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  • Gerichtsurteil: Google trägt Verantwortung für KI-generierte Inhalte

    Gerichtsurteil: Google trägt Verantwortung für KI-generierte Inhalte

    LGR Reutlingen – 15 Juni 2026 | In einem wegweisenden Urteil hat das Landgericht München I entschieden, dass Google für die durch Künstliche Intelligenz (KI) generierten Antworten haftbar gemacht werden kann. Dieses Urteil wirft die zentrale Frage auf: Ist Google jetzt ein Herausgeber? Das Gericht erließ eine einstweilige Verfügung, die es Google untersagt, falsche Behauptungen über zwei Münchner Verlage in seinen KI-Übersichten zu verbreiten, mit einer möglichen Geldstrafe von bis zu 250.000 Euro. Dies stellt einen bemerkenswerten Wandel in der rechtlichen Betrachtung von Suchmaschinen dar, die über Jahre hinweg als neutrale Vermittler galten.

    Traditionell genießen Suchmaschinen ein vergleichsweise komfortables Haftungsregime: Sie stehen nur dann in der Verantwortung, wenn sie über eine offensichtliche Rechtsverletzung informiert werden und nicht reagieren. Diese privilegierte Stellung als „indirekte Störer“ wurde in der EU unter anderem im Digital Services Act (DSA) verankert. Das Münchner Gericht jedoch erkannte, dass die KI-generierten Suchzusammenfassungen als eigene Inhalte von Google zu betrachten sind und nicht nur als einfache Suchergebnisse.

    Im konkreten Fall war ein Streit zwischen Google und zwei Verlagen entstanden, nachdem die KI-Übersichten bei Suchanfragen nach diesen Verlagen in Verbindung mit Begriffen wie „Betrug“ eigene Zusammenfassungen erzeugt hatten. Diese Inhalte behaupteten unter anderem, dass die Verlage für fragwürdige Geschäftspraktiken bekannt seien und Kunden in „Abofallen“ locken. Die Problemstellung dabei: Keines dieser Aussagen war in den verlinkten Quellen zu finden. Das Gericht stellte fest, dass die KI Informationen über andere, tatsächlich fragwürdige Unternehmen mit den Klägern vermischt hatte, was als klassischer Fall einer KI-Halluzination gilt.

    Google verteidigte sich mit dem Argument, dass es lediglich Informationen von Drittanbietern automatisiert anzeige und diese nicht als eigene Inhalte ansehe. Das Gericht wies diese Sichtweise zurück und klassifizierte Google als direkten Störer, der für die Inhalte direkt verantwortlich ist. Dies liegt daran, dass die KI-Übersichten weit über das bloße Verlinken von Webseiten hinausgehen. Sie fassen Informationen zusammen, strukturieren diese und stellen neue, eigenständige Aussagen dar – teilweise Aussagen, die in den zugrunde liegenden Quellen gar nicht vorhanden sind. Aus Sicht der Nutzer erscheinen die KI-Zusammenfassungen als direkte Informationen von Google und nicht als einfache Weiterleitung von Inhalten Dritter.

    Zusätzlich wies das Gericht den Einwand zurück, dass Nutzer die Antworten der KI selbst anhand der verlinkten Quellen überprüfen könnten. Im Gegenteil, ein solches Vorgehen würde den praktischen Wert der Zusammenfassungen erheblich schmälern. Zudem stellte das Gericht fest, dass es für Google zumutbar sei, die eigenen KI-Aussagen mit den verwendeten Quellen abzugleichen. Ein kleiner Teil der Klage wurde jedoch abgewiesen: Google darf weiterhin angeben, dass die Kläger mit einem Inkassobüro zusammenarbeiten, da die Verlage nicht ausreichend darlegen konnten, dass diese spezifische Behauptung unwahr ist. Dennoch muss Google 80 Prozent der Verfahrenskosten tragen.

    Ist Google nun ein Herausgeber?

    Diese Entscheidung berührt eine Debatte, die so alt ist wie das kommerzielle Internet selbst: Sind Tech-Plattformen neutrale Übertragungswege für Inhalte Dritter oder Herausgeber, die für ihre Veröffentlichungen verantwortlich sind? In der Vergangenheit haben Gesetzgeber und Gerichte diese Frage in der Regel zugunsten der Plattformen beantwortet. Das Münchner Gericht zieht nun eine klare Grenze: Sobald ein System eigenständig kohärente Texte aus Drittquellen formuliert, ähnelt es funktional einem redaktionellen Produkt mehr als einem Akt der Vermittlung.

    Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt des Urteils ist die Bewertung in Bezug auf die Grundrechte: KI-generierte Aussagen sind der Ausdruck eines Algorithmus und nicht einer Überzeugung, die jemand gebildet hat. Daher genießen sie einen schwächeren Schutz als menschliche Meinungsäußerungen. In der Abwägung der Rechte überwogen die Persönlichkeitsrechte der Verlage das Interesse von Google an Meinungsfreiheit und kommerzieller Betätigung.

    Obwohl das Urteil Google nicht formal als „Herausgeber“ im presse-rechtlichen Sinne einstuft, ist es dennoch ein bedeutender Schritt, der die bestehende Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu Suchmaschinen explizit in Frage stellt. Ein Berufungsverfahren wird als wahrscheinlich angesehen. Interessanterweise steht dieses Urteil im Kontrast zu einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt im September 2025, wo die Kammer zwar die Haftung für KI-Zusammenfassungen nicht grundsätzlich ausschloss, jedoch den spezifischen Antrag auf einstweilige Verfügung abwies. München geht nun einen Schritt weiter.

    Was bedeutet das für Google und andere KI-Anbieter? Sollte sich die Argumentation des Münchner Gerichts durchsetzen, steht Google vor einem strukturellen Dilemma. Entweder muss das Unternehmen sicherstellen, dass die Aussagen in den KI-Übersichten faktisch korrekt sind – was angesichts des aktuellen Standes der generativen KI und ihrer Halluzinationstendenzen kaum vollständig gewährleistet werden kann – oder es muss die KI-Antworten viel enger an die verlinkten Quellen anpassen. Letzteres könnte paradoxerweise gerade den Verlagen zugutekommen, die seit der Einführung der KI-Übersichten über Rückgänge in Reichweite und Traffic klagen, da ihre Inhalte nun zusammengefasst und nicht mehr verlinkt werden.

    Über den Einzelfall hinaus stellt sich die Frage, wie weit die Logik des Urteils reicht. Das Argument, dass jeder, der eigenständig Inhalte generiert, direkt dafür haftet, könnte prinzipiell auch auf KI-Chatbots wie ChatGPT, Gemini oder Claude angewendet werden, deren Antworten ebenfalls eigenständig formulierte Texte sind. In jedem Fall haben Unternehmen und Einzelpersonen, über die KI-Systeme falsche Behauptungen aufstellen, nun einen ersten Referenzfall aus München, der zeigt, dass rechtliche Schritte erfolgreich sein können.

  • Anthropic entschuldigt sich für die geheimen Sabotagepraktiken bei Fable 5

    Anthropic entschuldigt sich für die geheimen Sabotagepraktiken bei Fable 5

    LGR Reutlingen – 15 Juni 2026 | Am 9. Juni hätte für Anthropic ein großer Tag sein sollen, als das Unternehmen sein neuestes AI-Modell, Claude Fable 5, der Öffentlichkeit vorstellte. Dieses Modell der neuen ‘Mythos’-Klasse wurde lange Zeit als zu riskant für eine öffentliche Freigabe angesehen. Statt des erhofften Triumphes folgte jedoch innerhalb kürzester Zeit ein Skandal um mangelnde Transparenz, der die AI-Community in Aufruhr versetzte. Der Auslöser war ein Absatz in der umfangreichen System Card des Modells, der die geheimen Schutzmaßnahmen erläuterte, die für User nicht erkennbar waren.

