Tag: Elektromobilität

  • E‑Auto‑Förderung beschleunigt Absatz: Wie die neue Förderung die E‑Auto‑Verkäufe pusht

    E‑Auto‑Förderung beschleunigt Absatz: Wie die neue Förderung die E‑Auto‑Verkäufe pusht

    LGR Reutlingen – 01 Juni 2026 | Wie die neue Förderung die E‑Auto‑Verkäufe pusht, zeigt die aktuelle HUK‑E‑Barometer‑Studie eindrucksvoll: Im ersten Quartal 2026 wechselten 7,5 % aller Fahrzeugwechsel in Deutschland von Verbrennern zu reinen Elektroautos – ein Rekord, der vor allem im März sichtbar wurde.

    Der sprunghafte Anstieg lässt sich nicht allein mit steigenden Kraftstoffpreisen erklären. Laut der repräsentativen Befragung gaben rund 18 % der Führerscheininhaber an, dass die kürzlich eingeführte staatliche Förderung ihr Kaufverhalten beeinflusst hat. Elf Prozent denken nun erstmals über ein E‑Auto nach, während sieben Prozent ihre geplante Anschaffung vorziehen wollen.

    Wie die neue Förderung die E‑Auto‑Verkäufe pusht – Zahlen, Fakten und Hintergründe

    Die Daten sprechen für sich: Im Vergleich zum Vorquartal 2025 stieg die Umstiegsquote von 6,3 % auf 7,5 %. Im März 2026 lag die Quote sogar bei 8,9 %, also rund 60 % über dem Jahresdurchschnitt von 5,5 %. Besonders junge Fahrer unter 40 Jahren erhöhten ihren Anteil von 4,0 % auf 7,8 % – fast das Doppelte.

    Die Befragung ergab zudem, dass preissensible Zielgruppen besonders stark reagieren. Bei Autofahrern unter 40 Jahren war die positive Resonanz auf die E‑Auto‑Förderung mit 31 % fast dreimal so hoch wie bei älteren Fahrern (12 %). Eltern mit minderjährigen Kindern zeigten ebenfalls eine hohe Affinität (32 % gegenüber 14 %). In beiden Gruppen plant nun ein Drittel, ein reines E‑Auto früher zu kaufen als ursprünglich vorgesehen.

    Die HUK‑Coburg‑Analyse bestätigt diese Tendenzen mit konkreten Zulassungszahlen. Im März 2026 stiegen die Neuzulassungen von E‑Autos unter 40‑Jährigen um 95 % gegenüber dem Vorjahr. Auch Mieter verzeichneten ein Plus von 86 %, während Haushalte ohne Garage oder Carport einen Zuwachs von 75 % meldeten.

    Ein Blick auf die Hersteller zeigt, welche Marken besonders von der Förderung profitieren. Modelle von Tesla, Kia, Citroën, Leapmotor, Peugeot, BYD und Mazda konnten ihre Marktanteile im E‑Segment deutlich steigern – teilweise mehr als verdoppeln. Preisgünstigere Fahrzeuge scheinen dabei besonders gefragt zu sein, weil die Förderung die Anschaffungskosten effektiv senkt.

    Dr. Jörg Rheinländer, Vorstandsmitglied der HUK‑Coburg für Kfz‑Versicherungen, betont: „Die einkommens- und kinderzahlabhängige Förderung wirkt gezielt in den relevanten Zielgruppen. Eine Ausweitung auf Gebraucht‑E‑Autos könnte den Trend weiter beschleunigen, weil niedrigere Preise ein entscheidender Hebel im Markt sind.“

    Gebraucht‑E‑Autos haben traditionell einen höheren Absatz als Neuwagen. Durch die erst kurze Geschichte der Elektromobilität war das Verhältnis bislang unausgeglichen. Im Jahr 2024 erreichte das Verhältnis erstmals ein Gleichgewicht. Die aktuelle Förderung für Neuwagen hat jedoch dazu geführt, dass die Zulassungen von Neuwagen prozentual stärker zulegen als die von Gebrauchtwagen. Experten gehen davon aus, dass sich der Gesamtabverkauf – also Neu‑ plus Gebraucht‑E‑Autos – im gesamten Jahr 2026 weiter beschleunigen wird.

    Ein weiterer Faktor ist die persönliche Erfahrung mit Elektrofahrzeugen. Unter den Befragten, die noch nie ein E‑Auto selbst gefahren hatten (etwa zwei Drittel aller Fahrer), gaben nur 12 % an, dass die Förderung ihre Kaufabsicht beeinflusst. Wer jedoch bereits einmal ein E‑Auto getestet hat, zeigte fast doppelt so hohe Bereitschaft (22 %). E‑Auto‑Besitzer selbst reagierten mit 53 % am stärksten.

    Die Kombination aus finanzieller Anreizung, steigenden Kraftstoffpreisen und wachsender Erfahrung mit der Technologie schafft ein günstiges Umfeld für die Elektromobilität. Hersteller reagieren mit erweiterten Modellpaletten und Preissenkungen, während Versicherer ihre Tarife anpassen, um das wachsende Risiko‑ und Schadensprofil zu berücksichtigen.

    Langfristig könnte die Politik die Förderbedingungen weiter verfeinern. Eine mögliche Ausweitung auf Gebraucht‑E‑Autos würde nicht nur den Absatz steigern, sondern auch die Umweltbilanz verbessern, weil bereits produzierte Fahrzeuge länger im Verkehr bleiben. Zudem könnte eine differenzierte Förderung nach CO₂‑Bilanz oder Batteriekapazität Anreize für besonders umweltfreundliche Modelle schaffen.

    Für die deutsche Automobilindustrie bedeutet dies, dass die strategische Ausrichtung stärker auf elektrische Antriebe und preislich attraktive Modelle setzen muss. Unternehmen, die bislang auf Premium‑Segmente fokussiert waren, könnten Marktanteile verlieren, wenn sie nicht frühzeitig günstigere Varianten anbieten.

    Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die neue E‑Auto‑Förderung nicht nur ein kurzfristiger Verkaufsschub ist, sondern ein strukturelles Signal für die gesamte Branche. Sie beeinflusst das Kaufverhalten verschiedener Zielgruppen, stärkt bestimmte Hersteller und legt den Grundstein für eine breitere Akzeptanz von Elektromobilität in Deutschland.

