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  • UGREEN NASync DXP4800 GT getestet – Private Cloud statt iCloud-Alternative

    UGREEN NASync DXP4800 GT getestet – Private Cloud statt iCloud-Alternative

    LGR Reutlingen – 13 Juni 2026 | Im Zeitalter, in dem Cloud‑Dienste wie iCloud allgegenwärtig sind, stellt das UGREEN NASync DXP4800 GT ausprobiert NAS statt nur iCloud ein überraschend flexibles Gegenstück dar – ein eigenständiger Speicher, der nicht nur Daten ablegt, sondern zugleich als private Cloud, Medienserver und zentrales Backup‑Gerät fungiert. Der vorliegende Bericht beleuchtet, wie das Gerät im Praxistest abschneidet, welche Zielgruppen davon profitieren können und welche Fallstricke beim Betrieb eines privaten NAS zu beachten sind.

    UGREEN NASync DXP4800 GT ausprobiert NAS statt nur iCloud – Erste Eindrücke

    Das Herzstück des NAS bildet ein AMD Ryzen Embedded R2514, der zusammen mit 8 GB DDR4‑RAM (erweiterbar auf 64 GB) eine solide Rechenbasis für Multitasking‑Aufgaben bietet. Vier 3,5‑ oder 2,5‑Zoll‑SATA‑Slots und zwei M.2‑NVMe‑Steckplätze ermöglichen bis zu 144 TB Gesamtkapazität, wobei jede Festplatte bis zu 32 TB tragen kann. Der Gerätetyp ist ein 4‑Bay‑NAS ohne vorinstallierte Laufwerke – ein Konzept, das Flexibilität bei der Auswahl von HDDs oder SSDs schenkt.

    Die Anschlussvielfalt ist bemerkenswert: Auf der Rückseite befinden sich zwei 10‑GbE‑Ports, ein USB‑3.2‑Typ‑C, ein USB‑3.0‑Typ‑A sowie ein HDMI‑Ausgang. Ein SD‑Kartenleser und weitere USB‑Ports an der Vorderseite runden das Angebot ab. Diese Ausstattung signalisiert klar, dass UGREEN nicht nur eine einfache Dateiablage im Sinn hat, sondern ein Gerät für professionelle Arbeitsabläufe im Home‑Office und für anspruchsvolle Medienbibliotheken.

    Aufbau und Installation – weniger Hürden als gedacht

    Der mechanische Einbau der Festplatten gestaltet sich dank kleiner Werkzeuge und werkzeugfreier 3,5‑Zoll‑Einbauschächte sehr benutzerfreundlich. Die Einschübe lassen sich herausziehen, das Laufwerk einlegen und wieder einsetzen, ohne dass Schrauben nötig sind. Für 2,5‑Zoll‑Laufwerke liefert UGREEN ein Montagematerial, das den Einbau in die größeren Schächte ermöglicht.

    Nach dem physischen Aufbau erfolgt die Konfiguration über den Webbrowser oder die UGREEN‑NAS‑App. Das System wird im Netzwerk erkannt, ein Administratorkonto wird angelegt, und die gewünschten RAID‑Modi (0, 1, 5, 6, 10) können konfiguriert werden. Zwar verlangt die Auswahl von RAID, Freigaben und Benutzerrechten ein gewisses Grundverständnis, doch die App erklärt die Optionen verständlich und führt den Nutzer schrittweise.

    Performance im Alltag – wenn das Netzwerk mitspielt

    Im täglichen Gebrauch fühlen sich Dateiübertragungen flüssig an. Das DXP4800 GT bewältigt gleichzeitige Zugriffe mehrerer Geräte, und selbst größere Medienbibliotheken bringen das System nicht sofort zum Schwitzen. Die vollen 10‑GbE‑Ports entfalten ihr Potenzial jedoch nur in Verbindung mit einem passenden Router, Switch und Netzwerkkabel (Cat6a oder höher). In vielen Haushalten, die nur über Gigabit‑Ethernet oder WLAN verfügen, bleibt die Geschwindigkeit auf das Niveau des vorhandenen Netzwerks begrenzt.

