Tag: Crowdfunding

  • Schlimm – Schnell. Direkt. Rough.: Das unbändige Dresdner Punk‑Projekt im Porträt

    Schlimm – Schnell. Direkt. Rough.: Das unbändige Dresdner Punk‑Projekt im Porträt

    LGR Reutlingen – 20 Juni 2026 | Im verschneiten Friedrichstadt, zwischen bröckelnden Backsteinmauern und rauen Straßenecken, entsteht das, was die Band selbst als „Schlimm – Schnell. Direkt. Rough.” bezeichnet: ein ungeschliffener, energiegeladener Hardcore‑Punk, der seit 2018 die Dresdner Underground‑Szene durchdringt. Das Projekt, das aus einem einstigen Proberaum hervorgegangen ist, hat in den letzten Jahren nicht nur seine Besetzung, sondern auch seinen Sound weiterentwickelt – stets ohne den Kern ihrer musikalischen Attitüde zu verlieren.

    Schlimm – Schnell. Direkt. Rough.: Sound, Geschichte und Szene

    Die Anfänge der Gruppe lassen sich auf ein bescheidenes Proberaum‑Setup zurückführen, das von Schnee und kalten Temperaturen umgeben war. Der Gründer, ein leidenschaftlicher Gitarrist, brachte sofort ein markantes Gitarrensolo in Open‑D‑Stimmung ein – ein Stil, der bis heute das Rückgrat des unverwechselbaren Klangbildes bildet. Die Einflüsse reichen von Emo‑Pop über Indie‑Rock bis hin zu Black‑Metal‑Riffs, ein Kaleidoskop, das in den Songs zu einer dichten, aber klaren Textur führt.

    Im kreativen Prozess entsteht das Instrumental zuerst, ein Vorgehen, das sich als besonders effektiv erwiesen hat. Erst wenn die Gitarren, Bass und das Schlagzeug ein festes Fundament bilden, wird der Gesang nach und nach eingeflochten. Oft beginnt ein Mitglied mit einer Idee, doch die endgültige Form entsteht im kollektiven Austausch – ein ständiger Dialog, bis die Passage „stimmig“ wirkt.

    Ein zentraler Wendepunkt war der Drummerwechsel im zweiten Jahr, gefolgt vom Einstieg eines Bassisten, der nicht nur die Rhythmussektion stärkte, sondern auch neue harmonische Impulse setzte. Diese personellen Veränderungen spiegelten sich unmittelbar im Stil wider: schneller, direkter, rauer – exakt die drei Worte, mit denen die Band ihr Eigenleben beschreibt.

    Live‑Dynamik versus Proberaum‑Kontur

    Der Sprung von der Werkstatt in den Club verändert nicht nur die Akustik, sondern auch die Energie. Auf der Bühne reagiert das Publikum sofort, wodurch ein Rückkopplungs‑Loop entsteht, der die Performance noch intensiver macht. Der Bass dröhnt, die Gitarren kreischen, das Schlagzeug peitscht – und das Publikum spiegelt diese Rohheit wider, was wiederum die Band zu noch größerer Präzision und Leidenschaft treibt. “Nach einem Konzert sollen politische Themen und persönliche Lebenslagen hängen bleiben”, betont der Drummer, “die Crowd soll merken, dass es anderen auch so geht”.

    Die wichtigsten Stationen ihrer Geschichte sind legendäre Lokalitäten wie das Heartbreak und die Meschwitz 16. Letzteres läuft aktuell eine Crowdfunding‑Kampagne, um neue Aufnahmen zu finanzieren. Diese Orte fungieren nicht nur als Bühnen, sondern auch als kulturelle Knotenpunkte, die das Netzwerk der jungen Bands in Dresden stärken.

    Die Dresdner Musikszene im Wandel

    Aus Sicht von Schlimm ist die lokale Szene heute deutlich diverser als vor einigen Jahren. Eine Flut neuer, jugendlicher Acts füllt das Stadtbild, von Indie‑Pop über experimentellen Elektro‑Noise bis hin zu traditionellen Metal‑Acts. Diese Bandbreite schafft einen fruchtbaren Nährboden für Zusammenarbeit und Wettbewerb, was wiederum die Qualität der Live‑Performances anhebt.

    Der chaotischste Gig, an den sich die Mitglieder erinnern können, ist kaum noch klar; das Bild, das sie im Kopf behalten, ist das einer ungefilterten, fast anarchischen Energie, die das Publikum in einen kollektiven Rausch versetzt hat. Solche Erlebnisse prägen die künstlerische Identität und treiben die Band an, neue Aufnahmen zu planen und weitere Bühnen zu erobern.