  • All‑inclusive‑Leasing revolutioniert Unternehmensmobilität

    All‑inclusive‑Leasing revolutioniert Unternehmensmobilität

    LGR Reutlingen – 01 Juni 2026 | Mobilität zum All-inclusive-Fixpreis wird für Unternehmen zunehmend zu einem strategischen Hebel, um die steigenden Fahrzeugkosten zu bändigen und gleichzeitig Planungssicherheit zu gewinnen. Während früher das reine Anschaffen eines Firmenwagens bereits die Hauptinvestition bedeutete, rücken heute ganzheitliche Kostenmodelle in den Fokus, die nicht nur den Kaufpreis, sondern sämtliche Betriebsausgaben über die gesamte Nutzungsdauer einbeziehen.

    Der klassische Fuhrpark war lange Zeit eine der fünf größten Budgetpositionen in Unternehmen jeder Größe. Ob im Außendienst, in der Logistik oder in der Produktion – ein Fahrzeug ist meist unverzichtbar. Die jüngste Preisexplosion bei fossilen Kraftstoffen hat die Kostenstruktur jedoch dramatisch verschärft. Gleichzeitig steigen Ausgaben für Wartung, Reifen, Steuern und Versicherungen, sodass allein die Leasingrate kaum noch einen realistischen Überblick über die finanziellen Belastungen liefert.

    Mobilität zum All-inclusive-Fixpreis: Das Konzept im Detail

    Im Kern verspricht das All‑inclusive‑Modell, sämtliche Kosten in einer monatlichen Pauschale zu bündeln. Der Anbieter übernimmt dabei nicht nur die Finanzierung, sondern auch Service, Reifenwechsel (Sommer und Winter), Steuer, TÜV‑Prüfung und – bei Elektrofahrzeugen – den Restwert. Für Unternehmen bedeutet das, dass sie sich nicht mehr um unvorhergesehene Ausgaben kümmern müssen, die das Budget plötzlich sprengen könnten.

    Ein zentraler Vorteil liegt in der Planbarkeit. Während traditionelle Leasingverträge häufig versteckte Kosten oder nachträgliche Anpassungen bei Restwertverlusten mit sich bringen, wird beim All‑inclusive‑Fixpreis das Risiko vollständig auf den Anbieter übertragen. So können Geschäftsführer und Finanzchefs ihre Kalkulationen über mehrere Jahre hinweg exakt abstimmen, ohne jedes Jahr neu verhandeln zu müssen.

    Besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Start‑ups ist dieses Modell attraktiv, weil es die administrativen Aufwände reduziert. Statt mehrere Dienstleister für Wartung, Versicherung und Steuer zu koordinieren, erhalten Unternehmen einen einzigen Ansprechpartner, der sämtliche Prozesse steuert. Das spart nicht nur Geld, sondern auch wertvolle Zeit, die in das Kerngeschäft investiert werden kann.

    Ein weiterer Pluspunkt ist die Flexibilität bei der Fahrzeugwahl. Da der Anbieter als unabhängiger Marktteilnehmer agiert, stehen Kunden alle Marken und Antriebsvarianten offen – von konventionellen Verbrennern bis zu vollelektrischen Modellen. Die Entscheidung kann dabei anhand von Kriterien wie Reichweite, Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership, TCO) oder Nachhaltigkeitszielen getroffen werden, ohne an einen einzigen Hersteller gebunden zu sein.

    Die Integration von Elektrofahrzeugen in das All‑inclusive‑Leasing bringt zusätzliche Vorteile mit sich. Der Anbieter übernimmt nicht nur die regulären Serviceleistungen, sondern auch den Restwert, der bei Elektroautos häufig schwer vorhersehbar ist. Sollte der Gebrauchtwagenmarkt zum Zeitpunkt der Rückgabe ungünstig sein, bleibt das Unternehmen dennoch finanziell abgesichert, weil die Restwertkomponente bereits in der monatlichen Rate enthalten ist.

    Allerdings sollten Unternehmen die beiden variablen Kostenpunkte – Kraftstoff bzw. Strom – im Blick behalten. Während der Fixpreis sämtliche Service‑ und Wartungsaspekte abdeckt, bleibt der Energieverbrauch ein individueller Faktor, der je nach Fahrverhalten und Einsatzszenario stark schwanken kann.

    Der österreichische Anbieter Ayvens hat dieses Konzept bereits seit mehreren Jahren erfolgreich umgesetzt und positioniert sich als erfahrener Partner für den gesamten Mobilitätsbedarf. Durch langjährige Marktkenntnis und umfangreiche Einkaufskonditionen kann das Unternehmen attraktive Preise anbieten, die vor allem für kleinere Akteure sonst kaum erreichbar wären.

    Aus betriebswirtschaftlicher Sicht lässt sich das All‑inclusive‑Modell in die klassische TCO‑Analyse einordnen. Während traditionelle Modelle häufig nur die direkten Kosten (Leasingrate, Kraftstoff, Versicherung) berücksichtigen, erweitert das All‑inclusive‑Leasing die Betrachtung um sämtliche indirekten Aufwendungen wie Verwaltungsaufwand, Wertverlust und unvorhergesehene Reparaturen. Das Ergebnis ist ein umfassenderes Bild der tatsächlichen Kosten, das fundiertere Entscheidungen ermöglicht.

    Ein Beispiel aus der Praxis verdeutlicht das Potenzial: Ein mittelständisches Vertriebsunternehmen entschied sich, seine Flotte von zehn Fahrzeugen von einem reinen Leasingmodell auf ein All‑inclusive‑Leasing umzustellen. Die monatliche Pauschale lag zunächst um 5 % über der bisherigen Leasingrate, jedoch fielen die jährlichen Wartungs- und Reparaturkosten um rund 30 % aus, weil präventive Wartungen und ein einheitlicher Serviceplan die Ausfallzeiten minimierten. Nach drei Jahren war die Gesamtkostenersparnis bereits bei rund 12 % – ein signifikanter Unterschied, der die Investition in das neue Modell rechtfertigte.

    Für die Zukunft lässt sich ableiten, dass die Kombination aus All‑inclusive‑Fixpreis und elektrischer Mobilität ein starkes Wachstumspotenzial besitzt. Die europäische Politik fördert den Umstieg auf emissionsfreie Fahrzeuge, und gleichzeitig erhöhen sich die Anforderungen an Transparenz und Kostenkontrolle in Unternehmen. Das All‑inclusive‑Leasing bietet hier eine Brücke zwischen ökologischen Zielen und betriebswirtschaftlichen Vorgaben.

