Tag: Gitarre

  • Taylor 214ce im Test: Der ideale Einstieg in die Taylor-Welt

    Taylor 214ce im Test: Der ideale Einstieg in die Taylor-Welt

    LGR Reutlingen – 15 Juni 2026 | Die Taylor 214ce im Test belegt eindrucksvoll, warum Taylor Guitars als einer der führenden Hersteller im Bereich akustischer Gitarren gilt. Als fortgeschrittener Gitarrist, der auf der Suche nach einer qualitativ hochwertigen, aber dennoch erschwinglichen Gitarre ist, begegnet man schnell der 214ce. Dieses Modell hat sich nicht nur bei Einsteigern, sondern auch bei professionellen Musikern einen Namen gemacht und gehört seit Jahren zu den beliebtesten Modellen des Herstellers.

    Die Taylor 214ce ist Teil der 200er-Serie und präsentiert sich in der beliebten Grand-Auditorium-Bauform, die mit einem venezianischen Cutaway versehen ist. Das Herzstück dieser Gitarre bildet die massive Decke aus torrefizierter Fichte, ergänzt durch geschichtetes Walnussholz für die Zargen und den Boden. Diese Kombination sorgt für einen hervorragenden Klang und macht die Gitarre zu einem vielseitigen Allrounder, der sowohl auf der Bühne als auch im Studio glänzt.

    Erster Eindruck und Verarbeitung

    Bereits beim ersten Blick auf die Taylor 214ce wird die exzellente Verarbeitung deutlich, für die Taylor international bekannt ist. Die Gitarre besticht durch eine klare Bindung, präzise Bundierung und ein makelloses Finish. Mit ihrem Natural Finish und dem dezenten Tortoise-Schlagbrett strahlt sie eine zeitlose Eleganz aus, die sich von übermäßigen Verzierungen abhebt. Dies trägt dazu bei, die Produktionskosten im Rahmen zu halten, ohne dass die Qualität leidet.

    Der Hals der Gitarre ist aus Mahagoni gefertigt und mit einem Griffbrett aus Ebenholz ausgestattet. Diese Materialien sind nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern bieten auch hervorragende Spielbarkeit. Mit einer Mensur von 648 Millimetern und einer Sattelbreite von 42,9 Millimetern hat die Taylor 214ce die Standardmaße einer Grand Auditorium, die für viele Spieler ideal sind.

    Bespielbarkeit und Klangqualität

    Die Bespielbarkeit ist eine der größten Stärken der Taylor 214ce. Das speziell designte Halsprofil sorgt für einen hohen Spielkomfort, der über dem vieler Konkurrenzmodelle liegt. Das sanft abgerundete Standard-Carve-Profil kombiniert die besten Eigenschaften des früheren Slim-Carve-Profils mit der Substanz traditioneller Hälsen, was ein modernes und angenehmes Spielgefühl vermittelt. Die ab Werk optimal eingestellte Saitenlage ermöglicht es, Akkorde und Sololinien mühelos zu greifen.

    Der Cutaway der Gitarre bietet zudem einen ungehinderten Zugang zu den höheren Lagen und ermöglicht es den Spielern, das volle Potenzial der Gitarre auszuschöpfen. Doch die zentrale Frage bleibt: Wie klingt die Taylor 214ce? Die Antwort ist einfach: Sie klingt hervorragend. Die massive Fichtendecke sorgt für eine klangliche Brillanz, die typisch für Taylor ist. Dank der Torrefizierung entfaltet sich der Klang nicht wie üblich über Jahre, sondern bietet sofort eine beeindruckende Klangfülle.

    Die Grand-Auditorium-Bauform liefert einen ausgewogenen Klang, der sowohl für Akkorde als auch für Soloparts geeignet ist. Im Vergleich zur klassischen Dreadnought ist die 214ce weniger basslastig, was ihr eine besondere Vielseitigkeit verleiht.

