich lohnend, EMotorad von Grund auf aufzubauen. Wir begannen mit einem Traum und einer Garage, und jetzt versenden wir Fahrräder in 18 Länder. Himanshu bringt eine seltene Kombination aus Skalierung und tiefem Verbrauchergefühl mit, die diese Phase erfordert. Ihn im Gründerteam zu haben, ist für uns von großer Bedeutung.”

    Bislang hat das Unternehmen insgesamt 25 Millionen US-Dollar von Investoren wie Panthera Growth Partners, Alteria Capital und Green Frontier Capital erhalten. Darunter zählt auch der ehemalige indische Cricketkapitän MS Dhoni zu den Markenbotschaftern und Investoren des Unternehmens.

    Ratnoo, der fünf Jahre lang bei der Gebrauchtwagenplattform Cars24 tätig war und im März dieses Jahres als CEO zurücktrat, äußerte sich optimistisch über die Zukunft von EMotorad: “Was EMotorad aufgebaut hat, ist wirklich aufregend. Europa hat in wenigen Monaten bereits um das Fünffache zugelegt. Die Exportpipeline zieht bereits große strategische Partner an… Wir haben eine Marke mit echtem Momentum, echter Distribution und einem Produkt, das in verschiedenen Märkten funktioniert. Meine Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass wir die Skalierung erreichen, die diese Gelegenheit verdient.”

    Kunal Gupta, Mitgründer und CEO von EMotorad, fügte hinzu: “Als Rajib und ich EMotorad gründeten, waren wir zwei Leute mit einer großen Wette und viel Überzeugung. Sechs Jahre später zahlt sich diese Wette aus. Wir dominieren weiterhin den indischen Markt und sehen enormes Potenzial im Ausland.”

    Die Ernennung von Himanshu Ratnoo zum Mitgründer von EMotorad könnte sich als strategisch klug erweisen, da das Unternehmen in einer Zeit wächst, in der die Nachfrage nach umweltfreundlicher Mobilität weltweit steigt. Der Schritt, einen erfahrenen Führungskraft aus der Automobilbranche an Bord zu holen, wird als entscheidend angesehen, um die Ambitionen des Unternehmens im internationalen Geschäft zu realisieren.

  • Gericht in Singapur verurteilt Byju Raveendran zu Haftstrafe wegen Missachtung des Gerichts

    Gericht in Singapur verurteilt Byju Raveendran zu Haftstrafe wegen Missachtung des Gerichts

    LGR Reutlingen – 28 Mai 2026 | Ein Gericht in Singapur hat Byju Raveendran, den Gründer des umstrittenen Edtech-Unternehmens BYJU’S, zu einer Haftstrafe von sechs Monaten verurteilt. Dies geschah aufgrund von Missachtung gerichtlicher Anordnungen in Bezug auf seine Vermögenswerte. Diese Entscheidung, die in einem Bericht von Bloomberg veröffentlicht wurde, ist Teil eines größeren Rechtsstreits, in dem es um die Rückforderung von Investitionen durch ausländische Geldgeber geht.

    Raveendran, der in einer Erklärung an die Presse äußerte, dass Gläubiger und Investoren kurz davor stünden, eine umfassende Einigung zu erzielen, beschuldigte einige Parteien, ein „irreführendes Bild“ über ihn zu vermitteln. Laut dem Gericht hatte Raveendran mehrfach Anweisungen in Bezug auf seine Vermögenswerte missachtet, die bis April 2024 zurückreichen.

    Das Gericht wies ihn an, sich den Behörden zu stellen, eine Geldstrafe von 90.000 Singapur-Dollar (etwa 70.500 US-Dollar) zu zahlen und Dokumente vorzulegen, die sein Eigentum an Beeaar Investco Pte, einer Gesellschaft mit Beteiligungen an einem verwandten Unternehmen, nachweisen.

    Diese gerichtliche Entscheidung stellt einen weiteren Rückschlag für Raveendran dar, dessen Unternehmen einst als das wertvollste Start-up Indiens galt. BYJU’S, offiziell bekannt als Think & Learn Pvt Ltd, erlebte während des pandemiebedingten Booms im Online-Lernen ein rasantes Wachstum und zog Investitionen von zahlreichen globalen Unternehmen an. In der Folge sah sich das Unternehmen jedoch mit Herausforderungen wie steigenden Schulden, verspäteten Finanzberichten, Entlassungen und Streitigkeiten mit Gläubigern und Investoren konfrontiert.

