Tag: Investition

  • Durst baut neuen Standort für digitalen Textildruck in Como auf

    Durst baut neuen Standort für digitalen Textildruck in Como auf

    LGR Reutlingen – 18 Juni 2026 | Durst baut neuen Standort für digitalen Textildruck in Como auf, um die Entwicklung von Inkjet-Technologien, Software und Lösungen für den industriellen Textildruck voranzutreiben. Der neue Standort entsteht im Zentrum des italienischen Textildistrikts Como und soll künftig eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Produktion von Technologien für den digitalen Textildruck übernehmen.

    Im Fokus stehen vor allem Anwendungen für Fashion und Home-Textiles sowie Forschung und Softwarelösungen. Für das Projekt investiert das Unternehmen rund 20 Millionen Euro in Gebäude und Infrastruktur. Como druckt seit Generationen Textilien für die Welt. „Wir sind nicht hier, um nur vorbeizuschauen. Wir sind hier, um zu bleiben“, sagte Christoph Gamper, CEO und Miteigentümer der Durst Group.

    Durst Como ist ein langfristiges Bekenntnis europäische Technologie, hier entwickelt und gebaut, für die Welt. Der neue Standort geht aus der Übernahme von Aleph hervor. Das Unternehmen, das auf Inkjet-Lösungen für den direkten Textildruck sowie den Papierdruck spezialisiert ist, wurde 2023 übernommen und 2025 vollständig in die Durst Group integriert.

    Durst baut neuen Standort für digitalen Textildruck in Como auf

    MIT Durst Como erweitert die Gruppe ihre bisherigen Aktivitäten im Textilbereich, zu denen auch der Standort Kufstein gehört. Seit mehr als zehn Jahren investiert Durst in den Bereich digitaler Textildruck. In dieser Zeit flossen mehr als 50 Millionen Euro in die Entwicklung des Geschäfts, in internationale Märkte sowie in Labor- und Produktionsstrukturen.

    Neben Brixen und Lienz wird Como künftig der dritte Entwicklungs- und Produktionsstandort der Gruppe mit eigenen Forschungs- und Entwicklungskapazitäten. Durst Como soll schrittweise zu einem Zentrum für Technologieentwicklung, Kundenprojekte sowie Automatisierungs- und Softwarelösungen im Textilbereich ausgebaut werden. Der Standort in Kufstein bleibt weiterhin für Superwide-Anwendungen und spezielle Entwicklungen zuständig.

    Investition in die Zukunft

    Beide Standorte sollen sich künftig ergänzen und die internationale Präsenz der Gruppe im digitalen Textildruck stärken. Dieses Projekt ist ein zentraler Meilenstein auf unserem Wachstumspfad“, erklärte Alessandro Manes, Director Global Sales Industrial Textile der Durst Group. „Unser Ziel ist es, in Como einen hochspezialisierten Technologie- und Produktionshub zu schaffen, der Know-how anzieht, neue berufliche Kompetenzen entwickelt und neue Chancen für die Region eröffnet.

    Der neue Standort wird in einem bestehenden Gebäude umgesetzt. Dadurch sollen zusätzlicher Flächenverbrauch und neue Bodenversiegelung vermieden werden. Geplant sind außerdem Maßnahmen zur energetischen Sanierung. Dazu gehören unter anderem Wärmepumpen als Ersatz für die bisherigen Gasheizungen sowie eine Photovoltaikanlage mit rund 600 kWp Leistung, die in der ersten Projektphase entstehen soll.

    Ziel ist es, den Standort vollständig mit nicht-fossiler Energie zu betreiben. Mit Durst Como will die Gruppe ihre Aktivitäten in Italien weiter ausbauen und gleichzeitig die Verbindung zum traditionsreichen Textildistrikt Como stärken. Der neue Standort soll neben technologischer Entwicklung auch neue Arbeitsplätze und zusätzliche Wertschöpfung in der Region schaffen.

  • Energieinfrastruktur Aktien – Drei Unternehmen im Fokus

    Energieinfrastruktur Aktien – Drei Unternehmen im Fokus

    LGR Reutlingen – 15 Juni 2026 | Die aktuelle Diskussion um die Energiewende wird zunehmend von der Frage bestimmt, welche Infrastrukturunternehmen Damit die Energie fließt drei spannende Aktien für Anleger besonders interessant sind. Während erneuerbare Erzeugungsanlagen weltweit an Zahl gewinnen, bleibt das Rückgrat – das Netz, das Strom von den Windparks an die Industrie und Haushalte leitet – ein kritischer Engpass, der enorme Investitionen erfordert.

    Die steigende Volatilität von Stromflüssen, bedingt durch dezentrale Wind- und Solarparks, zwingt Netzbetreiber, ihre Leitungsnetze zu modernisieren und gleichzeitig digitale Steuerungssysteme zu implementieren. Ohne diese Modernisierung drohen Engpässe, die die Versorgungssicherheit gefährden und die Attraktivität erneuerbarer Energien mindern. Investoren haben das Potenzial dieser Infrastrukturunternehmen frühzeitig erkannt und suchen gezielt nach Aktien, die von den langfristigen Ausbauplänen profitieren.