    Wo liegen die Abstriche?

    Trotz ihrer vielen Stärken gibt es einige Aspekte, bei denen Taylor bei der 214ce Abstriche machen musste, um den Preis zu senken. Der Hauptunterschied zu den höherpreisigen Modellen liegt in der Verwendung von laminiertem Walnussholz für Boden und Zargen. Ab der 300er-Serie nutzt Taylor ausschließlich massive Hölzer, die teurer in der Verarbeitung sind. Dennoch muss man sich keine Sorgen um die Klangqualität machen. Die massive Decke übernimmt die Hauptlast der Klangproduktion und sorgt für eine klare Artikulation der Töne.

    Die sorgfältige Fertigung durch qualifizierte Fachkräfte garantiert, dass die Klangqualität der Taylor 214ce nicht wesentlich beeinträchtigt ist. Wer jedoch nach maximaler Resonanz und Obertonreichtum sucht, wird sich langfristig bei den Modellen der 300er- bis 900er-Serie umsehen müssen.

    Für wen ist die Taylor 214ce geeignet?

    Die Taylor 214ce richtet sich vor allem an fortgeschrittene Gitarristen, die ihre Sammlung um ein hochwertiges Modell der Mittelklasse erweitern möchten. Mit ihrer massiven Decke und dem ausgezeichneten Tonabnehmer ist sie ideal für den professionellen Einsatz und wird sowohl Live-Musiker als auch Recording-Enthusiasten begeistern. Besonders Singer-Songwriter profitieren von ihrer klanglichen Qualität.

    Für absolute Anfänger ist die Gitarre jedoch weniger geeignet, da der Preis nicht unbedingt einsteigerfreundlich ist. Hier gibt es günstigere Alternativen. Auch Gitarristen, die einen sehr druckvollen Bassbereich suchen, könnten mit der 214ce unzufrieden sein. Dreadnought-Modelle wären hier die bessere Wahl.

    Besonders erwähnenswert ist, dass die Taylor 214ce auch als Linkshänder-Modell erhältlich ist und für klassische Gitarristen in Form einer Konzertgitarre angeboten wird, sodass wirklich jeder Spieler auf seine Kosten kommt.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Taylor 214ce im Test als eine der meistverkauften Gitarren des Herstellers gilt. Sie vereint die hohen Qualitätsstandards von Taylor mit einem Sound, auf den viele Musiker schwören. Zwar fehlen einige Premium-Merkmale, doch für viele Gitarristen stellt sie tatsächlich den perfekten Einstieg in die Taylor-Welt dar und wird zu einem treuen Begleiter auf ihrem musikalischen Weg.

  • Platte der Woche: SAMANTHA FISH mit “Paper Doll Live”

    Platte der Woche: SAMANTHA FISH mit “Paper Doll Live”

    LGR Reutlingen – 15 Juni 2026 | Mit “Paper Doll Live” präsentiert Samantha Fish ihr erstes offizielles Livealbum und hält damit die Magie ihrer Bühnenauftritte fest. Die 37-jährige Musikerin hat sich über Jahre hinweg einen exzellenten Ruf als eine der prägendsten Gitarristinnen der modernen Blues– und Roots-Szene erarbeitet. Die neue Veröffentlichung ist nicht nur eine Hommage an ihre Fans, sondern auch eine Aufforderung, die Entwicklung ihrer Songs in einer Live-Umgebung zu erleben.

    Aufgenommen im historischen Bijou Theatre in Knoxville, Tennessee, spiegelt “Paper Doll Live” die Energie und Emotionen wider, die Fish und ihre Band bei ihren Auftritten teilen. “Ich wollte einfach festhalten, was wir Abend für Abend machen”, erklärt Fish. “Es ging nicht darum, etwas Neues zu schaffen, sondern darum, die Verbindung zu den Menschen, die sich über die Jahre entwickelt hat, einzufangen.” Diese Verbindung ist es, die das Album zu einem wichtigen Meilenstein in ihrer Karriere macht.