    Die aktuellen Verfahren in Singapur sind eng mit den Bemühungen ausländischer Investoren verbunden, ihre Verluste, die mit dem Unternehmen in Verbindung stehen, zurückzufordern. Berichten zufolge verfolgen Investoren, darunter auch Akteure, die mit der Qatar Investment Authority verbunden sind, Ansprüche gegen Raveendran und verwandte Parteien.

    Nach dem Urteil erklärte Raveendran, dass die Gespräche zwischen Gläubigern, Gründern und anderen Beteiligten bereits signifikant vorangekommen seien. „Die Gläubiger, einschließlich GLAS Trust und der Qatar Investment Authority, haben mit den Gründern und anderen Parteien Gespräche geführt. Es wurde prinzipiell eine Einigung erzielt, wobei nur noch einige kleinere Punkte zwischen bestimmten Parteien zu klären sind“, sagte er.

    Die Missachtungsentscheidung bezieht sich auf Vorwürfe, dass gerichtliche Anweisungen nicht befolgt wurden. Missachtung des Gerichts bezieht sich allgemein auf Handlungen, die gerichtliche Anordnungen oder Verfahren missachten oder untergraben. Die Gerichte in Singapur sind dafür bekannt, strenge Positionen zur Einhaltung gerichtlicher Vorgaben einzunehmen, insbesondere bei kommerziellen Streitigkeiten, die grenzüberschreitende Vermögenswerte betreffen.

    Raveendran wies jedoch die Vorwürfe zurück und betonte, dass die Verhandlungen über einen Vergleich in den letzten Monaten effektiv zu einer Pause in den aktiven Rechtsstreitigkeiten geführt hätten. „Es ist wichtig klarzustellen, dass ich in den letzten Monaten nicht aktiv gegen mehrere Gerichtsverfahren vorgegangen bin, da die Parteien auf einen umfassenden Vergleich hinarbeiteten“, sagte er.

    Er fügte hinzu, dass alle Seiten „prinzipiell vereinbart hatten, keine aktiven Klagen gegeneinander zu verfolgen“, und bemerkte, dass die Angelegenheiten in den letzten drei Monaten „praktisch zum Stillstand gekommen“ seien. Der Gründer bestritt zudem jegliches Fehlverhalten im Zusammenhang mit umstrittenen Mitteln, die mit den laufenden Auseinandersetzungen mit Gläubigern in Verbindung stehen. „Ich habe immer betont, dass ich in gutem Glauben und im besten Interesse von BYJU’S, seinen Mitarbeitern, Studenten und Stakeholdern gehandelt habe. Ich habe auch festgehalten, dass weder ich noch irgendein anderer Gründer persönlich einen Teil der umstrittenen Mittel erhalten haben“, erklärte er.

    Die Erklärung enthielt keine Einzelheiten zu den angeblichen Vergleichsbedingungen oder wie diese die Verfahren in Singapur beeinflussen könnten.

  • Shield Guard: Raiffeisen Stadtbank Wien startet Cyber-Schutzschild für Unternehmen

    Shield Guard: Raiffeisen Stadtbank Wien startet Cyber-Schutzschild für Unternehmen

    LGR Reutlingen – 28 Mai 2026 | Die Raiffeisen Stadtbank Wien hat mit ihrem neuen Angebot Shield Guard einen innovativen Cyber-Schutzschild für Unternehmen ins Leben gerufen. In Österreich wird jeder siebte Cyberangriff erfolgreich durchgeführt, was insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eine erhebliche Bedrohung darstellt. Oftmals sind diese Firmen sich der Risiken nicht bewusst und geraten ins Visier von Cyberkriminellen, die mit Lösegeldforderungen für verschlüsselte Daten drohen. Die finanziellen Folgen solcher Angriffe können verheerend sein und schnell hohe Schadenssummen verursachen.

    Um Unternehmen besser abzusichern, bietet die Raiffeisen Stadtbank Wien einen kostenlosen Cybersecurity-Check im Wert von 1.000 Euro an, ergänzt durch eine maßgeschneiderte Shield Guard-Versicherung. Matthias Köckeis, Leiter des Kompetenzzentrums KMU für Gesundheit, Technologie und Tourismus bei der Raiffeisen Stadtbank Wien, und Silvia Halper, Account Managerin IT Services bei der CPB Software (Austria) GmbH, erläutern in einem Interview die Hintergründe und Ziele dieser neuen Initiative.