    Perspektiven und Ratschläge für Nachwuchsbands

    Auf die Frage, was sie einer frisch gegründeten Band raten würden, lautet die Antwort unverblümt: “Macht das, worauf ihr Lust habt – und geht live spielen.” Die Band betont, dass Authentizität und unmittelbare Bühnenpräsenz wichtiger sind als ein perfektes Studio‑Produkt. Der Fokus liegt auf dem direkten Draht zum Publikum, das in Echtzeit Feedback gibt und die musikalische Weiterentwicklung befeuert.

    Ein schneller Frage‑ und Antwort‑Rundlauf ergab weitere Einblicke: Der Lieblingsclub in Dresden ist das Heartbreak, das als kreativer Rückzugsort und als Sprungbrett für neue Projekte gilt. Nach einem Auftritt bevorzugen sie ein kühles Bier, doch das Wichtigste ist das Fortbestehen des Gemeinschaftsgefühls – sei es beim Bier, beim alkoholfreien Getränk oder einfach beim gemeinsamen Verweilen im Backstage‑Bereich.

    Visuelle Begleitung: Johannes Haupts Fotografie

    Der Dresdner Fotograf Johannes Haupt, der neben seiner Tätigkeit als Notaufnahme‑Krankenpfleger auch ein umfangreiches Portfolio an Musikerporträts pflegt, dokumentiert Schlimm in einer Reihe eindrucksvoller Aufnahmen. Seine Arbeiten erscheinen regelmäßig im “Neustadt‑Geflster”, einem unabhängigen Online‑Magazin, das Kultur und lokale Geschichten zusammenbringt. Haupt nutzt Instagram, um sein Werk zu teilen (www.instagram.comhauptmotiv) und veröffentlicht Interviews unter www.instagram.comsounddcheck. Seine Bilder fangen die rohe Energie der Band ein, während sie gleichzeitig die Intimität des Proberaums beleuchten.

    Die Kombination aus harten Klängen und visueller Ästhetik macht Schlimm zu einem interessanten Fallbeispiel für die Dynamik zwischen Musik und bildender Kunst in der heutigen Kultur‑Ökologie.

    Im Zuge ihrer nächsten Schritte steht die Aufnahme neuer Songs im Vordergrund. Parallel dazu sind mehrere Gigs geplant, sowohl in kleinen Clubs als auch auf kleineren Festivals. Diese Aktivitäten sollen nicht nur das Publikum erweitern, sondern auch die Band in eine Position bringen, in der sie als Vorreiter einer neuen Welle von Hardcore‑Punk‑Acts in Ostdeutschland gelten kann.

    Während die Musikindustrie sich zunehmend digitalisiert, bleibt Schlimm bewusst, dass ihre Stärke im physischen Erleben liegt. Sie nutzen Plattformen wie Spotify, um ihre Reichweite zu erhöhen, aber das Herzstück bleibt das Live‑Erlebnis – schnell, direkt, rough – genau das, was sie selbst als ihr Markenzeichen bezeichnen.

    Die Geschichte von Schlimm zeigt, dass authentische, energiegeladene Musik in einem sich wandelnden Umfeld nach wie vor ein Magnet für junge Menschen ist, die nach Ausdruck und Gemeinschaft suchen. Ihre Reise ist ein Spiegelbild der Dresdner Szene: ungeschliffen, voller Potenzial und stets bereit, laut aufzublasen.

  • Believe in me 8211 Voller Erfolg durch Crowdfunding – Wie ein kleines Verlagshaus die Brettspiel‑Szene erobert

    Believe in me 8211 Voller Erfolg durch Crowdfunding – Wie ein kleines Verlagshaus die Brettspiel‑Szene erobert

    LGR Reutlingen – 20 Juni 2026 | Believe in me 8211 Voller Erfolg durch Crowdfunding ist in nur wenigen Tagen zu einem Sinnbild für die Kraft von Community‑Finanzierung geworden. Der unabhängige Spieleverlag Wyrmgold startete am 16. Juni eine Kampagne auf Gamefound, die innerhalb von zwei Tagen und 15 Stunden ihr Finanzierungsziel erreichte – ein Ergebnis, das für einen Nischenverlag in der deutschen Brettspiel‑Landschaft außergewöhnlich ist.