    Der Erfolg des vorherigen Studioalbums “Paper Doll”, das für einen Grammy nominiert wurde, hatte bereits hohe Erwartungen geweckt. Mit der Veröffentlichung dieses Livealbums möchte Fish zeigen, wie sich ihre Songs im Laufe der Zeit weiterentwickelt haben. “Ganz ehrlich: Dieses Album ist für die Fans”, betont sie. “Über die Jahre haben uns unzählige Leute danach gefragt. Die Songs von ‘Paper Doll’ haben sich auf der Bühne so gut angefühlt, dass es der richtige Zeitpunkt war, die Band und unsere Liveshow in den Mittelpunkt zu stellen.”

    Fish wird auf dem Album von ihrer Tourband begleitet, bestehend aus Ron Johnson am Bass, Jamie Douglass am Schlagzeug und Mickey Finn an den Keyboards. Zusätzlich bereichern die drei Gospel-Veteraninnen der McCrary Sisters das Line-up, deren Stimmen den Songs eine besondere emotionale Tiefe verleihen. Fish hebt hervor: “Ihre Stimmen heben jeden Song auf ein neues Niveau.”

    Die Trackliste von “Paper Doll Live” umfasst Liveversionen bekannter Stücke wie “Lose You”, “Sweet Southern Sounds”, “Paper Doll” und “Rusty Razor”. Besonders hervorzuheben ist die kraftvolle Interpretation des MC5-Klassikers “Kick Out The Jams”. In “Sweet Southern Sounds” zeigt Fish eindrucksvoll ihr Können an der Gitarre, stark beeinflusst von den Mississippi-Hill-Country-Blues-Traditionen. Andere Songs entfalten sich in ihrer Live-Fassung weit über die Studioaufnahmen hinaus.

    Für Fish ist der Reiz einer Liveaufnahme das Feuer, das in einer Performance steckt. “In einer Liveperformance steckt ein Feuer, das sich auf Studioaufnahmen nicht immer übertragen lässt. Die Bühne legt all das schonungslos offen”, erklärt sie. Diese Aussage verdeutlicht das Besondere an “Paper Doll Live”: Es ist nicht nur ein weiteres Album, sondern ein lebendiges Dokument ihrer künstlerischen Reise und ihrer tiefen Verbindung zu ihrem Publikum.

    Die vollständige Trackliste umfasst:

    • Kick Out The Jams
    • Paper Doll
    • Can Ya Handle The Heat?
    • I’m Done Runnin’
    • Lose You
    • Sweet Southern Sounds
    • Bulletproof
    • Miles To Go
    • Fortune Teller
    • Better Be Lonely
    • Dream Girl
    • Don’t Say It
    • Poor Black Mattie
    • Rusty Razor
    • Black Wind Howlin’

    “Paper Doll Live” erscheint am 12. Juni 2026 unter dem Label Rounder Records. Die Veröffentlichung ist ein bedeutender Schritt in der Karriere von Samantha Fish und ein Muss für alle Blues- und Musikliebhaber.

  • BOSS Effects Pedals Plugin erhält weitere legendäre Effektpedale

    BOSS Effects Pedals Plugin erhält weitere legendäre Effektpedale

    LGR Reutlingen – 30 Mai 2026 | Roland hat sein BOSS Effects Pedals Plugin erneut erweitert und bietet nun drei weitere legendäre Effektpedale in digitaler Form an. Nach der letzten Aktualisierung, die bereits das DM-2 Delay, OD-2 Turbo OverDrive und DC-2 Dimension C beinhaltete, können Nutzer jetzt auch den PW-2 Power Driver, XT-2 Xtortion und CS-2 Compression Sustainer in ihren digitalen Audio-Workstations (DAWs) nutzen. Diese neuen Ergänzungen erweitern die Sammlung an Effekten innerhalb der Roland Cloud und sind sowohl für Sammler als auch für Musiker, die eine flexible Nutzung virtueller Pedale anstreben, von großem Interesse.