    Anthropic hatte Fable 5 mit speziellen Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet, die insbesondere für „Hochrisiko-Anfragen“ gelten. Während in den meisten dieser Bereiche — wie in der Cybersecurity oder der Chemie — problematische Anfragen automatisch an das ältere Modell Claude Opus 4.8 weitergeleitet wurden, geschah dies nicht für Anfragen zur sogenannten Distillation. Bei dieser Technik werden kleinere AI-Modelle anhand der Ausgaben größerer Modelle trainiert. Erkannten die Algorithmen von Fable 5 eine Anfrage als mutmaßlichen Versuch zur Distillation, wurden die Antworten heimlich verändert und verschlechtert, ohne dass die Nutzer:innen darüber informiert wurden.

    In der System Card beschrieb Anthropic offen, dass Methoden wie Prompt-Modifikation und Steering Vectors zum Einsatz kommen, um die Effektivität des Modells zu begrenzen. Die Problematik: Während bei anderen Einsatzgebieten die Schutzmaßnahmen für Nutzer:innen sichtbar sind, arbeiteten die Distillation-Guardrails im Verborgenen. Dies führte dazu, dass Nutzer:innen schlechtere Antworten erhielten, ohne es zu wissen, was das Vertrauen in die Ergebnisse stark beeinträchtigte.

    Die Reaktionen aus der AI-Community ließen nicht lange auf sich warten. Nur Stunden nach der Veröffentlichung brach auf Social Media eine Welle der Kritik los. Forscher, Entwickler und Policy-Experten warfen Anthropic vor, heimliche Sabotage an den eigenen Nutzer:innen zu betreiben. Der renommierte AI-Forscher Ethan Caballero äußerte sich auf der Plattform X, dass die Drosselung von Fable 5 für AI-Forschung die heftigste Reaktion ausgelöst habe, die er je erlebt habe. Andrej Karpathy, Mitgründer von OpenAI und seit Mai bei Anthropic, nannte zwar den Release ‘super spannend’, räumte jedoch ein, dass die Sicherheitsvorkehrungen ‘etwas zu schnell’ auslösten.

    Besonders kritisch äußerte sich die Cybersecurity-Community über die Unbrauchbarkeit von Fable 5 für sicherheitsrelevante Arbeiten. Da Anfragen zu Schwachstellen automatisch auf das schwächere Modell Opus 4.8 zurückfielen, war es Sicherheitsforschern nicht möglich, das leistungsstärkste Modell für ihre Kernaufgabe, das Aufspüren von Sicherheitslücken, zu nutzen. Dies ist besonders pikant, da die verwandten Mythos-Modelle in Tests im April über 23.000 kritische Schwachstellen in großen Code-Repositories identifiziert hatten.

    In Reaktion auf die massiven Vorwürfe entschuldigte sich Anthropic schnell und deutlich. In einer Erklärung gegenüber Wired äußerte das Unternehmen: ‘Wir haben den falschen Trade-off gemacht und entschuldigen uns dafür, dass wir die Balance nicht richtig getroffen haben.’ Die geheimen Schutzmaßnahmen gegen Distillation sollen abgeschafft werden. Zukünftig werden solche Anfragen wie andere Hochrisiko-Anfragen behandelt: Sie fallen auf Claude Opus 4.8 zurück, und Nutzer:innen werden darüber informiert. Anthropic versicherte, dass Nutzer:innen bei jeder betroffenen Anfrage eine Benachrichtigung erhalten werden.

    Der Zeitpunkt dieser Entschuldigung ist für Anthropic besonders heikel. Nur eine Woche vor dem Launch von Fable hatte das Unternehmen seine IPO-Unterlagen vertraulich eingereicht. Ein Skandal um Transparenz ist das Letzte, was ein Unternehmen auf dem Weg an die Börse gebrauchen kann.

    Doch was sind eigentlich Guardrails? Guardrails, zu Deutsch ‘Leitplanken’, sind Schutzmechanismen, die das Verhalten von AI-Modellen in bestimmte Bahnen lenken sollen. Sie verhindern, dass Modelle schädliche, gefährliche oder unerwünschte Inhalte ausgeben. Technisch gibt es verschiedene Ansätze, um dies zu erreichen: Klassifikatoren können problematische Anfragen erkennen und blockieren oder umleiten. Beim Training werden den Modellen bestimmte Anfragen beigebracht, die sie ablehnen sollen. Der Fall von Fable 5 zeigt jedoch, dass diese Schutzmechanismen auch nachträglich auf die Ausgaben eines Modells angewendet werden können.

    Das Problem bei Fable 5 lag darin, dass die Distillation-Guardrails im Verborgenen arbeiteten. Nutzer:innen erhielten minderwertige Antworten, ohne es zu wissen, was die Nachvollziehbarkeit und Zuverlässigkeit der Ergebnisse erheblich beeinträchtigte. Für Forscher, die mit diesen Outputs arbeiten, ist dies ein fundamentales Problem, da Wissenschaft auf verlässliche und nachvollziehbare Werkzeuge angewiesen ist.

    Dieser Vorfall bringt ein Dilemma ans Licht, mit dem alle führenden AI-Labore konfrontiert sind: Je leistungsfähiger die Modelle, desto größer ist das Potenzial für Missbrauch, was den Druck erhöht, Schutzmaßnahmen einzubauen. Gleichzeitig erwarten zahlende Kund:innen und die Forschungs-Community volle Transparenz darüber, was ein AI-Werkzeug leisten kann und was nicht. Anthropics Lektion aus dieser Woche ist klar: Sicherheit ja — aber nicht im Geheimen.

  • Brückner System GmbH: Ein ERP-Anbieter mit solider Marktpräsenz

    Brückner System GmbH: Ein ERP-Anbieter mit solider Marktpräsenz

    LGR Reutlingen – 15 Juni 2026 | Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung im B2B-Handel wird die Auswahl leistungsstarker Softwaresysteme zur effizienten Steuerung komplexer Unternehmensprozesse immer wichtiger. Ein interessanter Anbieter auf diesem Gebiet ist die Brückner System GmbH, die mit ihrer ERP-Lösung “WinAB” auf dem deutschen Markt agiert. Das Unternehmen, ansässig im schleswig-holsteinischen Pinneberg, blickt auf eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte zurück und hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1999 einen soliden Kundenstamm erarbeitet.

    Die Brückner System GmbH beschäftigt ein engagiertes Team von 25 Mitarbeiter:innen, die aktuell rund 350 Kund:innen betreuen. Im letzten Geschäftsjahr konnte das Unternehmen einen Umsatz von 1,7 Millionen Euro erzielen. Die lange Marktpräsenz und das stetige Wachstum zeugen von der Zuverlässigkeit und Qualität der angebotenen Lösungen.

    Die ERP-Software “WinAB” bietet eine Vielzahl an Basisfunktionen, die essenziell für die tägliche Betriebsführung und die Optimierung von Prozessen im Handel sind. Die Benutzeroberfläche ist in deutscher Sprache gestaltet, was eine intuitive Bedienung ermöglicht. Darüber hinaus wird eine englischsprachige Version angeboten, um auch international agierenden Unternehmen gerecht zu werden.

    Ein zentrales Merkmal von “WinAB” ist das strukturierte Nutzer- und Berechtigungssystem, das eine klare Trennung verschiedener Geschäftseinheiten innerhalb einer Softwareinstanz ermöglicht. Das System ist sowohl als On-Premise-Lösung als auch in einer flexiblen Cloud-Variante verfügbar. Eine integrierte Suchfunktion und ein Assistent für die Datenmigration unterstützen Unternehmen bei der effektiven Nutzung des Systems.

    Technologische Stärken der Brückner System GmbH

    Die ERP-Anbieter Brückner System GmbH legt großen Wert auf die nahtlose Integration ihrer Software in bestehende IT-Infrastrukturen. Das System bietet vielfältige Konnektivitätsoptionen, darunter eine offene Programmierschnittstelle (Public API), die es ermöglicht, Drittsysteme direkt anzubinden. Zudem gibt es einen eigenen Marktplatz für zusätzliche Applikationen, die den Funktionsumfang erweitern können.