    Gemeinsame Anstrengungen gegen Cyberangriffe

    Köckeis erklärt, dass Cybersecurity als das größte Betriebsrisiko weltweit gilt und KMU besonders betroffen sind. Die Zusammenarbeit mit CPB Software ermöglicht es, zunächst Schwachstellen in der IT-Infrastruktur der Unternehmen zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung zu ergreifen. Auf diesen ersten Schritt folgt die Einführung der Shield Guard-Cyberversicherung, die für Unternehmen ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.

    Halper ergänzt, dass die Expertise von CPB Software im Bereich IT-Infrastruktur auf präventive Maßnahmen fokussiert ist, während die Raiffeisen Stadtbank Wien den finanziellen Schutz im Schadensfall gewährleistet. Diese Synergie ist entscheidend für den umfassenden Schutz der Unternehmen.

    Die Bedrohungslage ist ernst. Laut Köckeis sind Online-Händler besonders anfällig, da hier die Quote erfolgreicher Angriffe noch höher ist als im Durchschnitt. Die Zunahme solcher Angriffe ist alarmierend und zeigt, dass Unternehmen ihre Sicherheitsvorkehrungen dringend verbessern müssen.

    Angriffsarten und Schutzmaßnahmen

    Die häufigsten Angriffsvektoren sind Phishing und Social Engineering. In letzter Zeit sind auch Deepfake-Attacken, wie etwa gefälschte Videoanrufe mit vermeintlichen Vorgesetzten, stark im Trend. Köckeis und Halper empfehlen Unternehmen, eine solide IT-Basis zu schaffen, die regelmäßige Schwachstellenanalysen, Updates und Security-Patches umfasst. Ein moderner Ransomware-Schutz mit Anomalieerkennung ist ebenfalls unerlässlich.

    Ein klar definiertes Sicherheitskonzept mit Zugriffsregeln ist für jedes Unternehmen wichtig. Da eine hundertprozentige Sicherheit nicht gewährleistet werden kann, sollten zudem Backup-Strategien und ein Notfallhandbuch implementiert werden, um im Ernstfall schnell reagieren zu können.

    Im Zahlungsverkehr betonen die Experten die Notwendigkeit moderner Freigabemethoden wie Gesichtserkennung und Multi-Faktor-Authentifizierung. Die neue Verordnung zu Instant Payments ermöglicht es Banken zudem, durch die Verifizierung von Kontoinhaber und IBAN zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.

    Die finanziellen Folgen eines Cyberangriffs können dramatisch sein. In Österreich sind Schäden von bis zu 1 Million Euro keine Seltenheit, wobei eine große Dunkelziffer unberücksichtigt bleibt. Unternehmen erleiden oft auch Umsatzverluste und Reputationsschäden, die existenzbedrohende Ausmaße annehmen können. Im Vergleich dazu ist die Jahresprämie von 2.000 Euro für die Shield Guard-Versicherung bei einem Unternehmensumsatz von 5 Millionen Euro durchaus kalkulierbar.

    Köckeis erläutert, dass der Ablauf der Kooperation zweistufig erfolgt: Zunächst führen die Spezialisten von CPB den Cybersecurity-Check durch, der für Raiffeisen-Kunden kostenlos ist. Am Ende dieser Analyse steht ein detaillierter Bericht, der spezifische Verbesserungsvorschläge enthält. Darauf aufbauend kann die Shield Guard-Versicherung abgeschlossen werden, um den optimalen Schutz zu gewährleisten.

    Beide Experten rufen die österreichischen KMU dazu auf, das Thema Cybersecurity ernst zu nehmen. Ein einzelner Angriff kann die Existenz eines erfolgreichen Unternehmens gefährden. Halper betont, dass es zwar unmöglich ist, Angriffe vollständig zu verhindern, jedoch durch präventive Maßnahmen und eine gute Vorbereitung das Risiko erheblich gesenkt werden kann.

    Für Unternehmen, die an einem Cybersecurity-Check und an der Shield Guard-Versicherung interessiert sind, ist der Kontakt zu Matthias Köckeis und seinem Team empfehlenswert.