    Dennoch liefert das NAS selbst in einem herkömmlichen Gigabit‑Setup spürbare Vorteile gegenüber einer reinen USB‑Festplatte am Router: geringere Latenz, höhere Durchsatzraten und die Möglichkeit, mehrere Streams gleichzeitig zu bedienen – ein entscheidender Punkt für Familien, die Filme, Serien oder große Fotoarchive teilen.

    Software‑Umfeld – UGOS Pro im Überblick

    Das proprietäre Betriebssystem UGOS Pro präsentiert sich mit einer modernen, übersichtlichen Oberfläche. Im Vergleich zu etablierten Systemen wie Synology DSM wirkt es noch nicht ganz so ausgereift, bietet dafür aber alle Kernfunktionen: Dateifreigaben, Nutzerverwaltung, App‑Store, Medienserver‑Integration und Backup‑Tools. Docker‑Unterstützung erweitert das Potenzial für Entwickler, während ein Surveillance‑Center lokale Aufzeichnungen von IP‑Kameras ermöglicht – allerdings nicht als Ersatz für Apple HomeKit Secure Video.

    Ein Highlight für iPhone‑Nutzer ist die Möglichkeit, Fotos und Videos direkt vom Mobilgerät auf das NAS zu sichern. Dieses Feature ersetzt iCloud nicht vollständig, liefert jedoch eine zusätzliche, unabhängige Kopie, die komplett unter eigener Kontrolle steht. Für Familien, die ihre Bildersammlungen lieber offline behalten, bietet das NAS damit eine attraktive Alternative.

    Anwendungen im privaten und kleinen Unternehmen

    • Backup‑Zentrale: Durch die Unterstützung von Time Machine lässt sich das System als automatisiertes Backup‑Ziel für macOS einrichten.
    • Medienserver: Plex, Infuse und ähnliche Anwendungen laufen reibungslos, auch für 4K‑Streams.
    • Docker‑Umgebung: Entwickler können eigene Container hosten, beispielsweise für Nextcloud oder Git‑Repositories.
    • Surveillance: Lokale Aufzeichnung von Netzwerk‑Kameras, ideal für kleine Büros.

    All diese Anwendungsfälle zeigen, dass das UGREEN‑NAS nicht nur ein Speicher, sondern ein multifunktionaler Knotenpunkt im Heimnetzwerk sein kann.

    Risiken und Verantwortung – das NAS als Teil einer Backup‑Strategie

    Ein entscheidender Aspekt, den der Test hervorhebt, ist die Notwendigkeit einer umfassenden Backup‑Strategie. Ein RAID‑Verbund schützt vor dem Ausfall einzelner Festplatten, ersetzt jedoch keine Kopie an einem externen Standort. Das Gerät muss regelmäßig gewartet, Firmware‑Updates zeitnah eingespielt und Fernzugriffsmöglichkeiten (VPN, Remote‑Login) konfiguriert werden. Im Test kam es nach einem automatischen Update zu einem einwöchigen Ausfall des Zugriffs, weil die Fernsteuerung nicht aktiviert war.

    Der Vorfall macht deutlich, dass ein NAS zwar ein mächtiges Werkzeug ist, aber gleichzeitig mehr Verantwortung auf den Nutzer legt. Wer auf Mobilgeräte von unterwegs zugreifen will, sollte die Remote‑Funktion vorab testen und die Energie‑ sowie Update‑Einstellungen an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

    Preis‑Leistungs‑Abwägung und Zielgruppe

    Mit einem UVP von rund 660 Euro liegt das DXP4800 GT im oberen Preissegment für Consumer‑NAS‑Geräte. Für Haushalte, die lediglich gelegentlich Dokumente sichern, ist das überdimensioniert. Für Power‑User, Content‑Creator, kleine Studios oder Unternehmen, die eine zentrale Datenplattform benötigen, rechtfertigt die Investition jedoch die gebotene Hardware‑Leistung, den Anschlussreichtum und die Skalierbarkeit.

    Im Vergleich zu Wettbewerbern wie Synology DS‑1522+ oder QNAP TS‑453D punktet das UGREEN‑Modell vor allem durch die beiden 10‑GbE‑Ports, die bei vielen anderen Modellen nur optional erhältlich sind. Wer bereits über ein entsprechendes Netzwerk verfügt, kann damit eine echte Private‑Cloud‑Umgebung aufbauen, die iCloud‑Komfort ergänzt, ohne an proprietäre Anbieter gebunden zu sein.