    Im Finanz- und Logistikbereich stehen dedizierte Schnittstellen zu externer Buchhaltungssoftware sowie Barcode-Scan-Systemen zur Verfügung. Die Anbindung an Business-Intelligence-Systeme wird ebenfalls unterstützt, was eine vertiefte Datenanalyse ermöglicht. Für den digitalen Handel bietet “WinAB” direkte Verbindungen zu großen Online-Marktplätzen wie Amazon, wodurch Omnichannel-Strategien effizient umgesetzt werden können.

    Ein weiterer Vorteil der Software ist die Automatisierung von Logistikprozessen. Die Erstellung von Lieferscheinen und die Buchung von Warenausgängen erfolgen direkt im Kernsystem, was die Abläufe erheblich optimiert. Auch die Erzeugung von Versanddokumenten und die Berechnung der Versandkosten sind integriert, was den gesamten Versandprozess vereinfacht.

    Im Bereich Einkaufsmanagement sorgt ein integriertes Lieferantenauswahl-Management dafür, dass der Beschaffungsprozess reibungslos abläuft. Die Software ermöglicht automatisierte Preisvergleiche, die Umwandlung von Angeboten in verbindliche Bestellungen sowie eine lückenlose Bestellüberwachung. Auch das Retouren-Management und die Verwaltung von Teilmengen bieten Unternehmen die nötige Flexibilität im Lager.

    Für die Vertriebsfunktionen hat die Brückner System GmbH ein strukturiertes Angebotserstellungssystem integriert, das eine zuverlässige Angebotsüberwachung sowie ein flexibles Konditionenmanagement ermöglicht. Dies trägt dazu bei, die Kundenbetreuung zu optimieren und die operative Auftragsabwicklung zu erleichtern.

    Kundensupport und rechtliche Sicherheit

    Die Kund:innen profitieren nicht nur von einer praxisnahen Schulung, die sowohl in Präsenz- als auch in Online-Formaten angeboten wird, sondern auch von einem umfassenden Handbuch zur Dokumentation. Der Support ist an Werktagen zuverlässig erreichbar und gewährleistet kurze Reaktionszeiten von unter 24 Stunden.

    Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Auswahl einer ERP-Lösung ist die rechtliche Sicherheit. Die Software der Brückner System GmbH erfüllt die europäischen und nationalen Datenschutzstandards und gewährleistet eine sichere Datenhaltung. Der Server-Standort in Deutschland sowie Mechanismen zur Pseudonymisierung schützen personenbezogene Daten zuverlässig. Auch die Speicherung von DSGVO-relevanten Informationen erfolgt datenschutzkonform.

    Das Unternehmen bietet einen Standard-Vertrag für die gesetzlich vorgeschriebene Auftragsdatenverarbeitung an und dokumentiert sicherheitsrelevante Vorfälle systematisch. Zudem sind alle Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärungen in deutscher Sprache verfügbar, was die Transparenz und Nachvollziehbarkeit erhöht.

    Die Brückner System GmbH hat sich als verlässlicher Partner für Unternehmen etabliert, die nach einer stabilen und flexiblen ERP-Lösung suchen. Die umfassende Funktionalität von “WinAB” bietet eine solide Grundlage für die Digitalisierung von Geschäftsprozessen und trägt dazu bei, die Effizienz und Effektivität im Handel zu steigern. Für Unternehmen, die eine fundierte Entscheidung treffen wollen, empfiehlt es sich, die eigene IT-Infrastruktur und die spezifischen Anforderungen detailliert zu analysieren, um die passende Lösung auszuwählen.

  • EDIUS 11.50: Quick Fix Export revolutioniert den Exportprozess

    EDIUS 11.50: Quick Fix Export revolutioniert den Exportprozess

    LGR Reutlingen – 15 Juni 2026 | Grass Valley hat die neueste Version seiner Schnittsoftware EDIUS, die 11.50, veröffentlicht. Eine der herausragendsten Neuerungen, der EDIUS 11 50 Quick Fix Export, ermöglicht es Nutzern, Exporte zu korrigieren, ohne das gesamte Projekt neu rendern zu müssen. Diese Funktion ist vor allem für die Broadcast-Version von EDIUS vorgesehen und könnte die Art und Weise, wie Film- und Videoeditoren arbeiten, grundlegend verändern.

    Der Quick Fix Export erlaubt es, spezifische Abschnitte einer bereits exportierten Datei zu ersetzen, ohne dass eine vollständige Neuberechnung notwendig ist. Dies bedeutet, dass beispielsweise ein fehlerhafter Abspann oder eine aktualisierte Grafik schnell und unkompliziert ausgetauscht werden kann, während der Rest des Projekts unberührt bleibt. Diese Funktion spart insbesondere bei langen Projekten, die oft stundenlange Renderzeiten erfordern, erheblich Zeit und Ressourcen.

    Ein weiterer bedeutender Fortschritt in EDIUS 11.50 ist die Integration einer KI-gestützten Speech-to-Text-Funktion. Diese Funktion ermöglicht die automatische Erstellung von Untertiteln und Textmarkern in mehreren Sprachen. Besonders hervorzuheben ist, dass diese Verarbeitung lokal auf dem Rechner erfolgt, was bedeutet, dass keine Daten an externe Cloud-Dienste übermittelt werden. Voraussetzung für die Nutzung sind lediglich eine Grafikkarte mit Vulkan-1.3-Unterstützung, was laut Grass Valley die meisten PCs der letzten fünf Jahre abdeckt.

    Zusätzlich zu diesen Kernfunktionen bietet das Update auch eine Reihe von Workflow-Verbesserungen. Dazu gehört eine verbesserte Suchfunktion in der Effektpalette sowie erweiterte Auto-Save-Optionen, die den Arbeitsprozess weiter optimieren. Zudem wird der Import von 32-Bit-Floating-Point-Audio und hochauflösendem Audio aus MP4-Dateien nun unterstützt, was die Flexibilität und Qualität der Audioverarbeitung erhöht.

    Crossgrade-Programm für Umsteiger

    Parallel zur Veröffentlichung des Updates hat Grass Valley ein Crossgrade-Programm eingeführt, das Editoren ansprechen soll, die von anderen Schnittsystemen zu EDIUS wechseln möchten. Unter dem Namen „EDIUS 11 Jump 2 Upgrade“ können Nutzer, die bereits eine alternative Schnittsoftware mit einem Kaufpreis oder Jahresabo über 100 Euro (für die Pro-Version) bzw. 200 Euro (für die Workgroup-Version) besitzen, zu attraktiven Preisen auf EDIUS umsteigen.

    Die Preise für das Crossgrade liegen bei 355,81 Euro brutto für die Pro-Version und 653,31 Euro brutto für die Workgroup-Version. Diese Maßnahme ist auch für Nutzer von Magix Video Deluxe relevant, deren Unsicherheiten hinsichtlich der Software zu einem Umstieg auf EDIUS führen könnten.

    Insgesamt zeigt die Version 11.50 von EDIUS, wie Grass Valley innovative Technologien in die Videoproduktion integriert. Die Kombination aus dem EDIUS 11 50 Quick Fix Export und der KI-gestützten Untertitelung könnte die Effizienz und Flexibilität in der Videobearbeitung erheblich steigern. Für professionelle Editoren stellt dies einen bedeutenden Fortschritt dar, der die Produktionsabläufe in der Branche optimieren könnte.

    Mit diesen Neuerungen positioniert sich Grass Valley nicht nur als Vorreiter im Bereich der Schnittsoftware, sondern bietet auch eine Lösung, die den sich ständig verändernden Anforderungen der Medienlandschaft gerecht wird. Die Möglichkeit, in Echtzeit Anpassungen vorzunehmen, ohne auf das Rendern warten zu müssen, wird sicherlich viele Kreative ansprechen und dazu beitragen, dass EDIUS weiterhin eine bevorzugte Wahl für professionelle Editoren bleibt.