    Allerdings gibt es auch kritische Stimmen. Einige Finanzexperten warnen davor, dass die monatliche Pauschale bei falscher Kalkulation zu einer Überzahlung führen kann, wenn ein Unternehmen die Fahrzeuge weniger intensiv nutzt als erwartet. Daher ist eine sorgfältige Analyse des tatsächlichen Bedarfs und der geplanten Einsatzdauer unerlässlich, bevor ein Vertrag abgeschlossen wird.

    Ein weiterer Aspekt ist die langfristige Bindung an den Leasinggeber. Während die meisten Anbieter flexible Vertragslaufzeiten von drei bis fünf Jahren anbieten, können Änderungen im Unternehmensumfeld – etwa Fusionen, Standortschließungen oder ein plötzlicher Rückgang des Fahrzeugbedarfs – die Vertragsbedingungen beeinflussen. Unternehmen sollten daher vertragliche Optionen für vorzeitige Kündigungen oder Anpassungen prüfen.

    Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Mobilität zum All‑inclusive‑Fixpreis vor allem dann Sinn macht, wenn Unternehmen Wert auf Kostenplanbarkeit, administrative Entlastung und Flexibilität bei der Fahrzeugwahl legen. Gerade in Zeiten volatiler Kraftstoffpreise und wachsender Umweltauflagen bietet das Modell einen praktikablen Weg, die Flotte zukunftssicher zu gestalten, ohne das Budget zu gefährden.

    Die Entscheidung für ein solches Leasingmodell sollte jedoch immer auf einer fundierten TCO‑Analyse basieren, die sowohl direkte als auch indirekte Kosten berücksichtigt. Nur so lässt sich sicherstellen, dass das All‑inclusive‑Konzept tatsächlich die gewünschten Einsparungen und die gewünschte Planbarkeit liefert.

  • Volvo-Fahrer in Europa profitieren von 20.000 Tesla Superchargern

    Volvo-Fahrer in Europa profitieren von 20.000 Tesla Superchargern

    LGR Reutlingen – 31 Mai 2026 | Ab dem vierten Quartal 2026 wird es für Fahrer:innen von elektrischen Volvo-Modellen in Europa erstmals möglich sein, über die Volvo-App auf das weitreichende Tesla-Supercharger-Netz zugreifen zu können. Mit dieser Entscheidung erweitert der schwedische Automobilhersteller sein Angebot an Ladeinfrastruktur erheblich und integriert über 20.000 Supercharger-Standorte in 29 europäischen Ländern in sein bestehendes Ökosystem. Diese Initiative zielt darauf ab, das Laden von Elektrofahrzeugen noch einfacher und benutzerfreundlicher zu gestalten.

    Die neuen Ladeoptionen stehen für die Modelle EX30, EX40, EC40, EX60, EX90 und ES90 zur Verfügung. Besonders in Ländern wie Deutschland, Frankreich, Norwegen, dem Vereinigten Königreich, Schweden, Italien und Spanien wird die Dichte der nutzbaren Stationen am höchsten sein. Aktuell sind in Europa bereits über 1,2 Millionen Ladepunkte über die Volvo Cars App erreichbar, und die Integration der Tesla-Supercharger stellt eine bedeutende Erweiterung dieser Möglichkeiten dar.

    Alejandro Castro Pérez, der Leiter der Energie-Lösungen bei Volvo Cars, beschreibt die Erweiterung als einen strategischen Schritt: „Volvo-Fahrer:innen haben bereits heute über die Volvo-App weltweit Zugang zu mehr als drei Millionen Ladepunkten. Mit den Tesla Superchargern in Europa haben sie nun noch einfacheren Zugang zu einem der bekanntesten Schnellladenetze.“ Das übergeordnete Ziel ist es, öffentliches Laden so unkompliziert und reibungslos wie möglich zu gestalten.

    Erweiterung in der Asien-Pazifik-Region

    Zusätzlich zur europäischen Initiative plant Volvo Cars, für bestimmte Modelle in Japan und Südkorea bis 2029 auf das North American Charging System (NACS) umzusteigen, das den Standard für die Tesla-Supercharger darstellt. Diese Umstellung wird es den Nutzern in diesen Märkten ebenfalls ermöglichen, auf das Tesla-Supercharger-Netz zuzugreifen.

    In Nordamerika ist der kombinierte Zugang zu Ladepunkten bereits Realität. Dort profitieren Volvo-Fahrer:innen von der App an rund 120.000 Ladepunkten, einschließlich der Tesla-Supercharger. Die bevorstehende europäische Ankündigung schließt somit eine Lücke, die in anderen Regionen bereits geschlossen wurde. Dies zeigt, dass Volvo seine globale Strategie zur Unterstützung von Elektrofahrzeugen und deren Infrastruktur kontinuierlich vorantreibt.

    Die Integration der Tesla-Supercharger in das Volvo-Netzwerk ist nicht nur ein Gewinn für die Fahrer:innen, sondern könnte auch weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Elektromobilitätslandschaft in Europa haben. Durch den Zugang zu einem der größten und am weitesten verbreiteten Schnellladenetze wird die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen weiter gefördert, was wiederum die Bemühungen um eine nachhaltigere Mobilität unterstützt.

    Diese Entwicklung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die europäische Automobilindustrie unter Druck steht, ihre Elektromobilitätsstrategien zu beschleunigen, um den steigenden Anforderungen an umweltfreundliche Fahrzeuge gerecht zu werden. Mit der Erweiterung des Ladeangebots könnte Volvo eine Vorreiterrolle einnehmen und den Wettbewerb in der Branche beleben.

    Insgesamt stellt die Ankündigung, dass 20.000 Tesla Supercharger für Volvo nutzbar sein werden, einen bedeutenden Fortschritt in der Elektromobilitätsstrategie des Unternehmens dar. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Initiative auf die Nutzererfahrungen und die Marktposition von Volvo in der Zukunft auswirken wird.