    Believe in me 8211 Voller Erfolg durch Crowdfunding – Der Startschuss

    Die Kampagne versprach ein kompetitives Strategiespiel, in dem bis zu vier Spieler selbsternannte Gottheiten verkörpern. Ziel war es, die Gunst leichtgläubiger Sterblicher zu gewinnen, Tempel zu errichten und rivalisierende Götter zu stürzen – alles mit einer Mischung aus Tableaubau, Handkarten‑Management und einem verdeckten Stich‑Mechanismus. Das Konzept, das stark von Monty‑Python‑Humor und Terry‑Pratchett‑Einflüssen durchzogen ist, fand sofort Anklang bei einer Community, die nach neuen, skurrilen Spielerlebnissen suchte.

    Wyrmgold nutzte die bekannten Kanäle von Gamefound, um die Kampagne zu bewerben. Bereits im ersten Tag flossen über 200 Backer, die bereit waren, das Projekt zu unterstützen, weil das Entwickler‑Trio – Erik Haffner, Cornel Krizsan und Henneke Holst – aus erfolgreichen TV‑Produktionen wie „Bernd das Brot“ und „SOKO“ kam und damit ein hohes Maß an Storytelling‑Kompetenz mitbrachte.

    Die Stretch‑Goals und exklusive Inhalte

    Ab dem 20. Juni wurden die Stretch‑Goals enthüllt. Darunter die exklusive „Göttliche Edition“, die neben den regulären Komponenten einen imposanten “Berg der Gebote”‑Turm, 20 zusätzliche Götter mit neuen Gesichtern und einen Samtbeutel enthält. Diese Extras sind ausschließlich über Gamefound erhältlich und erhöhen den Sammlerwert erheblich. Für viele Unterstützer war das ein entscheidender Anreiz, das Finanzierungsziel nicht nur zu erreichen, sondern zu übertreffen.

    Die Kampagne zeigte außerdem, wie eng die Verbindung zwischen physischem Spiel und digitaler Community geworden ist. Backer konnten bereits vor dem offiziellen Erscheinungsdatum am 22. Oktober 2026 das Spiel testen – zum Beispiel auf der SPIEL DOCH am Bodensee in Friedrichshafen, wo Henneke Holst persönlich präsent war und letzte skeptische Spieler überzeugte.

    Die schnelle Erreichung des Ziels hat nicht nur dem Verlag, sondern auch der deutschen Brettspiel‑Industrie ein Signal gesendet: Kleine Studios können dank Crowdfunding konkurrenzfähig bleiben, wenn sie ein starkes Narrativ und klare Alleinstellungsmerkmale bieten. Der Erfolg von Believe in me 8211 Voller Erfolg durch Crowdfunding könnte als Fallstudie für zukünftige Indie‑Entwickler dienen, die nach alternativen Finanzierungswegen suchen.

    Ein weiterer Aspekt, der den Erfolg begünstigte, war das gezielte Community‑Management. Wyrmgold veröffentlichte regelmäßig Updates, hinterließ humorvolle Teaser‑Videos und ließ die Unterstützer an Entscheidungen wie dem finalen Artwork für die Göttlich‑Edition teilhaben. Diese Transparenz schuf ein Vertrauensverhältnis, das in der heutigen, von Skepsis geprägten Finanzierungslandschaft selten ist.

    Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist das Ergebnis bemerkenswert. Der Verlag, der sich selbst als „klein“ bezeichnet, verzeichnete mit dem erreichten Finanzierungsvolumen einen bedeutenden Liquiditätszufluss, der nicht nur die Produktion des Grundspiels, sondern auch die aufwändige Stretch‑Goal‑Umsetzung ermöglicht. Alexander Tanaka, Geschäftsführer von Wyrmgold, sprach von einem „wahren Segen“ und betonte, dass die schnelle Zielerreichung die Planungssicherheit für das Release im Herbst deutlich erhöhte.

    Die Veröffentlichung im Oktober wird von mehreren Vertriebskanälen begleitet. Neben dem klassischen Handel erhalten Vorbesteller ihre Exemplare per Post, während Besucher der SPIEL‑Messe in Essen die Möglichkeit haben, das Spiel vor Ort abzuholen. Eine französische Version ist bereits für den Sommer 2027 in Planung, was das internationale Wachstumspotenzial des Projekts unterstreicht.