  • G&D und VuWall präsentieren Operator-Keyboard ohne Netzwerkverbindung für kritische Leitstellen

    G&D und VuWall präsentieren Operator-Keyboard ohne Netzwerkverbindung für kritische Leitstellen

    LGR Reutlingen – 15 Juni 2026 | Guntermann & Drunck (G&D) und VuWall haben mit dem CommandKeyboard-Advanced ein innovatives Operator-Keyboard vorgestellt, das ohne Netzwerkverbindung und ohne aktive Software auf dem Hostsystem funktioniert. Diese neue Entwicklung richtet sich speziell an missionskritische Leitstellen, in denen Netzwerktrennung eine unverzichtbare Sicherheitsanforderung darstellt und herkömmliche Steuergeräte nicht eingesetzt werden können.

    Das CommandKeyboard-Advanced ist mit einem eigenen System-on-Chip (SoC) ausgestattet, der ein maßgeschneidertes Linux-Betriebssystem betreibt. Diese Technik ermöglicht es, dass Tastenbelegungen und Makros im internen Gerätespeicher dauerhaft verfügbar sind, unabhängig von externen Systemen. Zudem ist ein Touch-Display mit einer Auflösung von 1.920 x 291 Pixeln direkt im Gehäuse integriert, das Steueroberflächen bereitstellt. Durch eine offene HTML5-Engine können auch webbasierte Anwendungen sowie individuelle Partner-Interfaces und Dashboards angezeigt und bedient werden.

    Mark Schmidt, CTO der Panoptec Technologies Group, erläutert den Hintergrund der Entwicklung: „Wir beobachten in immer mehr Leitstellen den Wunsch, intelligente Steuermöglichkeiten näher an den Bedienplatz zu verlagern – weg von zentralen Servern, die im Ernstfall möglicherweise nicht erreichbar sind.“ Dieses Bedürfnis wird durch die zunehmende Komplexität der Systeme in kritischen Umgebungen verstärkt, wo jede Sekunde zählt.

    Funktionsweise in drei Betriebsmodi

    Das CommandKeyboard-Advanced bietet drei verschiedene Betriebsmodi, um den unterschiedlichen Anforderungen in Leitstellen gerecht zu werden:

    • HID-Offline-Modus: In diesem Modus sind Hotkeys, Makros und Steuersequenzen im Gerätespeicher konfiguriert, sodass eine vollständige Funktionalität ohne Netzwerk und ohne Hostsoftware gewährleistet ist.
    • Webpage-Modus: Hier zeigt das Touch-Display beliebige Weboberflächen an, die von den Nutzern individuell angepasst werden können.
    • Direktverbindung zu VuWall TRx Server: Im dritten Modus können die Operatoren über VuWall Dynamic Control Quellen, Ziele, Skripte und Vorschauen des Videowall-Systems direkt vom Bedienplatz aus steuern.

    Andreas Gerlach, EVP Innovation bei G&D und VuWall, bringt es auf den Punkt: „Jeder zusätzliche Bedienschritt in einer Leitstelle kostet Zeit, die im Ernstfall nicht vorhanden ist. Das CommandKeyboard-Advanced reduziert diese Schritte – ohne Abhängigkeit von einem Netzwerk und ohne Eingriff in die bestehende Infrastruktur.“ Dadurch wird die Effizienz und Reaktionsfähigkeit in kritischen Situationen erheblich verbessert.

    Das neue Operator-Keyboard wird in verschiedenen länderspezifischen Tastaturlayouts angeboten und ist ab dem vierten Quartal 2026 erhältlich. Es wurde erstmals auf der ISE 2026 in Barcelona präsentiert und wird auch auf der InfoComm 2026 vom 17. bis 19. Juni in Las Vegas am Stand C8867 zu sehen sein.

    Mit dem CommandKeyboard-Advanced setzen G&D und VuWall neue Maßstäbe in der Bedienung von kritischen Systemen. Die Möglichkeit, ohne Netzwerkverbindung zu arbeiten, könnte insbesondere in sicherheitskritischen Anwendungen wie der Notfallkommunikation, der Überwachung und der Kontrolle von Infrastrukturen von entscheidender Bedeutung sein.

  • Taylor 214ce im Test: Der ideale Einstieg in die Taylor-Welt

    Taylor 214ce im Test: Der ideale Einstieg in die Taylor-Welt

    LGR Reutlingen – 15 Juni 2026 | Die Taylor 214ce im Test belegt eindrucksvoll, warum Taylor Guitars als einer der führenden Hersteller im Bereich akustischer Gitarren gilt. Als fortgeschrittener Gitarrist, der auf der Suche nach einer qualitativ hochwertigen, aber dennoch erschwinglichen Gitarre ist, begegnet man schnell der 214ce. Dieses Modell hat sich nicht nur bei Einsteigern, sondern auch bei professionellen Musikern einen Namen gemacht und gehört seit Jahren zu den beliebtesten Modellen des Herstellers.

    Die Taylor 214ce ist Teil der 200er-Serie und präsentiert sich in der beliebten Grand-Auditorium-Bauform, die mit einem venezianischen Cutaway versehen ist. Das Herzstück dieser Gitarre bildet die massive Decke aus torrefizierter Fichte, ergänzt durch geschichtetes Walnussholz für die Zargen und den Boden. Diese Kombination sorgt für einen hervorragenden Klang und macht die Gitarre zu einem vielseitigen Allrounder, der sowohl auf der Bühne als auch im Studio glänzt.

    Erster Eindruck und Verarbeitung

    Bereits beim ersten Blick auf die Taylor 214ce wird die exzellente Verarbeitung deutlich, für die Taylor international bekannt ist. Die Gitarre besticht durch eine klare Bindung, präzise Bundierung und ein makelloses Finish. Mit ihrem Natural Finish und dem dezenten Tortoise-Schlagbrett strahlt sie eine zeitlose Eleganz aus, die sich von übermäßigen Verzierungen abhebt. Dies trägt dazu bei, die Produktionskosten im Rahmen zu halten, ohne dass die Qualität leidet.

    Der Hals der Gitarre ist aus Mahagoni gefertigt und mit einem Griffbrett aus Ebenholz ausgestattet. Diese Materialien sind nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern bieten auch hervorragende Spielbarkeit. Mit einer Mensur von 648 Millimetern und einer Sattelbreite von 42,9 Millimetern hat die Taylor 214ce die Standardmaße einer Grand Auditorium, die für viele Spieler ideal sind.

    Bespielbarkeit und Klangqualität

    Die Bespielbarkeit ist eine der größten Stärken der Taylor 214ce. Das speziell designte Halsprofil sorgt für einen hohen Spielkomfort, der über dem vieler Konkurrenzmodelle liegt. Das sanft abgerundete Standard-Carve-Profil kombiniert die besten Eigenschaften des früheren Slim-Carve-Profils mit der Substanz traditioneller Hälsen, was ein modernes und angenehmes Spielgefühl vermittelt. Die ab Werk optimal eingestellte Saitenlage ermöglicht es, Akkorde und Sololinien mühelos zu greifen.

    Der Cutaway der Gitarre bietet zudem einen ungehinderten Zugang zu den höheren Lagen und ermöglicht es den Spielern, das volle Potenzial der Gitarre auszuschöpfen. Doch die zentrale Frage bleibt: Wie klingt die Taylor 214ce? Die Antwort ist einfach: Sie klingt hervorragend. Die massive Fichtendecke sorgt für eine klangliche Brillanz, die typisch für Taylor ist. Dank der Torrefizierung entfaltet sich der Klang nicht wie üblich über Jahre, sondern bietet sofort eine beeindruckende Klangfülle.

    Die Grand-Auditorium-Bauform liefert einen ausgewogenen Klang, der sowohl für Akkorde als auch für Soloparts geeignet ist. Im Vergleich zur klassischen Dreadnought ist die 214ce weniger basslastig, was ihr eine besondere Vielseitigkeit verleiht.