    Die neuen Pedale haben sich in der Musikszene einen Namen gemacht und sind besonders bei Gitarristen beliebt, die nach einzigartigen Klängen suchen. Während Pedale wie das DS-1, SD-1 oder BD-2 zu den Standardwerkzeugen vieler Gitarristen gehören, sind der PW-2 Power Driver und der XT-2 Xtortion eher Exoten im BOSS-Katalog. Beide Pedale sind schnell vom Markt verschwunden, erfreuen sich jedoch nach wie vor großer Beliebtheit und Kultstatus unter Sammlern und Musikern, vor allem in den Genres Alternative, Industrial und Metal. Ihre klanglichen Eigenschaften und ihre seltene Verfügbarkeit machen sie zu begehrten Stücken.

    Der PW-2 Power Driver ist bekannt für seinen druckvollen und charakteristischen Klang, während der XT-2 Xtortion mit seinem aggressiven Sound besticht, der in vielen modernen Musikproduktionen geschätzt wird. Darüber hinaus wird der CS-2 Compression Sustainer als ein Klassiker unter den Kompressoren angesehen. Obwohl Kompressoren oft im Schatten von eindrucksvolleren Effekten stehen, hat sich der CS-2 einen Platz in den Herzen vieler Musiker erobert und gilt als einer der besten Vintage-Kompressoren von BOSS.

    Mit der Einführung des BOSS Effects Pedals Plugin verfolgt Roland das Ziel, die legendären Kompaktpedale von BOSS so authentisch wie möglich in digitaler Form anzubieten. Die Software basiert auf detaillierten Modellen der originalen Schaltungen und orientiert sich sowohl optisch als auch funktional stark an den analogen Vorbildern. Dies ermöglicht es den Benutzern, die typischen Klangcharakteristiken und das vertraute Bediengefühl der Hardware-Pedale zu erleben, während sie gleichzeitig in der digitalen Umgebung ihrer DAW arbeiten.

    Die Sammlung an Effektpedalen umfasst mittlerweile eine Vielzahl von Klassikern, darunter die beliebten Modelle wie SD-1 OverDrive, DS-1 Distortion und PH-1 Phaser. Besonders für Home-Recording-Studios bietet das Plugin die Möglichkeit, mehrere Instanzen dieser legendären BOSS-Pedale gleichzeitig zu verwenden, was den kreativen Prozess erheblich erleichtert und bereichert.

    Das BOSS Effects Pedals Plugin ist ausschließlich über die Roland Cloud verfügbar, was bedeutet, dass es derzeit nur im Rahmen eines Abonnements zu erwerben ist. Eine klassische Kaufversion der einzelnen Pedale oder des gesamten Bundles existiert bislang nicht. Dies könnte für einige Nutzer ein Hindernis darstellen, da die Flexibilität eines Abonnements nicht jedem entgegenkommt. Die Plugins unterstützen die Formate VST3, AU und AAX, was ihre Verwendung in nahezu allen gängigen DAWs unter Windows und macOS erleichtert. Roland bietet zudem eine kostenlose 30-tägige Testversion an, die es Interessierten ermöglicht, die neuen Effekte auszuprobieren.

    Insgesamt wird die Erweiterung des BOSS Effects Pedals Plugin um diese drei neuen Effektpedale als ein bedeutender Schritt angesehen, um die digitale Musikwelt weiter zu bereichern. Für viele Musiker ist die Möglichkeit, auf diese Klassiker zurückzugreifen, von unschätzbarem Wert, da sie den Zugang zu einer Vielzahl von Klängen und Texturen bieten, die die kreative Arbeit in der Musikproduktion erheblich bereichern können.