  • Volvo gibt E-Gebrauchtwagen-Käufern Batteriegarantie

    Volvo gibt E-Gebrauchtwagen-Käufern Batteriegarantie

    LGR Reutlingen – 31 Mai 2026 | Volvo erweitert sein Gebrauchtwagenprogramm und bietet ab dem 1. Juli 2026 eine Batteriegarantie für Käufer von zertifizierten Elektroautos und Plug-in-Hybriden an. Dieses neue Angebot, das in Zusammenarbeit mit CarGarantie entwickelt wurde, ermöglicht eine Verlängerung der bestehenden Garantie auf bis zu elf Jahre. Käufer können diese erweiterte Garantie bei teilnehmenden Volvo Vertragshändlern abschließen und profitieren dabei von einem umfassenden Schutz gegen technische Defekte.

    Die Grundlage für die neue Batteriegarantie bildet ein sogenanntes State-of-Health-Zertifikat, das den Zustand der Hochvoltbatterie durch einen externen Dienstleister prüft und dokumentiert. Dieses Zertifikat informiert Käufer über den aktuellen Batteriezustand und ist Voraussetzung für den erweiterten Garantieschutz. Der Schutz gilt ohne Kilometerbegrenzung und deckt außergewöhnliche Leistungsabfälle ab, die durch Produktions- oder Materialfehler entstehen können, einschließlich der Kosten für Reparatur oder Austausch der Batterie.

    Herrik van der Gaag, Geschäftsführer von Volvo Car Germany, erläutert, dass die Entscheidung zur Einführung dieser Garantie auf die steigende Nachfrage nach elektrifizierten Gebrauchtwagen reagiert. „Mit der erweiterten Batteriegarantie reagieren wir auf die wachsende Nachfrage nach elektrifizierten Gebrauchtwagen“, so van der Gaag. Er unterstreicht zudem, dass die neue Garantie die bestehende Hersteller-Garantie von acht Jahren oder 160.000 Kilometern ergänzt und somit den Fahrern von Volvo Fahrzeugen die Sorge nimmt, dass die Reichweite ihrer Elektroautos unerwartet nachlässt.

    Um in das Volvo Selekt Programm aufgenommen zu werden, müssen die Fahrzeuge strengen Kriterien genügen. Es dürfen nur Autos angeboten werden, die jünger als fünf Jahre sind und weniger als 150.000 Kilometer gefahren wurden. Jedes Fahrzeug durchläuft darüber hinaus einen umfassenden 100-Punkte-Check und eine Überprüfung der Servicehistorie. Für Elektro- und Plug-in-Hybridmodelle kommt das SOH-Zertifikat hinzu, das den Batteriezustand unabhängig dokumentiert.

    Die Volvo Selekt Garantie gilt zunächst für zwölf Monate und kann gegen einen Aufpreis auf bis zu 36 Monate verlängert werden, sofern das Fahrzeug zum Zeitpunkt des Abschlusses nicht älter als zehn Jahre ist und maximal 200.000 Kilometer auf dem Tacho hat. Die Preise für diese Garantie variieren je nach Modell, Alter und Laufleistung. Das Angebot umfasst das gesamte elektrifizierte Produktportfolio von Volvo, einschließlich des kompakten EX30, der Modelle der 40er-Serie sowie des EX90 und dem XC90 Plug-in-Hybrid.

    Volvo zeigt mit dieser Maßnahme nicht nur Verantwortung gegenüber seinen Kunden, sondern auch ein starkes Engagement für die Elektromobilität. Angesichts der wachsenden Bedeutung von nachhaltigen Fahrzeugen auf dem Markt ist es für Hersteller wie Volvo entscheidend, das Vertrauen der Käufer zu gewinnen und zu erhalten. Die Einführung einer Batteriegarantie könnte entscheidend dazu beitragen, die Unsicherheit potenzieller Käufer zu verringern und die Nachfrage nach gebrauchten Elektrofahrzeugen weiter zu steigern.

  • Bosch-Aufsichtsratschef: Den Wandel „dynamisch mitgehen“

    Bosch-Aufsichtsratschef: Den Wandel „dynamisch mitgehen“

    LGR Reutlingen – 31 Mai 2026 | Stefan Asenkerschbaumer, der Aufsichtsratsvorsitzende von Bosch, hat in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die aktuellen Herausforderungen der europäischen Automobilbranche erörtert. Besonders die Zulieferer stehen unter Druck, da die globalen Produktionszahlen stagnieren und in Europa sogar rückläufig sind. Bosch, als größter Autozulieferer weltweit, hat angekündigt, in seiner Autosparte 22.000 Stellen abzubauen. Trotz dieser düsteren Aussichten zeigt sich Asenkerschbaumer optimistisch und betont, dass das Unternehmen im Bereich des automatisierten Fahrens gut aufgestellt sei.

    Die Situation für Bosch ist nicht nur wegen der stagnierenden Autoproduktion herausfordernd, sondern auch aufgrund der signifikant rückläufigen Wertschöpfungstiefe in der Antriebstechnik, dem wichtigsten Geschäftsfeld des Unternehmens. Während ursprünglich ein Abbau von 12.000 Stellen bis Anfang 2025 geplant war, hat Bosch nun die Zahl auf insgesamt 28.000 Stellen über alle Sparten hinweg erhöht. Dies zeigt, wie stark die Transformation der Branche die Strukturen im Unternehmen betrifft.

    Blick in die Zukunft: Optimismus trotz Krisensymptome

    Trotz der angespannten Lage bleibt der Aufsichtsratschef optimistisch: „Wir blicken zuversichtlich in die Zukunft. Durch unsere Innovationskraft gehen wir den Wandel dynamisch mit und stellen uns den strukturellen Veränderungen.“ Insbesondere im Bereich des „Vehicle Motion Management“, welches die elektronische Steuerung von Lenkung, Bremse, Dämpfung und Fahrwerk umfasst, sieht Bosch seine Stärke. Asenkerschbaumer hebt hervor: „Auch beim automatisierten Fahren gibt es kaum einen Zulieferer, der eine so breite Kompetenz hat wie Bosch.“

    Die Transformation hin zur Elektromobilität bringt jedoch auch Unsicherheiten mit sich. Uneindeutige politische Signale, wie etwa das Zurückrudern Deutschlands bei den CO₂-Zielen der EU, machen es den Unternehmen schwer, klare Strategien zu entwickeln. Bosch hat in der Vergangenheit hohe Summen in die Elektromobilität investiert, plant jedoch nun Rückschritte in diesem Bereich.