    Wo liegen die Abstriche?

    Trotz ihrer vielen Stärken gibt es einige Aspekte, bei denen Taylor bei der 214ce Abstriche machen musste, um den Preis zu senken. Der Hauptunterschied zu den höherpreisigen Modellen liegt in der Verwendung von laminiertem Walnussholz für Boden und Zargen. Ab der 300er-Serie nutzt Taylor ausschließlich massive Hölzer, die teurer in der Verarbeitung sind. Dennoch muss man sich keine Sorgen um die Klangqualität machen. Die massive Decke übernimmt die Hauptlast der Klangproduktion und sorgt für eine klare Artikulation der Töne.

    Die sorgfältige Fertigung durch qualifizierte Fachkräfte garantiert, dass die Klangqualität der Taylor 214ce nicht wesentlich beeinträchtigt ist. Wer jedoch nach maximaler Resonanz und Obertonreichtum sucht, wird sich langfristig bei den Modellen der 300er- bis 900er-Serie umsehen müssen.

    Für wen ist die Taylor 214ce geeignet?

    Die Taylor 214ce richtet sich vor allem an fortgeschrittene Gitarristen, die ihre Sammlung um ein hochwertiges Modell der Mittelklasse erweitern möchten. Mit ihrer massiven Decke und dem ausgezeichneten Tonabnehmer ist sie ideal für den professionellen Einsatz und wird sowohl Live-Musiker als auch Recording-Enthusiasten begeistern. Besonders Singer-Songwriter profitieren von ihrer klanglichen Qualität.

    Für absolute Anfänger ist die Gitarre jedoch weniger geeignet, da der Preis nicht unbedingt einsteigerfreundlich ist. Hier gibt es günstigere Alternativen. Auch Gitarristen, die einen sehr druckvollen Bassbereich suchen, könnten mit der 214ce unzufrieden sein. Dreadnought-Modelle wären hier die bessere Wahl.

    Besonders erwähnenswert ist, dass die Taylor 214ce auch als Linkshänder-Modell erhältlich ist und für klassische Gitarristen in Form einer Konzertgitarre angeboten wird, sodass wirklich jeder Spieler auf seine Kosten kommt.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Taylor 214ce im Test als eine der meistverkauften Gitarren des Herstellers gilt. Sie vereint die hohen Qualitätsstandards von Taylor mit einem Sound, auf den viele Musiker schwören. Zwar fehlen einige Premium-Merkmale, doch für viele Gitarristen stellt sie tatsächlich den perfekten Einstieg in die Taylor-Welt dar und wird zu einem treuen Begleiter auf ihrem musikalischen Weg.

  • Bluesky: Ein neues Kapitel für soziale Medien im Jahr 2026?

    Bluesky: Ein neues Kapitel für soziale Medien im Jahr 2026?

    LGR Reutlingen – 15 Juni 2026 | Bluesky hat sich als eine der vielversprechendsten Alternativen im sozialen Medienbereich etabliert. Mit über 44 Millionen Nutzern, die sich 2025 um fast 60 % erhöht haben, stellt sich die Frage: Was ist Bluesky und sollte Ihr Unternehmen 2026 auf dieser Plattform aktiv sein?

    Entwickelt von Jack Dorsey, dem ehemaligen CEO von Twitter, ist Bluesky eine dezentralisierte, textbasierte Social-Media-App, die es den Nutzern ermöglicht, kurze Updates zu posten, zu antworten, Beiträge zu teilen und anderen Konten zu folgen. Das Besondere an Bluesky ist, dass es auf einem offenen Protokoll namens AT Protocol basiert, das nicht von einer einzelnen Person oder Firma kontrolliert wird. Dies gibt den Nutzern mehr Kontrolle über ihre Feeds, Moderationseinstellungen und Identität.

    Die Plattform bietet zwei Haupt-Feeds: den Following-Feed, der die Beiträge von den Accounts in umgekehrter chronologischer Reihenfolge anzeigt, und den Discover-Feed, der trendige und empfohlene Inhalte aus dem Netzwerk präsentiert. Seit Februar 2024 ist Bluesky für jeden zugänglich, nachdem es zuvor nur auf Einladung nutzbar war.

    Was macht Bluesky besonders?

    Bluesky unterscheidet sich von anderen sozialen Plattformen durch mehrere Merkmale, die den Nutzern eine individuellere Erfahrung bieten:

    • Benutzerdefinierte Feeds: Nutzer können ihre eigenen Zeitlinien auswählen, sei es ein algorithmischer Feed oder ein themenspezifischer Feed.
    • Erweiterte Moderationsoptionen: Neben der integrierten Moderation können Nutzer zusätzliche Moderationsschichten abonnieren, die beispielsweise Hassrede oder Bots kennzeichnen.
    • Keine Werbung: Bluesky verzichtet auf In-Feed-Werbung, was zu einer klareren Nutzererfahrung führt.
    • Offenes Protokoll: Andere Entwickler können ihre eigenen Apps auf demselben Netzwerk aufbauen.
    • Einfache Verifizierung: Nutzer können ihre Identität durch die Verknüpfung ihres Handles mit einer Domain verifizieren.

    Diese Besonderheiten ermöglichen ein Maß an Kontrolle, das auf Plattformen wie X, Instagram oder LinkedIn nicht zu finden ist.

    Die demografische Struktur von Bluesky

    Die Nutzerbasis von Bluesky ist überwiegend jung und männlich, mit einem signifikanten Anteil in den USA. Etwa 30 % der Nutzer sind zwischen 18 und 24 Jahre alt, während 26 % zwischen 25 und 34 Jahre alt sind. Insgesamt sind mehr als die Hälfte der Nutzer unter 35 Jahren. Der Geschlechteranteil liegt bei 63 % männlich und 36 % weiblich. Darüber hinaus ist Bluesky besonders bei Journalisten und Medienorganisationen beliebt, da die Plattform eine einfache Verifizierung ermöglicht und externe Links nicht abwertet, was den Medien eine bessere Reichweite ermöglicht.

    Die wachsende Popularität von Bluesky lässt sich auch auf die Suche der Nutzer nach weniger politischen und werbelastigen Alternativen zurückführen. Viele Nutzer haben sich von X abgewandt, da sie mit der politischen Ausrichtung und dem Anstieg von Fehlinformationen unzufrieden sind. Soziale Medien werden zunehmend als Plattformen für authentischere Interaktionen betrachtet, was Bluesky zu einem attraktiven Ziel für Marken macht, die echte Gespräche führen möchten.

    Strategien für Unternehmen auf Bluesky

    Für Unternehmen, die Bluesky in ihre Marketingstrategie integrieren möchten, gibt es zahlreiche Möglichkeiten:

    • Thought Leadership: Bluesky ist eine hervorragende Plattform, um als Vordenker in der eigenen Branche aufzutreten. Durch die frühe Teilnahme können Marken den Ton für zukünftige Diskussionen setzen.
    • Verbindung zur Presse: Die Plattform hat sich zu einem wichtigen Treffpunkt für Journalisten entwickelt, was Unternehmen die Möglichkeit gibt, Medienkontakte zu knüpfen und ihre Geschichten zu präsentieren.
    • Nische Communities erreichen: Bluesky erleichtert die Bildung von Communities rund um spezifische Themen, was es Marken ermöglicht, gezielt ansprechende Inhalte zu teilen.
    • Weniger Werbeorientierung: Die werbefreie Umgebung von Bluesky ermutigt Unternehmen, echte Gespräche zu initiieren, anstatt sich auf traditionelle Werbemaßnahmen zu verlassen.
    • Testumgebung nutzen: Viele Vermarkter verwenden Bluesky, um neue Inhalte zu testen und direktes Feedback von einer engagierten Nutzerschaft zu erhalten.

    Die Plattform ist nach wie vor relativ neu, sodass es noch keine festgelegten Formeln für erfolgreiche Inhalte gibt. Marken sollten sich daher die Zeit nehmen, die Communities zu erkunden und zu beobachten, wie Nutzer interagieren, um ihre Ansätze entsprechend anzupassen.