    Ein interessanter Marketing‑Kniff ist der göttliche Persönlichkeitstest, den potenzielle Spieler auf der Kampagnenseite ausfüllen können. Neun Fragen ermitteln, welche Art von Gottheit im Spieler steckt – chaotisch, sanftmütig oder zornig. Das Ergebnis wird sofort als individuelles Götterporträt angezeigt, ein cleverer Ansatz, um das Engagement zu steigern und gleichzeitig das Spielthema zu verstärken.

    Die Spielmechanik selbst verdient eine genauere Betrachtung. Durch die Kombination von Worker‑Placement‑Elementen und einem verdeckten Stich‑System entsteht ein hohes Maß an strategischer Tiefe, das sowohl Gelegenheitsspieler als auch erfahrene Taktiker anspricht. Die Integration von Humor in Form von absurden Gottheiten und übertriebenen Ritualen sorgt dafür, dass das Spielerlebnis leicht zugänglich bleibt, ohne an Komplexität zu verlieren.

    Die Zusammenarbeit mit etablierten Herstellern für die Produktion der Komponenten – etwa hochwertige Kartonagen für die Sonderedition – hat zudem die Qualitätswahrnehmung gesteigert. Kritiker betonen, dass das physische Design des Spiels, inklusive des „Berg der Gebote“, die Immersion verstärkt und das Spiel zu einem Sammlerstück macht.

    Für die Zukunft plant Wyrmgold, das Modell des Crowdfundings weiter zu nutzen. Der Verlag sieht in den gewonnenen Daten ein wertvolles Feedback‑Instrument, das Aufschluss über Marktpräferenzen gibt. Durch die Analyse von Backer‑Demografie und Belohnungswahl will das Team kommende Projekte noch gezielter ausrichten.

    Abschließend lässt sich sagen, dass Believe in me 8211 Voller Erfolg durch Crowdfunding nicht nur ein einzelnes Spiel, sondern ein Signal für die wachsende Bedeutung von Community‑Finanzierung im deutschsprachigen Brettspiel‑Sektor ist. Der Mix aus kreativem Storytelling, humorvoller Mechanik und transparenter Kommunikation hat gezeigt, dass kleine Verlage mit der richtigen Idee und einem engagierten Publikum große Erfolge erzielen können.

  • Kinowerbung für Input Dresden: Wie ein Film das lokale Engagement ins Rampenlicht rückt

    Kinowerbung für Input Dresden: Wie ein Film das lokale Engagement ins Rampenlicht rückt

    LGR Reutlingen – 17 Juni 2026 | Kinowerbung fr Input Dresden steht im Zentrum eines ambitionierten Projekts, das die lokale Informationsplattform Input Dresden in die großen Lichtkugeln der sächsischen Kinos bringen will. Der Spot, der im Juni in der gläsernen Kuppel des ehemaligen Lahmann‑Sanatoriums gedreht wurde, soll im Herbst auf den Bildschirmen der Hauptstadt gezeigt werden und damit ein neues Publikum für politisch‑gesellschaftliche Themen gewinnen.

    Der Drehort selbst erzählt bereits eine Geschichte: Das im frühen 20. Jahrhundert erbaute Sanatorium war einst ein Zufluchtsort für Literaten wie Rilke und Kafka, später ein Symbol der NS‑Zeit und schließlich ein verfallenes Relikt, das nun als Zero‑Waste‑Friseursalon neu belebt wurde. Die Kombination aus historischer Schwere und zeitgenössischer Nachhaltigkeit bietet das ideale Setting für einen Spot, der sowohl emotional berührt als auch zum Handeln aufruft.

    Kinowerbung fr Input Dresden – Ein Blick hinter die Kulissen

    Die Produktion wurde von der jungen Videofirma Deton aus der Neustadt übernommen. Nachdem das ehrenamtliche Team von Input Dresden mehrere Anläufe unternommen hatte, selbst einen Spot zu konzipieren, erkannte man schnell, dass professionelles Know‑how unabdingbar ist. Die Finanzierung über die Ostschlesische Sparkasse ermöglichte die Zusammenarbeit mit Deton und die Anmietung des exklusiven Drehortes.

    Im Fokus der Dreharbeiten stand ein scheinbar simples, aber wirkungsvolles Konzept: vier Personen sitzen im Friseursalon, während sie über aktuelle Veranstaltungen von Input diskutieren. Die Protagonistinnen – Babette Kuschel, Cordula Müller, Ursula Bähm und der Comedian Carl Berbig – verkörpern ein breites Spektrum von Amateur‑ bis Profischauspiel. Durch das Gespräch über Themen wie Klimaschutz, Bürgerbeteiligung und Wissenschaft wird das Prinzip von Input als wöchentlichen Überblick über relevante Ereignisse greifbar gemacht.