    „Fehler“ bei den Investitionen in die Elektromobilität sieht Asenkerschbaumer nicht, da 99 Prozent der Marktteilnehmer ähnliche Erwartungen hatten. „Keiner kann von sich behaupten, in den nächsten 100 Jahren alle Zukunftsinvestitionen richtig zu setzen. Das ist Unternehmertum, Unsicherheit gehört dazu. Nichts zu tun und abzuwarten, wäre aber auch falsch“, so der Aufsichtsratschef.

    Der Einstieg in die Batteriezellenproduktion hält Asenkerschbaumer für zu riskant. „Wir hätten 20 Milliarden Euro investieren müssen, um auf einen Marktanteil von 20 Prozent zu kommen. Dieses Geld hätte uns dann für andere Investitionen gefehlt.“ Hinzu kommt, dass die Abhängigkeiten bei der Batteriezelle groß sind, insbesondere in Bezug auf Rohstoffe, die 75 Prozent der Herstellungskosten ausmachen.

    Eigenverantwortung der Unternehmen und die Herausforderung für Europa

    Asenkerschbaumer betont die Notwendigkeit, ein starkes Ökosystem in Europa aufzubauen, das alle Akteure von Rohstofflieferanten über Produzenten bis hin zu den Kunden umfasst. Er warnt, dass Europa im Vergleich zu China, das mit seinen Fünfjahresplänen und deren Umsetzung sehr viel weiter ist, unter Druck steht. „Die Politik muss sich in einem sehr dynamischen Umfeld langfristige Ziele setzen“, fordert er.

    Dennoch mahnt er zur Eigenverantwortung der Unternehmen, ihre Marktaussichten zu bewerten, insbesondere wenn die Politik, wie im Fall der Elektromobilität, nicht die versprochenen Rahmenbedingungen schafft. Bosch konzentriert sich daher auf eine umfassende Restrukturierung des Unternehmens. „Die Auslastung der Automobilhersteller in Europa liegt nur noch knapp über 60 Prozent, und das spüren wir in Deutschland“, erklärt Asenkerschbaumer. Internationale Standorte seien ebenfalls betroffen, und er warnt: „Es wäre fatal, nur abzuwarten und mit Umsätzen aus dem Ausland das Geschäft im Inland zu stützen.“

    Der Aufsichtsratsvorsitzende ist jedoch überzeugt, dass die europäische Automobilindustrie nicht zum Scheitern verurteilt ist. Er sieht großes Potenzial, insbesondere in der Vollendung des europäischen Binnenmarktes, die einen massiven Bürokratieabbau erfordert. „Wir müssen den Mut haben, dieses Projekt voranzutreiben, auch wenn es mühselig und langwierig ist“, sagt er und fordert konkrete Maßnahmen statt Klagen über die Situation.

    Was die Wettbewerbsfähigkeit von Bosch betrifft, zeigt sich Asenkerschbaumer „vorsichtig optimistisch“ für das Jahr 2026, nachdem der operative Gewinn 2025 positiv war. Mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau im ersten Quartal 2026 plant das Unternehmen, die Ergebnisse weiter zu verbessern. Doch die geopolitischen Spannungen, insbesondere der Irankrieg, könnten zu höheren Preisen und Ausfällen bei Vorprodukten führen, deren Auswirkungen noch nicht absehbar sind. „Das ist hochkomplex und kann noch keiner abschätzen. Da müssen wir die nächsten Monate abwarten“, schließt Asenkerschbaumer.

  • Revolution in der Batterietechnologie: Magnesiumbatterie mit neuer Zinn-Anode übertrifft Erwartungen

    Revolution in der Batterietechnologie: Magnesiumbatterie mit neuer Zinn-Anode übertrifft Erwartungen

    LGR Reutlingen – 31 Mai 2026 | Die Magnesiumbatterie, ein vielversprechender Kandidat zur Ergänzung der Lithium-Ionen-Technologie, hat einen bedeutenden Fortschritt erzielt: Ein internationales Forscherteam hat eine neue Zinn-Anode entwickelt, die in Labortests 440-mal leistungsfähiger ist als herkömmliche Magnesiumanoden. Diese Entdeckung könnte die Entwicklung langlebiger und effizienter Energiespeicher revolutionieren.

    Magnesium gilt als hervorragendes Anodenmaterial für zukünftige Batteriesysteme. Das Metall, das nicht nur kostengünstig ist, sondern auch eine hohe volumetrische Kapazität von 3.833 Milliamperestunden pro Kubikzentimeter aufweist, ist zudem reichlich verfügbar. Trotz dieser Vorteile war die Entwicklung bisher durch die hohe Reaktivität des Metalls an Grenzflächen eingeschränkt, die zu einer schnellen Abnutzung der Anode führte. Eine isolierende Passivierungsschicht, die sich spontan auf der Oberfläche des Metalls bildet, behindert den Transport geladener Ionen und führt zu einer fortschreitenden Polarisation der Batterie.

    Das Forscherteam, angeführt von Qian Wang, Hao Li und Yigang Yan, hat jedoch einen innovativen Ansatz verfolgt, um diese Herausforderung zu meistern. Durch die Auswertung von über 2.200 Materialverbindungen identifizierten sie die vielversprechendsten Optionen für die Anodenentwicklung. Nach intensiven Tests und computerunterstützten Analysen filterten sie 596 stabile Kandidaten heraus und konzentrierten sich auf fünf Elemente, die sich gut für die Legierung mit Magnesium eignen: Calcium, Aluminium, Zinn, Wismut und Lanthan.

    Die Wahl fiel schließlich auf eine spezielle Magnesium-Zinn-Verbindung, bekannt als Mg2Sn, die sich als optimale Zusatzstruktur herausstellte. Die elektrochemischen Messungen zeigten, dass diese neue Anode eine Spitzenstromdichte erreicht, die das Niveau von reinem Magnesium um über das 440-fache übertrifft. Bei konstanten Betriebstemperaturen von 50 Grad Celsius blieb die Testzelle über beeindruckende 1.300 Stunden stabil, während die Überspannung konstant unter 0,05 Volt blieb.

    Im Vergleich dazu versagten andere untersuchte Mischungen wie Calcium, Aluminium und Lanthan bereits nach 60, 180 beziehungsweise 220 Stunden. Diese Ergebnisse ermöglichen es dem Team, allgemeine Richtlinien für den Bau langlebiger Feststoffbatterien abzuleiten. Eine der zentralen Erkenntnisse ist, dass die Zusatzstruktur ein durchgängiges und stabiles Netzwerk bilden muss, um die chemischen Reaktionen gleichmäßig im gesamten Material zu verteilen.