    Mit einem Nutzerwachstum von mehr als 44 Millionen und einer aktiven Community ist Bluesky eine Plattform, die Unternehmen bei der Markenbildung und der Interaktion mit ihrem Publikum unterstützen kann. Die Entscheidung, ob Ihr Unternehmen im Jahr 2026 auf Bluesky präsent sein sollte, hängt von den spezifischen Zielen und der Zielgruppe ab. Es könnte sich jedoch als lohnenswert erweisen, sich frühzeitig in dieser dynamischen Umgebung zu positionieren.

  • OpenAI kauft Kieler KI-Startup Ona um Codex zu stärken – Was das für die KI‑Landschaft bedeutet

    OpenAI kauft Kieler KI-Startup Ona um Codex zu stärken – Was das für die KI‑Landschaft bedeutet

    LGR Reutlingen – 15 Juni 2026 | OpenAI kauft Kieler KI-Startup Ona um Codex zu stärken, wie das Unternehmen am Donnerstag offiziell bestätigte. Der Deal, der noch einer behördlichen Genehmigung unterliegt, markiert den zweiten großen Exit aus dem Portfolio des Wiener Risikokapitalgebers Speedinvest innerhalb weniger Wochen. Während Emmi AI bereits an Mistral veräußert wurde, rückt nun die Technologie von Ona – ehemals Gitpod – in den Fokus der weltweit größten KI‑Plattform.

    OpenAI kauft Kieler KI-Startup Ona um Codex zu stärken – strategischer Schritt ins Enterprise‑Segment

    Ona, 2020 in Kiel gegründet, hat sich auf AI‑Agents spezialisiert, die Entwickler*innen beim Schreiben, Testen und Refaktorisieren von Code unterstützen. Die Lösung ermöglicht es, Änderungen direkt in integrierten Entwicklungsumgebungen (IDEs) vorzunehmen und Fehler in Echtzeit zu erkennen. Nach eigenen Angaben nutzten rund zwei Millionen Entwickler*innen die Cloud‑Umgebungen von Ona, um reproduzierbare und sichere Arbeitsplätze zu schaffen.

    OpenAI sieht in dieser Technologie das fehlende Bindeglied für den nächsten Evolutionsschritt seines Coding‑Agents Codex. Derzeit verzeichnet Codex mehr als fünf Millionen wöchentliche aktive Nutzer*innen – ein Wachstum von 400 % seit Jahresbeginn. Die Aufgaben, die Codex übernimmt, werden dabei zunehmend komplexer und erstrecken sich über Stunden oder gar Tage. Das erfordert eine persistente Ausführungsumgebung, die unabhängig vom Endgerät weiterarbeiten kann und gleichzeitig den strengen Sicherheits‑ und Compliance‑Ansprüchen großer Unternehmen genügt.

    Bislang fehlte OpenAI genau diese Infrastruktur. Ona liefert ein kundenkontrolliertes Ausführungsmodell, das es Agenten erlaubt, innerhalb der eigenen Cloud‑Umgebung einer Organisation zu operieren, während OpenAI die eigentliche Intelligenz bereitstellt. Unternehmen behalten so die Hoheit über Daten, Zugriffsrechte und Protokollierung. Für das Enterprise‑Geschäft ist das ein entscheidender Hebel: OpenAI gibt an, bereits über zwei Millionen Geschäftskunden zu bedienen – doppelt so viele wie vor einem Jahr.

    Der Trend, dass Knowledge‑Worker jenseits von reinen Entwickler*innen Codex nutzen, verstärkt die Notwendigkeit einer robusten Backend‑Schicht. Laut OpenAI machen Knowledge‑Worker bereits rund ein Fünftel der Codex‑Nutzer*innen aus und wachsen dabei dreimal schneller als die klassische Entwickler‑Community. Produktteams, Analyst*innen und weitere Fachbereiche setzen die KI ein, um Recherche, Analyse und Automatisierung zu beschleunigen.

    Der Konkurrenzdruck ist nicht zu unterschätzen. Anthropic, ein weiterer KI‑Gigant, hat mit Claude Code einen eigenen Coding‑Agenten im Markt etabliert. Beide Unternehmen bereiten sich bereits auf mögliche Börsengänge vor. Wer im Enterprise‑Segment die Nase vorn haben will, muss nicht nur das beste Sprachmodell, sondern auch eine sichere Deployment‑Schicht bieten, die den strengsten regulatorischen Vorgaben genügt. In diesem Kontext reiht sich die Übernahme von Ona in eine Reihe strategischer Zukäufe von OpenAI ein: im März kam das Cyber‑Security‑Startup Promptfoo dazu, im Januar das Health‑Tech‑Unternehmen Torch für rund 60 Millionen US‑Dollar, und 2025 folgte der über sechs Milliarden Dollar schwere Kauf des Hardware‑Startups io von Jony Ive.

    „Agenten brauchen mehr als Intelligenz – sie brauchen einen vertrauenswürdigen Arbeitsplatz“, betont Johannes Landgraf, Mitgründer und CEO von Ona. Durch die Integration in Codex soll das Fundament, das Ona für sichere, kontext‑ und kontrollierte Cloud‑Umgebungen geschaffen hat, direkt in die Produktpipeline von OpenAI einfließen.

    Für den Wiener VC Speedinvest bedeutet der Deal einen bedeutenden Exit. Das Unternehmen war von Anfang an der größte Investor in Ona und hat das Startup seit seiner Gründung eng begleitet. Der Verkauf folgt nur wenige Wochen nach dem Exit von Emmi AI an Mistral. Beide Fälle verdeutlichen, dass europäische KI‑Entwicklungen zunehmend zu strategischen Bausteinen für die weltweit führenden KI‑Labore werden.

    Speedinvest‑CEO Oliver Holle kommentierte: „Europa fragt sich längst nicht mehr nur, welche Rolle es im KI‑Zeitalter spielen wird. Die Übernahme des in Deutschland gegründeten Unternehmens Ona durch OpenAI zeigt: Europäische Gründer bauen Technologien, die selbst die führenden KI‑Unternehmen der Welt brauchen, um KI in die praktische Anwendung zu bringen.“

    Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen. Bis zum Closing bleiben OpenAI und Ona rechtlich getrennte Einheiten. Nach Abschluss wird das gesamte Ona‑Team zu OpenAI wechseln und gemeinsam mit dem Codex‑Team an der Weiterentwicklung sicherer, persistenter Enterprise‑Ausführungsumgebungen arbeiten. Landgraf schrieb auf LinkedIn, er habe zunächst das Gefühl gehabt, ein Ende zu verkaufen – stattdessen fühle er sich, als würde das Lebenswerk gerade größer und wichtiger werden.

    Aus Sicht der Branche lässt sich das Vorgehen von OpenAI als klare Signalisierung verstehen: Die nächste Wachstumsphase von KI‑Coding‑Agents wird nicht allein durch leistungsfähigere Modelle, sondern vor allem durch die Integration in Unternehmens‑IT‑Landschaften bestimmt. Die Fähigkeit, Code in einer kontrollierten, auditierbaren Cloud‑Umgebung zu erzeugen und zu betreiben, ist für Konzerne mit hohen Sicherheitsanforderungen ein Muss. Mit der Übernahme von Ona positioniert sich OpenAI als Anbieter, der sowohl die algorithmische Exzellenz als auch die operative Infrastruktur liefert.

    Ein weiterer Aspekt ist die europäische Talent‑ und Kapitalbasis, die zunehmend als Quelle für kritische Bausteine im globalen KI‑Ökosystem wahrgenommen wird. Während die USA und China nach wie vor die größten Investoren in KI‑Forschung sind, zeigen Fälle wie der von Ona, dass europäische Start‑ups mit spezialisierten Lösungen internationale Akteure anziehen können.