    Fazit – ein NAS für Anspruchsvolle, aber kein Plug‑and‑Play‑Gerät

    Der UGREEN NASync DXP4800 GT ausprobiert NAS statt nur iCloud liefert ein überzeugendes Gesamtpaket: leistungsstarke Hardware, vielseitige Anschlussoptionen und ein modernes Betriebssystem, das sich gut in den privaten und kleinen geschäftlichen Alltag einfügt. Der Weg zur vollen Nutzung erfordert jedoch technische Grundkenntnisse und ein bewusstes Management von Updates und Remote‑Zugriff. Wer bereit ist, die Lernkurve zu gehen, erhält ein System, das weit über das reine Speichern von Daten hinausgeht – von privater Cloud über Medienserver bis hin zu Docker‑Plattformen.

    Für Nutzer, die ihre iPhone‑Fotos nicht ausschließlich in der Apple‑Cloud sichern wollen, bietet das Gerät einen klaren Mehrwert. Für professionelle Anwender, die große Datenmengen, 4K‑Inhalte und mehrere gleichzeitige Zugriffe verwalten, stellt das DXP4800 GT eine robuste, zukunftssichere Lösung dar – vorausgesetzt, das übrige Netzwerk ist entsprechend ausgerüstet.

  • UGREEN NAS DXP4800 PRO vs. DXP4800 GT: Welches ist das Bessere 4-Bay-NAS?

    UGREEN NAS DXP4800 PRO vs. DXP4800 GT: Welches ist das Bessere 4-Bay-NAS?

    LGR Reutlingen – 12 Juni 2026 | UGREEN hat sein NAS-Lineup erneut erweitert und mit dem DXP4800 Pro und dem DXP4800 GT zwei neue 4-Bay-Modelle auf den Markt gebracht, die sich in puncto Prozessor, Anschlussvielfalt und Zielgruppe deutlich unterscheiden. Die Frage „UGREEN NAS DXP4800 PRO vs. DXP4800 GT – Welches ist das Bessere 4-Bay-NAS?“ beschäftigt derzeit viele Anwender, die auf der Suche nach einem leistungsfähigen Netzwerkspeicher für zu Hause oder das kleine Büro sind. Wir haben beide Geräte über mehrere Wochen im Test gehabt und zeigen die Unterschiede auf.

    Beide NAS-Gehäuse sind äußerlich nahezu identisch: Sie messen 257 × 178 × 178 Millimeter, verfügen über vier 3,5-Zoll-SATA-Einschübe, zwei M.2-NVMe-Steckplätze, einen SD-Kartenleser sowie je einen USB-C- und USB-A-Anschluss auf der Vorderseite mit 10 Gbit/s. Auf der Rückseite finden sich bei beiden ein HDMI-Ausgang und ein 150-Watt-Netzteil. Der auffälligste optische Unterschied sind die goldenen Akzente beim GT und die schwarzen beim Pro. Doch unter der Haube trennen sich die Wege.

    UGREEN NAS DXP4800 PRO vs. DXP4800 GT: Prozessor und Leistung

    Das DXP4800 Pro setzt auf einen Intel Core i3-1315U aus dem Jahr 2023 mit sechs Kernen und acht Threads (maximal 4,5 GHz). Das DXP4800 GT hingegen verwendet einen AMD Ryzen Embedded R2514 aus dem Jahr 2022 mit vier Kernen und acht Threads (maximal 3,7 GHz). Auf dem Papier liegt der Intel-Prozessor vorn, doch in der Praxis kommt es auf den Einsatzzweck an. Bei der Hardware-Transkodierung von Videos über Jellyfin zeigte der Intel-Chip mit Quick Sync eine etwa doppelt so hohe Framerate wie der AMD-Chip mit VA-API – 160 fps gegenüber 80 fps bei einem Testvideo. Wer also viel mit Medienservern arbeitet, profitiert vom DXP4800 Pro.

    Der AMD-Prozessor im GT bietet dafür 16 PCIe-3.0-Lanes, der Intel-Chip 20 PCIe-4.0-Lanes. Das bedeutet mehr als doppelte Bandbreite für schnelle SSDs beim Pro. Dennoch hat das GT einen entscheidenden Vorteil: Es verfügt über zwei 10-GbE-LAN-Anschlüsse, während das Pro nur einen 10-GbE- und einen 2,5-GbE-Port bietet. Für Umgebungen mit hohem Netzwerkdurchsatz ist das GT daher besser gerüstet.