    Infrastrukturunternehmen Damit die Energie fließt drei spannende Aktien

    Ein Unternehmen, das im Fokus steht, ist die E.ON SE. Als einer der größten europäischen Strom- und Gasnetzbetreiber investiert E.ON in intelligente Messsysteme und digitale Netzleittechnik. Der aktuelle Transformationsplan sieht vor, bis 2030 rund 30 % des Jahresumsatzes aus Netzdienstleistungen zu generieren. Das Unternehmen hat bereits mehrere Milliarden Euro in den Ausbau von Hochspannungsleitungen in Norddeutschland und in den Niederlanden gesteckt, um den steigenden Anteil von Offshore-Windenergie aufzunehmen. Analysten schätzen, dass die konsequente Digitalisierung der Netze die Betriebskosten um bis zu fünf Prozent senken könnte – ein Faktor, der sich positiv auf die Gewinnmarge auswirkt.

    Ein zweiter Kandidat ist die RWE AG. Während RWE traditionell als Stromerzeuger bekannt ist, hat das Unternehmen in den letzten Jahren sein Portfolio stark auf Netz- und Speicherlösungen ausgerichtet. Der Erwerb von Westnetz und die Beteiligung an mehreren europäischen Hochspannungsprojekten geben RWE Zugang zu kritischen Transportwegen, die für die Integration von Wind- und Solarstrom unverzichtbar sind. Zudem hat RWE ein umfangreiches Batterie‑Speicherprogramm gestartet, das überschüssige Energie aus erneuerbaren Quellen puffert und bei Bedarf wieder ins Netz einspeist. Diese Kombination aus Transport und Flexibilitätslösungen macht die Aktie für Investoren besonders attraktiv, da sie von beiden Seiten des Wertschöpfungsprozesses profitiert.

    Der dritte Player, der die Aufmerksamkeit von Marktteilnehmern auf sich zieht, ist TenneT Holding B.V.. Das niederländisch‑deutsche Übertragungsnetzunternehmen fokussiert sich ausschließlich auf den Hochspannungsbereich und betreibt grenzüberschreitende Leitungen, die erneuerbare Energie aus Nordsee‑Windparks nach Mitteleuropa transportieren. TenneT hat kürzlich ein Großprojekt angekündigt, das den Bau einer 380‑kV‑Leitung von den Niederlanden nach Deutschland vorsieht und damit die Kapazität um rund 10 GW erhöht. Durch die klare Ausrichtung auf grenzüberschreitende Infrastruktur und die enge Zusammenarbeit mit Regulierungsbehörden kann TenneT stabile Erträge und relativ geringe Kapitalkosten vorweisen – ein Merkmal, das für Dividenden‑Investoren besonders reizvoll ist.

    Gemeinsam zeichnen diese drei Unternehmen ein Bild von einer Branche, die von regulatorischer Stabilität, langfristigen Investitionszyklen und einer wachsenden Nachfrage nach resilienten Netzen profitiert. Während die Erzeugungsseite der Energiewende häufig im Fokus steht, zeigen die Aktien dieser Infrastrukturunternehmen, dass das „Rückgrat“ – das Stromnetz – ebenso lukrativ sein kann. Die aktuelle Marktstimmung spiegelt das wachsende Bewusstsein wider: Analysten bewerten die Bewertung dieser Aktien im Vergleich zu historischen Durchschnittswerten als attraktiv, insbesondere wenn man die erwarteten Cash‑Flow‑Steigerungen durch Netzmodernisierung berücksichtigt.

    Ein weiterer Aspekt, der die Attraktivität der genannten Aktien erhöht, ist die zunehmende Digitalisierung. Moderne Leitstellensysteme, die auf künstlicher Intelligenz basieren, ermöglichen eine präzisere Vorhersage von Lastspitzen und eine effizientere Nutzung von Netzkapazitäten. Unternehmen, die frühzeitig in solche Technologien investieren, können nicht nur Kosten senken, sondern auch neue Dienstleistungsmodelle entwickeln – etwa die Vermarktung von Flexibilitätsreserven an industrielle Kunden. Dieser Trend stärkt die langfristige Wettbewerbsposition und eröffnet zusätzliche Ertragsquellen, die über die klassischen Netzentgelte hinausgehen.

    Investoren sollten jedoch nicht vergessen, dass regulatorische Risiken nach wie vor bestehen. Änderungen in den Netzentgelten oder strengere Umweltauflagen können die Ertragslage beeinflussen. Dennoch bieten die drei hier vorgestellten Aktien – E.ON, RWE und TenneT – ein ausgewogenes Verhältnis von Risiko und Ertrag, das sich aus stabilen Cash‑Flows, klaren Wachstumsstrategien und einer zentralen Rolle in der europäischen Energiewende ableitet. Wer langfristig an der Entwicklung der Energieinfrastruktur partizipieren möchte, findet in diesen Unternehmen solide Bausteine für ein diversifiziertes Portfolio.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kombination aus physischer Infrastruktur und digitaler Steuerung das Rückgrat der Energiewende bildet. Die drei im Fokus stehenden Unternehmen zeigen, dass Investitionen in Netze nicht nur notwendig, sondern auch wirtschaftlich lohnend sind. Wer die Entwicklungen aufmerksam verfolgt, kann von den anhaltenden Ausbauprogrammen und der steigenden Nachfrage nach zuverlässiger Stromversorgung profitieren – und dabei gleichzeitig einen Beitrag zur Klimaneutralität leisten.