    Für Entwickler*innen und Unternehmen bedeutet die Integration von Ona‑Technologie in Codex, dass künftig komplexe Entwicklungsaufgaben nicht mehr an einzelne Geräte gebunden sind. Stattdessen können Teams über verschiedene Endgeräte hinweg zusammenarbeiten, während die KI im Hintergrund kontinuierlich Code generiert, testet und optimiert. Das verspricht nicht nur höhere Produktivität, sondern auch eine Reduktion von Fehlern und Sicherheitslücken, die in traditionellen Entwicklungsprozessen häufig übersehen werden.

    Obwohl die genauen finanziellen Details des Deals nicht veröffentlicht wurden, lässt das Interesse von OpenAI an einer deutschen KI‑Firma darauf schließen, dass das Unternehmen bereit ist, erhebliche Mittel zu investieren, um seine Marktposition im Enterprise‑Segment zu festigen. Analyst*innen gehen davon aus, dass die Kombination aus Codex‑Modellen und Ona‑Infrastruktur das Angebot von OpenAI deutlich von dem seiner Konkurrenten abheben wird.

    Insgesamt verdeutlicht der Erwerb von Ona, dass die nächste Generation von KI‑Anwendungen nicht nur auf leistungsstarken Modellen, sondern vor allem auf einer soliden, sicheren und skalierbaren Infrastruktur aufbaut. OpenAI kauft Kieler KI-Startup Ona um Codex zu stärken – ein Schritt, der die Weichen für die zukünftige Integration von KI in die tägliche Arbeit von Unternehmen weltweit stellt.

  • OpenAI erwirbt deutsches KI-Startup Ona zur Stärkung von Codex

    OpenAI erwirbt deutsches KI-Startup Ona zur Stärkung von Codex

    LGR Reutlingen – 15 Juni 2026 | OpenAI hat offiziell die Übernahme des deutschen KI-Startups Ona bekannt gegeben, das zuvor als Gitpod bekannt war. Die Ankündigung erfolgte am Donnerstag, nachdem Bloomberg zuerst über den Deal berichtete. Der Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht, und die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Ona, 2020 in Kiel gegründet, entwickelt KI-Agenten für die Softwareentwicklung, die Entwicklern helfen, Code zu schreiben, Fehler zu finden und Änderungen direkt in den Entwicklungsumgebungen umzusetzen. Laut eigenen Angaben hat das Unternehmen rund zwei Millionen Entwicklern geholfen, in sicheren, reproduzierbaren Cloud-Umgebungen zu arbeiten. Diese Technologie soll nun das Herzstück der nächsten Phase von OpenAIs Codex bilden.

    Die Übernahme ist für OpenAI keine optionale Erweiterung, sondern eine strategische Notwendigkeit. Codex verzeichnet mittlerweile mehr als fünf Millionen wöchentliche aktive Nutzer – ein Anstieg um 400 Prozent seit Jahresbeginn. Die wertvollsten Aufgaben, die der Agent übernimmt, werden zunehmend über Stunden oder Tage und nicht mehr in Minuten abgewickelt. Um ehrgeizige Aufgaben an Agenten delegieren zu können, ist es notwendig, dass diese nicht an das Gerät gebunden sind, mit dem die Arbeit begonnen wurde. Die Aufgaben müssen auch dann weiterlaufen, wenn das Laptop geschlossen wird und müssen von Smartphones oder Tablets aus überprüfbar, steuerbar und zur Genehmigung bereit sein.

    Hier fehlte OpenAI genau die notwendige Infrastruktur: Ein sicherer, persistenter Ort, an dem Agenten über längere Zeiträume arbeiten können und Zugang zu Tools, Systemen und Kontext haben. Ona bietet diese Ebene. Das kundenkontrollierte Ausführungsmodell des Kieler Unternehmens ermöglicht es Agenten, innerhalb der eigenen Cloud-Umgebung eines Unternehmens zu arbeiten, während OpenAI die Intelligenz und die Orchestrierung bereitstellt. Unternehmen behalten somit die Kontrolle über ihre Infrastruktur, Daten und Sicherheitsgrenzen – also über Fragen wie: Wo laufen die Agenten, was können sie zugreifen, wie sind die Berechtigungen festgelegt, wie wird die Aktivität protokolliert?

    Im Unternehmensgeschäft ist das ein entscheidender Hebel. OpenAI gibt an, mittlerweile mehr als zwei Millionen Geschäftskunden zu bedienen, doppelt so viele wie im Vorjahr. Codex hat sich längst über traditionelle Softwareteams hinausentwickelt: Produktteams, Analysten und andere Wissensarbeiter nutzen den Agenten für Research, Analysen und Automatisierung. Laut OpenAI machen Wissensarbeiter bereits etwa einen von fünf Codex-Nutzern aus und wachsen mehr als dreimal so schnell wie die Kernentwicklergruppe.

    Der Wettbewerbsdruck ist ebenfalls nicht zu unterschätzen: OpenAI befindet sich im Wettlauf mit Anthropic um die Dominanz im Bereich der KI-Coding-Agenten – Anthropics Claude Code gilt als wesentlicher Treiber für das explosive Wachstum des Rivalen. Beide Unternehmen haben bereits vertrauliche Unterlagen für einen Börsengang eingereicht. Wer im Unternehmenssegment gewinnen will, benötigt nicht nur die besten Modelle, sondern auch die Ausführungsebene, die Unternehmen mit den höchsten Sicherheits- und Compliance-Anforderungen überzeugt. Die Übernahme von Ona reiht sich somit in eine ganze Reihe von jüngsten Deals ein: Im März gab OpenAI die Übernahme des Cybersicherheits-Startups Promptfoo bekannt, im Januar wurde das Health-Tech-Unternehmen Torch für rund 60 Millionen US-Dollar gekauft, und 2025 sorgte der Kauf von Jony Ives Hardware-Startup io, das auf mehr als sechs Milliarden Dollar geschätzt wird, für Schlagzeilen.

    „Agenten brauchen mehr als nur Intelligenz – sie benötigen einen vertrauenswürdigen Arbeitsbereich“, sagt Johannes Landgraf, Mitgründer und CEO von Ona. Er erläutert, dass Ona entwickelt wurde, um Agenten Cloud-Umgebungen mit dem Kontext, der Kontrolle und der Zusammenarbeit zu bieten, die Unternehmen benötigen. Der Beitritt zu OpenAI ermöglicht es, diese Grundlage direkt in Codex zu integrieren.

    Für den in Wien ansässigen VC Speedinvest stellt der Deal einen bedeutenden Exit dar – und bereits den zweiten großen KI-Exit innerhalb kurzer Zeit. Vor wenigen Wochen hatte Speedinvest seine Anteile am Linzer Physik-KI-Startup Emmi AI an Mistral AI verkauft. Speedinvest ist der erste und größte Investor in Ona und hat eng mit dem Unternehmen seit dessen Gründung zusammengearbeitet.

    Emmi AI und Ona stehen beide für dieselbe Entwicklung: KI wandelt sich von allgemeinen Modellen und Chatbots hin zu tief technischen Anwendungen – von industriellen Systemen bis hin zur Entwicklung und Infrastruktur von Unternehmenssoftware. Dies deutet auf einen größeren Trend hin: Österreich hat vielleicht nicht seine eigene Mistral oder OpenAI, aber österreichisches Kapital und Talent helfen, die europäischen KI-Unternehmen aufzubauen, die für die wichtigsten KI-Labore der Welt strategisch relevant werden.

    Speedinvest-CEO Oliver Holle kommentiert die Übernahme: „Europa fragt sich nicht mehr nur, welche Rolle es im KI-Zeitalter spielen wird. Die Übernahme von Ona, einem in Deutschland gegründeten Unternehmen, durch OpenAI zeigt: Europäische Gründer bauen Technologien, die selbst die führenden KI-Unternehmen der Welt benötigen, um KI in der praktischen Anwendung zu realisieren. Genau daran arbeitet Ona für Software-Entwicklungsteams.“ Die Übernahme erfolgt nur wenige Wochen, nachdem Mistral Emmi AI, ein österreichisches Unternehmen, das Physik-KI für Industrie und Wissenschaft nutzbar macht, übernommen hat. Speedinvest war der erste und größte Investor in beiden Unternehmen. Zwei Unternehmen, zwei der wichtigsten KI-Akteure der Welt, und ein klares Signal: Europa baut KI, die wirklich gebraucht wird.