    Zusätzlich ist es entscheidend, die Reaktivität an den Grenzflächen kontrolliert in Gang zu setzen, während gleichzeitig durchgängige Leitungswege aus dem Magnesium-Grundmaterial erhalten bleiben. Diese Prinzipien verknüpfen das energetische Verhalten an den Kontaktflächen, die räumliche Anordnung der Materialstrukturen sowie die Geschwindigkeit der chemisch-elektrischen Reaktionen. Damit können besonders robuste Batterie-Pole aus Magnesium entwickelt werden.

    Die Fortschritte in der Magnesiumbatterie-Technologie mit der neuen Zinn-Anode könnten weitreichende Auswirkungen auf die Elektromobilität und die Speicherung erneuerbarer Energien haben. Da die Welt zunehmend auf nachhaltige Energiequellen angewiesen ist, wird die Entwicklung effizienter und langlebiger Batterien immer wichtiger. Diese neue Technologie könnte dazu beitragen, die Abhängigkeit von Lithium-Ionen-Akkus zu verringern und die Energiewende voranzutreiben.

    Die Forschungsergebnisse zeigen nicht nur das Potenzial von Magnesiumbatterien, sondern auch die Bedeutung interdisziplinärer Ansätze in der Materialwissenschaft. Die Kombination aus modernen Computertechniken und traditioneller experimenteller Forschung hat es dem Team ermöglicht, einen bedeutenden Schritt in Richtung einer nachhaltigen Energiezukunft zu machen. Mit weiteren Entwicklungen werden Magnesiumbatterien möglicherweise bald eine zentrale Rolle in der Energielandschaft spielen.

  • Stellantis: E-Auto muss besser sein, nicht nur billiger

    Stellantis: E-Auto muss besser sein, nicht nur billiger

    LGR Reutlingen – 31 Mai 2026 | Auf dem Branchenevent Automotive Masterminds 2026 in Berlin hat Dr. Joachim Kahmann, Senior Vice President Purchasing EE & Modules bei Stellantis, eindrucksvoll dargelegt, was nötig ist, damit die Elektromobilität in Europa nachhaltig erfolgreich wird. Im Vorjahr sorgte Kahmann bereits mit einer klaren Diagnose für Aufsehen: Die Erfolgsformeln der traditionellen Automobilhersteller sind für die Zukunft nicht mehr ausreichend. In seinem diesjährigen Vortrag stellte er die strategischen Überlegungen vor, die aus dieser Erkenntnis folgen.

    Kahmann widersprach der weit verbreiteten Annahme, dass ein Elektrofahrzeug automatisch erfolgreich sei, wenn es zum Preis eines Verbrenners angeboten wird. “Das ist zu simpel”, betonte er. Der Umstieg auf ein E-Auto bringe grundlegende Veränderungen in den Fahrgewohnheiten mit sich und erfordere neue Ansätze in Bezug auf Laden, Reichweite und alltägliche Nutzung. Es handelt sich um eine Innovation, die einem bekannten Muster folgt.

    Der Innovationsadoptionszyklus nach Rogers zeigt, dass in China der Anteil an Elektrofahrzeugen bei Neuwagen inzwischen bei fast 38 Prozent liegt. Dort ist die frühe Mehrheit bereits erreicht, und der Markt nähert sich der späten Mehrheit. In den USA liegt dieser Anteil bei gerade einmal 8 Prozent, während Europa im Jahr 2025 bei 17,4 Prozent stehen wird – genau an der Schwelle zwischen frühen Nutzern und der frühen Mehrheit. “Aus der Perspektive der Kunden ist das aufregend. Aus Sicht eines Automobilherstellers ist das alarmierend”, so Kahmann.

    Die aktuelle Marktdynamik bedeutet für alle, die zögern, ein Risiko: Marktanteile könnten verloren gehen. Kahmann warnte, dass neue Anbieter in den Markt drängen, und die Markentreue der Kunden an Bedeutung verliert. Wer in dieser Zeit nach einem E-Auto sucht, wird sich für das beste Angebot entscheiden. Ein Blick auf China verdeutlicht, was Europa in den kommenden Jahren bevorsteht.

    Dennoch betonte Kahmann, dass Stellantis als traditioneller Automobilhersteller alle drei Kundengruppen gleichzeitig bedienen müsse: die frühe Mehrheit, die auf ein besseres Elektroauto wartet; die späte Mehrheit, die noch nicht bereit ist und gut mit Hybrid- oder Mildhybridlösungen bedient werden kann; sowie die Nachzügler, die an Elektrifizierung kein Interesse haben. Für diese letztere Gruppe wurde in den USA der 5,7-Liter-V8-HEMI-Motor im Ram-Truck angekündigt – eine klare Abkehr von der Elektrifizierung. Die Verkaufszahlen des Trucks sind entsprechend gut. Trotzdem ließ Kahmann keinen Zweifel daran, dass die Zukunft des Unternehmens mit der frühen Mehrheit entschieden wird.

    Doch wie kann es gelingen, E-Autos tatsächlich zu besseren Fahrzeugen zu machen, und das zu einem bezahlbaren Preis? Kahmann nannte drei revolutionäre Ansätze in der Fahrzeugarchitektur, die dafür erforderlich sind. Erstens müsse der elektrische Antriebsstrang von einzelnen Komponenten zu integrierten Systemen weiterentwickelt werden – wie es BYD mit einem Zwölf-in-eins-System vorzeigt. Zweitens sollte die elektronische Fahrzeugarchitektur durch die Zentralisierung der Recheneinheiten und die Reduzierung der Steuergeräte vereinfacht werden. Drittens ist eine Trennung von Hardware und Software notwendig, indem ein fahrzeugeigenes Betriebssystem entwickelt wird, das den Entwicklungsaufwand und die Validierungszeit erheblich reduziert.

    Diese Maßnahmen schaffen die wirtschaftliche Basis für das, was Kahmann als echten Gamechanger betrachtet: autonomes Fahren. In China haben Level-2-plus-Systeme mit urbaner Navigation, also adressbasiertes, freihandloses Fahren, bereits einen Marktanteil von 50 Prozent innerhalb eines Jahres erreicht. Kunden entscheiden sich explizit wegen dieser Funktion für Fahrzeuge. “Die Art, wie wir das Auto nutzen, verändert sich dramatisch. Heute ist es persönliche Mobilität – es wird zu einem mobilen Privatraum”, erklärte Kahmann.