    Der Regisseur von Deton, Edgar Kohn, betont, dass Werbung heute mehr sein muss als reine Produktplatzierung. “Ein Spot muss als eigenständiger Kurzfilm funktionieren, der beim Zuschauer Freude auslöst und gleichzeitig eine klare Botschaft transportiert. Das Setting im Sanatorium liefert das nötige visuelle Gewicht, das die Zuschauer in den Film zieht.”

    Die Entscheidung für den Friseursalon als Metapinnutzung war nicht zufällig. Das Schneiden und Stylen von Haaren symbolisiert den Austausch von Informationen: genauso wie ein Friseur die Haare formt, formt Input die öffentliche Meinung, indem es Fakten und Hintergründe aufbereitet. Dieser Ansatz macht den Spot nicht nur zu einer Werbemaßnahme, sondern zu einem kleinen Kultur‑Statement.

    Nach Abschluss der Dreharbeiten im Juni wartet das Team nun auf die Freigabe des Materials und die eigentliche Veröffentlichung im Herbst. Derzeit läuft parallel eine Crowdfunding‑Kampagne, die das Ziel von 7.500 Euro verfolgt. Jeder Euro soll ermöglichen, dass weitere Kinos in Dresden den Spot vor Hauptfilmen zeigen können – ein Schritt, der das Kernpublikum erweitert und neue Zielgruppen anspricht.

    Die Finanzierungsstrategie spiegelt den Grundgedanken von Input Dresden wider: Teilhabe und Mitbestimmung. Die Crowdfunding‑Aktion ist offen für jeden, der sich mit den Themen von Input identifiziert. Neben dem reinen Geldbedarf dient sie auch als Test, wie stark die Gemeinschaft bereit ist, für ein lokales Medienprojekt zu mobilisieren.

    Aus Sicht des Leitenden von Input Dresden, Florian Wendler, ist das Projekt ein Meilenstein: “Wir wollen bis zum Superwahljahr 2029 unser Angebot nicht nur digital, sondern auch physisch präsent machen. Kinowerbung ist dafür ein perfektes Medium, weil sie Menschen im kollektiven Raum zusammenbringt und das Gespräch von der Couch auf die Straße verlagert.”

    Der Spot könnte zudem als Vorbild für andere Stadtmedien dienen. In einer Zeit, in der Online‑Plattformen von Algorithmen gesteuert werden, bietet ein kinobasierter Werbefilm die Möglichkeit, Inhalte ungefiltert und ohne Klick‑Druck zu präsentieren. Die Wirkung von Bild und Ton in einem großen Saal könnte das Bewusstsein für lokale Themen nachhaltig schärfen.

    Ein weiterer Aspekt, der nicht außer Acht gelassen werden darf, ist die technische Qualität des Spots. Dank modernster Kamera‑ und Lichttechnik, die im ehemaligen Sanatorium eingesetzt wurde, entsteht ein Bild, das sowohl ästhetisch ansprechend als auch inhaltlich präzise ist. Der Einsatz von reflektierenden Oberflächen und großen Reflektoren sorgt für ein gleichmäßiges Licht, das die Schauspielerinnen in einem natürlichen, aber dennoch filmischen Look erscheinen lässt.

    Die Entscheidung, den Spot in mehreren Dresdner Kinos zu zeigen, hat auch wirtschaftliche Implikationen. Kinobetreiber erhalten zusätzliche Besucherzahlen und können ihre Programme diversifizieren. Gleichzeitig stärkt die Zusammenarbeit die lokale Wirtschaft, indem sie kreative Dienstleister, Technikfirmen und die Sparkasse als Förderer einbindet.

    Abschließend lässt sich sagen, dass Kinowerbung fr Input Dresden mehr ist als ein Werbeclip: Es ist ein Experiment, das den Dialog zwischen Bürgern, Medien und Wirtschaft in einem neuen Kontext erprobt. Ob das Projekt seine finanziellen Ziele erreicht und die angestrebte Reichweite realisiert, wird erst die Resonanz des Publikums zeigen – doch die bereits gezeigten Fortschritte lassen auf ein erfolgreiches Zusammenspiel von Kultur, Innovation und Bürgerbeteiligung hoffen.