    Speicher und Erweiterbarkeit

    Beide Modelle werden mit 8 GB RAM ausgeliefert – das Pro mit DDR5-5600 (erweiterbar auf 96 GB), das GT mit DDR4-3200 (erweiterbar auf 64 GB). Das GT unterstützt zudem ECC-RAM, was für datenbankintensive oder unternehmenskritische Anwendungen ein Plus ist. Allerdings ist der vorinstallierte RAM kein ECC-Speicher. Ein weiterer Unterschied: Das GT kann in zwei der vier Festplatteneinschübe U.2-NVMe-SSDs aufnehmen, die deutlich höhere Schreib- und Lesefestigkeit bieten als M.2-SSDs. Das Pro beschränkt sich auf SATA und M.2. Wer also mit vielen Schreibzugriffen oder Datenbanken arbeitet, für den ist das GT die bessere Wahl.

    Das Systemlaufwerk ist beim GT ein fest verlöteter 64-GB-eMMC-Speicher, der langsam und nicht austauschbar ist. Beim Pro sitzt das System auf einer separaten, austauschbaren M.2-NVMe-SSD (128 GB), die schneller ist. Für den Betrieb mit UGOS Pro spielt das kaum eine Rolle, wer aber ein alternatives Betriebssystem installieren möchte, sollte das Pro bevorzugen.

    Stromverbrauch und Lautstärke

    Im Leerlauf ohne Festplatten verbraucht das GT rund 25 Watt, das Pro etwa 28 Watt. Unter Last (CPU 100 %) steigt der Verbrauch auf 60–75 Watt beim GT und auf 80–85 Watt beim Pro. Die Lautstärke ist bei beiden vergleichbar: Im Idle um die 35–38 dBA, unter Last um die 42 dBA. Die Lüfter sind selbst bei Dauerlast kaum hörbar, da das Kühlkonzept sehr effizient ist.

    Preis und Fazit

    Die unverbindliche Preisempfehlung liegt beim DXP4800 Pro bei 909,99 Euro, aktuell ist es für 727,99 Euro erhältlich. Das DXP4800 GT kostet regulär 659,99 Euro, zum Start mit einem Rabattcode 527,99 Euro – also rund 200 Euro günstiger. Wer viel Rechenleistung und schnelle M.2-SSDs benötigt, greift zum Pro. Wer auf doppeltes 10-GbE, U.2-Support und ECC-RAM Wert legt, ist mit dem GT besser beraten. Einen klaren Sieger gibt es nicht – die Wahl hängt vom individuellen Profil ab. Für professionelle Creator oder kleine Unternehmen, die Videos direkt auf dem NAS schneiden oder Datenbanken betreiben, ist das GT in Kombination mit U.2-Laufwerken eine hervorragende Lösung, ohne gleich einen 19-Zoll-Rack-Server anzuschaffen.

    Beide Geräte setzen die erfolgreiche NAS-Reihe von UGREEN fort und bieten eine ausgereifte Software sowie einfache Inbetriebnahme. Die Entscheidung zwischen UGREEN NAS DXP4800 PRO vs. DXP4800 GT – Welches ist das Bessere 4-Bay-NAS? – muss jeder für sich selbst treffen. Der Preisunterschied von rund 200 Euro gibt jedoch eine klare Richtung vor: Für die meisten Heimanweder und kleine Büros ist das GT das attraktivere Angebot.

  • macOS 27: Apple verabschiedet sich endgültig von der Time Capsule

    macOS 27: Apple verabschiedet sich endgültig von der Time Capsule

    LGR Reutlingen – 11 Juni 2026 | Mit der kommenden Version macOS 27 zieht Apple einen Schlussstrich unter ein Kapitel, das für viele langjährige Nutzer mehr als nur eine Randnotiz ist: Die Unterstützung für die AirPort Time Capsule wird endgültig eingestellt. Konkret bedeutet das: Apple streicht das Apple Filing Protocol (AFP) aus dem System – und genau auf dieses Protokoll sind die alten Time-Capsule-Geräte angewiesen, um Time-Machine-Backups über das Netzwerk zu ermöglichen. Für alle, die ihre Daten bislang bequem drahtlos auf die Time Capsule sicherten, heißt das: Spätestens mit dem Update auf macOS 27 im Herbst wird diese Methode nicht mehr funktionieren.