    Sein eindringlicher Appell an die Branche war unmissverständlich: Die Herausforderung für Stellantis besteht darin, einerseits das bestehende Geschäft mit Kunden zu bedienen, die noch nicht wechselwillig sind, und andererseits die notwendigen Revolutionen in Architektur und Software konsequent voranzutreiben – und das alles unter hohem Zeitdruck. Die chinesischen Wettbewerber rücken mit hoher Geschwindigkeit nach. “Wir haben keine Zeit zum Nachdenken. Wir müssen uns als gesamte Industrie bewegen”, forderte Kahmann. Mit einem Blick in den Saal fügte er hinzu: “Alle Hände an Deck.”

  • Sind Smartphones die schlimmste Droge aller Zeiten? Ein Blick hinter die Kulissen der digitalen Abhängigkeit

    Sind Smartphones die schlimmste Droge aller Zeiten? Ein Blick hinter die Kulissen der digitalen Abhängigkeit

    LGR Reutlingen – 31 Mai 2026 | Im neuesten Podcast von BASIC thinking mit dem Titel “Sind Smartphones die schlimmste Droge aller Zeiten?” wird eine brisante Diskussion über die Auswirkungen unserer ständigen digitalen Begleiter geführt. Die Frage, ob Smartphones als die gefährlichste Droge der heutigen Zeit gelten können, steht im Zentrum dieser Episode. Experten und Gäste beleuchten die psychologischen und sozialen Implikationen, die mit der omnipräsenten Nutzung von Smartphones einhergehen.

    Der Podcast “BREAK/THE WEEK” bietet wöchentlich spannende Einblicke in die Tech-Welt und beleuchtet aktuelle Themen, die nicht nur Technikenthusiasten, sondern auch die breite Öffentlichkeit betreffen. In der aktuellen Folge wird auf den digitalen Dauerstress eingegangen, den viele Menschen im Alltag erleben. Statistiken zeigen, dass 81 Prozent der Befragten stündlich ihr Smartphone nutzen, was auf eine besorgniserregende Abhängigkeit hindeutet.

    Ein weiterer interessanter Aspekt der Episode ist die Diskussion über Künstliche Intelligenz (KI) in der Literatur und Justiz. Hierbei wird das KI-System “ALeKS” in Bayern erwähnt, das Gerichtsentscheidungen anonymisiert und somit zur Transparenz in der Justiz beiträgt. Dies wirft Fragen zur Rolle der KI in sensiblen Bereichen auf und regt zum Nachdenken an.

    Die Episode beleuchtet auch die Entwicklungen im Bereich der Elektromobilität, insbesondere in Skandinavien, wo bereits zwei von drei Neuwagen Elektroautos sind. Diese Trends zeigen, wie schnell sich Technologien entwickeln und welche Auswirkungen sie auf unseren Alltag haben.

    Ein weiteres Thema, das in der Diskussion angesprochen wird, ist die neue Strategie von Spotify. Das Unternehmen hat kürzlich entschieden, sein 3D-Logo zurückzuziehen, während die Integration von KI in der App weiterhin vorangetrieben wird. Dies unterstreicht den Einfluss von KI auf die Medienlandschaft und wie Unternehmen sich anpassen müssen, um relevant zu bleiben.

    Der Podcast diskutiert auch die Vorteile von Solarzellen in Elektroautos, die bis zu 80 Prozent mehr Reichweite versprechen. Dies wirft die Frage auf, ob solche Technologien realistisch sind oder lediglich Wunschdenken darstellen.

    Ein weiteres Highlight der Episode ist das Interview mit der Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk, die ihre Sicht auf den Einfluss von KI in der Literatur teilt. Sie betont, dass KI zwar inspirierend sein kann, aber die Auslagerung kreativer Prozesse nicht akzeptabel ist.

    Abschließend lässt sich sagen, dass der Podcast “Sind Smartphones die schlimmste Droge aller Zeiten?” nicht nur unterhaltsam, sondern auch informativ ist. Die Themen sind hochaktuell und regen zum Nachdenken an über unseren Umgang mit Technologie und den Herausforderungen der modernen Welt. Wer keine Folge verpassen möchte, kann den Podcast kostenlos auf Plattformen wie Spotify, Apple Podcasts und vielen anderen abonnieren.

  • VinFast VF 8 erhält erstes großes Update seit Marktstart

    VinFast VF 8 erhält erstes großes Update seit Marktstart

    LGR Reutlingen – 28 Mai 2026 | VinFast hat mit der Vorstellung der überarbeiteten Generation des VF 8 ein bedeutendes Update für sein Elektro-SUV im D-Segment präsentiert. Dieses Update stellt den ersten größeren Technologiesprung des Modells seit seiner Markteinführung dar und umfasst umfassende Änderungen an Fahrwerk, Elektronikarchitektur sowie Antrieb.

    Das äußere Design des VF 8 orientiert sich an der von VinFast als „Tech Fluid“ bezeichneten Gestaltungsphilosophie. Diese soll technische Funktionalität mit harmonischen, fließenden Formen verbinden. Der breite, glänzend schwarze Kühlergrill an der Front wird von flügelförmigen Tagfahrleuchten flankiert. Die Seitenlinie des Fahrzeugs steigt sanft nach hinten an, während die Heckpartie durch einen V-förmigen LED-Streifen und neu gestaltete Rückleuchten geprägt wird. Mit einer Länge von 4701 mm und einem Radstand von 2840 mm bietet der VF 8 auch ausreichend Platz für Insassen und Gepäck. Er ist mit 19-Zoll-Rädern ausgestattet und verfügt über eine Bodenfreiheit von 170 mm.

    Im Innenraum fällt das 12,9-Zoll-Infotainment-Display ins Auge, das das Armaturenbrett dominiert. Ergänzt wird dies durch ein separates Fahrerdisplay hinter dem Lenkrad. Der Innenraum selbst wird über eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik mit integrierter Luftionisierung klimatisiert. Der Fahrersitz ist sechsfach elektrisch verstellbar und bietet eine Memory-Funktion. Die Rücksitzbank lässt sich im Verhältnis 60:40 umklappen, was die Flexibilität beim Transport von Gepäck erhöht.