    Bis zum Abschluss bleiben OpenAI und Ona unabhängige Unternehmen. Nach Abschluss der Transaktion wird das Ona-Team zu OpenAI stoßen und mit dem Codex-Team zusammenarbeiten, um sichere, persistente Unternehmensausführungsumgebungen zu erweitern und Codex weltweit in weiteren Unternehmen auszurollen. CEO Johannes Landgraf schrieb auf LinkedIn, dass er immer gedacht hatte, der Verkauf des Unternehmens würde sich wie ein Ende anfühlen – stattdessen fühlt es sich an, als ob sein Lebenswerk größer und wichtiger geworden ist.

  • Prometheus: Jeff Bezos‘ KI-Startup mit 41 Mrd. Dollar Bewertung aus Stealth-Modus

    Prometheus: Jeff Bezos‘ KI-Startup mit 41 Mrd. Dollar Bewertung aus Stealth-Modus

    LGR Reutlingen – 15 Juni 2026 | Jeff Bezos hat am Donnerstag den Vorhang für sein neues KI-Startup, Prometheus, gelüftet. Mit einer beeindruckenden Bewertung von 41 Milliarden US-Dollar und einer Finanzierung von 12 Milliarden US-Dollar hat Prometheus sich sofort einen Platz unter den höchstbewerteten KI-Startups der Welt gesichert, und das noch bevor das Unternehmen ein einziges Produkt vorgestellt hat. Diese Zahlen stechen besonders hervor inmitten der aktuellen Welle von Investitionen in Künstliche Intelligenz.

    Bezos, der einen signifikanten Teil des Kapitals beiträgt, kann sich auf die Unterstützung namhafter Investoren verlassen, darunter JPMorgan, BlackRock und Goldman Sachs sowie die Venture-Capital-Firmen DST Global und Arch Venture Partners. Bereits im November 2025 hatte Prometheus eine erste Finanzierungsrunde über 6,2 Milliarden US-Dollar abgeschlossen.

    Für Bezos ist die Rolle als CEO von Prometheus mehr als nur ein weiteres Investment. Er übernimmt erstmals seit seinem Rückzug von der Spitze von Amazon im Juli 2021 wieder eine operative Führungsposition, gemeinsam mit Co-CEO Vik Bajaj, einem Professor an der Stanford University School of Medicine und Mitbegründer des Alphabet-Forschungslabors Verily. Bezos hat betont, dass ihn das Projekt so sehr begeistert, dass er bereit ist, viel Zeit und Energie hineinzustecken. Künstliche Intelligenz spielt mittlerweile eine zentrale Rolle in seinem unternehmerischen Alltag – sei es bei Amazon, wo er weiterhin als Executive Chairman tätig ist, bei seiner Raumfahrtfirma Blue Origin oder eben bei Prometheus.

    Prometheus Jeff Bezos KI-Startup mit 41 Mrd Dollar Bewertung aus Stealth-Modus

    Diese Rückkehr von Gründern der großen Tech-Konzerne in operative Rollen ist ein bemerkenswerter Trend. So hat Google-Mitgründer Sergey Brin seine operative Tätigkeit in Mountain View wieder aufgenommen, während Larry Page an einem KI-Startup für die Fertigungsindustrie arbeitet. Auch Meta-Chef Mark Zuckerberg hat die KI-Entwicklung seines Unternehmens zur Chefsache erklärt und wirbt aktiv um Top-Forscher. Das Rennen um Innovationen im Bereich Künstliche Intelligenz wird zunehmend auch von den Gründern selbst vorangetrieben.

    Doch was genau plant Prometheus? Das Unternehmen verfolgt das Ziel, im Ingenieurwesen und in der Fertigung eine ähnliche Revolution auszulösen, wie sie Large Language Models für den Textbereich gebracht haben. Bezos spricht von einem „Artificial General Engineer“ – einem KI-System, das Ingenieuren das Entwerfen physischer Objekte erheblich erleichtern soll. Dieses System soll von Wolkenkratzern über Smartphones bis hin zu Flugzeugtriebwerken alles abdecken.

    Im Gegensatz zu herkömmlichen KI-Modellen, die Texte aus dem Internet analysieren, trainiert Prometheus seine Modelle auf Daten aus der physischen Welt. Dies umfasst etablierte physikalische Gesetze, eigene Testdaten sowie Informationen aus Kooperationen mit nicht näher benannten Fertigungsunternehmen. Bezos hat die Vision, dass ein Projekt, das derzeit 100 Ingenieure über zehn Jahre hinweg beschäftigt, künftig von nur zehn Ingenieuren innerhalb eines Jahres realisiert werden kann. Dies würde die Produktionskapazitäten erheblich steigern.

    Bezos weist Bedenken hinsichtlich möglicher Arbeitsplatzverluste zurück. Er sieht vielmehr einen potenziellen Arbeitskräftemangel, da KI den Bau neuer Produkte kostengünstiger und einfacher gestalten könnte. Er vergleicht KI mit einem „Bulldozer statt einer Schaufel“, was die Effizienz in der Industrie steigern soll.

    Prometheus hat ausdrücklich nichts mit Robotik zu tun, betont Bezos. Das Unternehmen beschäftigt rund 150 Mitarbeiter an Standorten in San Francisco, London und Zürich und betreibt einen eigenen großen GPU-Cluster. Zudem rekrutiert es aktiv Talente von führenden KI-Unternehmen wie OpenAI, Google DeepMind und Nvidia. Über die langfristigen Pläne des Unternehmens schweigen sich die Co-CEOs jedoch weitgehend aus. Berichten zufolge könnte ein Portfolio entstehen, das bestehende Industriekonzerne übernimmt oder neue Wettbewerber im Markt aufbaut, was einen direkten Angriff auf die physische Wirtschaft darstellen würde. Dies könnte analog zur aktuellen Umwälzung der Wissensarbeit durch LLMs betrachtet werden.

    Prometheus ist nicht das einzige Unternehmen, das in diesem Bereich aktiv wird. Auch in Europa nimmt das Thema „Industrial AI“ Fahrt auf. So hat der französische KI-Champion Mistral AI kürzlich das Linzer Deep-Tech-Startup Emmi AI übernommen, was Brancheninsidern zufolge für über 200 Millionen Euro geschah. Emmi AI, das erst Ende 2024 gegründet wurde, entwickelt sogenannte Large Engineering Models. Diese physikbasierten KI-Modelle sollen Prozesse wie Luftströmungen, Thermodynamik oder Materialverformungen in Echtzeit simulieren und Entwicklungszyklen in Branchen wie Automobil, Energie und Luft- und Raumfahrt drastisch verkürzen.

    Die Übernahme von Emmi AI bedeutet, dass Linz nun offiziell als Mistral-Standort neben Paris, London und San Francisco fungiert. Johannes Brandstetter wird als Vice President den Bereich AI for Science verantworten. Die Parallelen zu Prometheus sind unverkennbar: Auf beiden Seiten des Atlantiks setzen KI-Unternehmen darauf, dass der nächste große Fortschritt nicht in Chatbots liegt, sondern in Modellen, die die physische Welt verstehen und deren Konstruktion schneller, kostengünstiger und präziser gestalten.

    In den USA verfolgt beispielsweise Periodic Labs, gegründet von Forschern führender KI-Firmen, einen ähnlichen Ansatz. Das Unternehmen möchte mit KI Entdeckungen in den Bereichen Physik und Chemie beschleunigen. Das Rennen um die „KI für die physische Wirtschaft“, wie Prometheus seine Mission beschreibt, hat damit endgültig begonnen.