    Ganz überraschend kommt dieser Schritt nicht. Bereits seit längerem weist Apple darauf hin, dass die AirPort Time Capsule und auch die AirPort Extreme mit angeschlossener Festplatte nicht mehr als bevorzugtes Time-Machine-Ziel empfohlen werden. Schon Anfang des Jahres war das nahende Ende der Time-Capsule-Unterstützung in Fachkreisen ein Thema. Neu ist nun, dass der Schritt mit macOS 27 offenbar tatsächlich vollzogen wird. Wie AppleInsider berichtet, wird AFP in der neuen macOS-Version nicht mehr unterstützt. Für moderne NAS-Systeme ist das in der Regel kein Problem, da Time Machine dort längst über SMB läuft. Die Time Capsule hängt dagegen an alten Protokollen fest.

    Warum Apple auf SMB3 setzt

    Der technische Hintergrund ist schnell erklärt: Apple will Netzwerk-Backups künftig über modernere SMB-Versionen abwickeln. SMB3 bietet gegenüber AFP und älteren SMB-Varianten deutliche Vorteile in puncto Sicherheit, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit. Die Time Capsule kann zwar SMB, allerdings nur in einer veralteten Form. Für aktuelle macOS-Versionen ist das keine tragfähige Lösung mehr. Wer also seine Time Capsule bislang noch als drahtloses Backup-Laufwerk nutzt, sollte nicht erst beim macOS-Update nach einer Alternative suchen. Eine einfache Einbindung der alten Time Capsule wird ab Herbst nicht mehr möglich sein.

    Damit ist klar: macOS 27 Apple verabschiedet sich endgültig von der Time Capsule – und das betrifft nicht nur die reine Hardware, sondern auch die dahinterstehende Protokollinfrastruktur. Nutzer, die ihre Daten weiterhin regelmäßig sichern möchten, müssen umdenken. Denn regelmäßige Backups mit Time Machine werden von Apple nach wie vor dringend empfohlen – und das zu Recht.

    Alternativen für den Backup-Alltag

    Die naheliegenden Ersatzlösungen sind ein direkt angeschlossenes USB- oder Thunderbolt-Laufwerk, ein moderner NAS-Speicher mit Time-Machine-Unterstützung oder ein anderer Mac im Netzwerk, der ein Laufwerk als Backup-Ziel freigibt. Das ist weniger charmant als die alte Apple-Lösung, aber zukunftssicherer. Ein direkt angeschlossenes Laufwerk ist dabei die einfachste und günstigste Option – wer jedoch mehrere Rechner sichern möchte oder Wert auf Netzwerkzugriff legt, wird um ein NAS kaum herumkommen. Geräte von Synology, QNAP oder auch UGREEN (wie das NASync DXP2800 GT) bieten mittlerweile hervorragende Time-Machine-Integration über SMB.

    Ein kleiner Trost für alle, die ihre Time Capsule nicht einfach entsorgen wollen: Ganz abschreiben muss man die Hardware nicht. Das Open-Source-Projekt TimeCapsuleSMB versucht, der alten Apple-Hardware einen modernen Samba-Server beizubringen. Die Time Capsule soll dadurch SMB3-Verbindungen akzeptieren und sich wieder als Netzwerkfreigabe für aktuelle Macs anbieten. Für normale Nutzer ist das aber keine einfache Empfehlung. Die Einrichtung setzt etwas Bastelei voraus, greift tief in die alte Hardware ein und sollte nicht die einzige Backup-Strategie sein. Wer seine Time Capsule noch als Experiment weiterbetreiben möchte, kann sich das Projekt ansehen – aber Vorsicht: Das ist eher etwas für Bastler und nicht für den produktiven Einsatz.

    Für alle anderen gilt: Die Ära der Time Capsule ist mit macOS 27 endgültig vorbei. Apple hat den Stecker gezogen – und das ist auch gut so. Denn die alten Geräte sind technisch längst überholt, und moderne Alternativen bieten nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch deutlich mehr Komfort. Wer jetzt umsteigt, ist für die Zukunft gerüstet.