    Technische Neuerungen des VinFast VF 8

    Technisch basiert die neue Generation des VF 8 auf einer überarbeiteten Fahrwerksplattform, die mit frequenzselektiven Dämpfern (FSD) an beiden Achsen ausgestattet ist. Diese Technologie soll die Dämpfungseigenschaften in Echtzeit an die jeweiligen Straßenverhältnisse anpassen. Ferner hat VinFast eine neue elektrische und elektronische Systemarchitektur eingeführt, die auf dem Konzept des Software-Defined Vehicle (SDV) basiert. Ein zentraler Fahrzeugrechner, der Central Vehicle Computer, übernimmt die Koordination der Steuerungsfunktionen. VinFast hebt hervor, dass sowohl die Systemarchitektur als auch die Steuerungssoftware intern entwickelt wurden, was dem Unternehmen eine größere Kontrolle über die Technologie ermöglicht.

    Der Antrieb des VF 8 erfolgt durch einen Elektromotor mit einer Leistung von 170 kW (228 PS) und einem maximalen Drehmoment von 330 Nm, der die Vorderachse antreibt. Die nutzbare Batteriekapazität beträgt 60,13 kWh, und VinFast gibt an, dass eine Reichweite von bis zu 500 km nach NEFZ-Norm erzielt werden kann. Dies ist jedoch ein Wert, der unter realen Bedingungen wahrscheinlich niedriger ausfällt. Schnelles Laden von 10 auf 70 Prozent der Batteriekapazität soll in weniger als 30 Minuten möglich sein. Ergänzend zu diesem Antriebssystem kommt ein intern entwickeltes und patentiertes Wärmemanagementsystem zum Einsatz, das Batterie, Motor und Klimaanlage gemeinsam steuert.

    Markteinführung und Fahrerassistenzsysteme

    Die Fahrerassistenzsysteme des VF 8 sind ebenfalls bemerkenswert. Dazu zählen ein Autobahnassistent, adaptive Geschwindigkeitsregelung, Spurhalteassistent, Totwinkelwarnung sowie ein 360-Grad-Kamerasystem. Das Fahrzeug sowie die Assistenztechnologien sind darauf ausgelegt, den 5-Sterne-Standard des ASEAN NCAP zu erreichen.

    Die Vorbestellungen für den VinFast VF 8 beginnen am 27. Mai 2026 in Vietnam, sowohl über die offizielle Website als auch über das Händlernetz. Die ersten Auslieferungen sind für Ende Juli 2026 vorgesehen. VinFast bietet auf das Fahrzeug eine Garantie von sieben Jahren oder 160.000 km und auf die Batterie eine Garantie von acht Jahren oder 160.000 km. Informationen zu Preisen oder Märkten außerhalb Vietnams sind derzeit noch nicht bekannt.

  • E-Traktor mit Wechselakku: Herbert Diess nach VW setzt auf die Agrartechnik

    E-Traktor mit Wechselakku: Herbert Diess nach VW setzt auf die Agrartechnik

    LGR Reutlingen – 28 Mai 2026 | Herbert Diess, der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Volkswagen, hat mit seiner neuen Firma, der Diess E-Agrartechnik AG, ein ehrgeiziges Projekt ins Leben gerufen. Unter dem Motto “Diess nach VW: Jetzt kommt der E-Traktor mit Wechselakku” plant das Unternehmen, ab 2027 einen elektrischen Mittelklasse-Traktor auf den Markt zu bringen, der die Landwirtschaft revolutionieren soll.

    Das Konzept des neuen Traktors basiert auf einem innovativen Wechselakkusystem, das eine durchgehende Nutzung rund um die Uhr ermöglichen soll. Dies ist ein entscheidender Vorteil für landwirtschaftliche Betriebe, die oft lange Arbeitszeiten haben und auf zuverlässige Maschinen angewiesen sind. Der Traktor wird so konzipiert, dass er in beide Fahrtrichtungen steuerbar ist und mit einer Vielzahl von Anbaugeräten kompatibel ist, einschließlich Ladern, Mähwerken und Winterausrüstungen. Dadurch positioniert sich das Unternehmen als Anbieter einer universell einsetzbaren Zugmaschine, die flexibel auf unterschiedliche Betriebsanforderungen reagiert.

    Ein weiteres ambitioniertes Ziel von Diess E-Agrartechnik ist es, im ersten Jahr nach der Markteinführung preislich mit herkömmlichen Diesel-Traktoren konkurrieren zu können. Das Unternehmen gibt an, dass die Betriebskosten des E-Traktors um 50 Prozent unter denen konventioneller Traktoren liegen sollen. Dieses Versprechen stützt sich unter anderem auf den Einsatz von selbst erzeugtem Solarstrom. Landwirte könnten somit die Energie, die sie auf ihren eigenen Flächen produzieren, direkt für den Betrieb ihrer Maschinen nutzen.

    Herbert Diess betont, dass das Angebot über den Traktor hinausgehen wird. Geplant ist ein Gesamtsystem, das neben der Zugmaschine auch Ladewechselstationen, Solarladestationen und elektrische Anbaugeräte umfasst. Darüber hinaus denkt das Unternehmen langfristig über die Entwicklung von autonomen Landmaschinen nach. Um diese ehrgeizigen Pläne umzusetzen, hat Diess bereits einen etablierten Vertriebspartner für den deutschsprachigen Markt gewonnen und arbeitet mit weiteren Zulieferern zusammen.

    Aktuell sucht die Diess E-Agrartechnik AG eine Führungskraft mit Erfahrung in der Landwirtschaft, um ein weltweites Vertriebsnetz aufzubauen. Die Produktentwicklung läuft nach Unternehmensangaben planmäßig, und ein kompetentes Kernteam treibt das Vorhaben voran.

    Herbert Diess war im Sommer 2022 von Volkswagen ausgeschieden, nachdem es intern zu Differenzen über die Elektrostrategie gekommen war. Mit seiner Rückkehr in die Branche durch Diess E-Agrartechnik fokussiert er sich nun auf einen Sektor, in dem die Transformation zu elektrischen Antrieben noch in den Kinderschuhen steckt. Ob Diess jedoch die ambitionierten Preisversprechen und den Zeitplan zur Marktreife einhalten kann, bleibt abzuwarten.