Author: Olga Ludwig

  • Cinegate stellt Geschäftsbetrieb ein: Abwicklung nach über 35 Jahren

    Cinegate stellt Geschäftsbetrieb ein: Abwicklung nach über 35 Jahren

    LGR Reutlingen – 28 Mai 2026 | Die Cinegate GmbH, ein bedeutender Akteur im deutschen Filmmarkt, hat bekannt gegeben, dass sie ihren Geschäftsbetrieb einstellen wird. In einem Schreiben an Kunden und Partner kündigte das Unternehmen eine geordnete Abwicklung an, wobei laufende Projekte wie vereinbart abgeschlossen werden sollen. Nach mehr als 35 Jahren im Bereich der Filmtechnik ist dies ein markanter Einschnitt für die Branche.

    Die Wurzeln von Cinegate reichen bis ins Jahr 1988 zurück, als Martin Abert die Firma Cine Rent gründete. Im Jahr 2001 fusionierte Cine Rent mit Cine Licht, das ebenfalls 1989 ins Leben gerufen wurde, und die Cinegate GmbH entstand. In der Folge entwickelte sich das Unternehmen zu einem der größten Filmtechnik-Verleiher in Deutschland, mit Studios in Hamburg, Berlin und Köln sowie Produktionsbüros in nahezu allen Bundesländern. Das umfangreiche Sortiment umfasste Kamera-, Licht- und Bühnentechnik, Stromaggregate und Fahrzeuge.

    Seit 2010 war Cinegate Teil der PRG-Gruppe und firmierte zuletzt unter dem Namen PRG Cinegate. Doch trotz der langen Geschichte und der bedeutenden Marktpräsenz sieht sich das Unternehmen nun gezwungen, seine Pforten zu schließen. Die Gründe für diese Entscheidung sind vielfältig und spiegeln die Herausforderungen wider, mit denen die gesamte Branche konfrontiert ist.

    Cinegate stellt Geschäftsbetrieb ein: Abwicklung nach über 35 Jahren

    Die wirtschaftliche Lage im Produktionsmarkt hat sich in den letzten Jahren zunehmend verschlechtert. Cinegate nennt rückläufige Projektvolumina, verschärften Wettbewerb, steigenden Preisdruck und einen hohen Investitionsbedarf als Hauptgründe für die Schließung. In den vergangenen Monaten wurden verschiedene Alternativen geprüft, jedoch konnte keine tragfähige Perspektive für eine Fortführung des Unternehmens gefunden werden.

    Die Abwicklung wird geordnet vonstattengehen, und das Unternehmen hat zugesichert, dass bereits laufende Projekte wie vereinbart ausgeliefert und abgeschlossen werden. Dies gibt den Kunden und Partnern eine gewisse Sicherheit in einer Zeit, die für viele in der Branche von Unsicherheit geprägt ist.

    Die Schließung von Cinegate hat nicht nur Auswirkungen auf die Mitarbeiter, sondern auch auf die vielen Partnerunternehmen und die gesamte Filmproduktionslandschaft in Deutschland. Cinegate hat über die Jahre hinweg viele Produktionen unterstützt und war ein zentraler Bestandteil des deutschen Film-Ökosystems. Die Abwicklung des Unternehmens könnte somit auch eine Lücke im Markt hinterlassen, die nur schwer zu füllen sein wird.

    Für die Mitarbeiter von Cinegate bedeutet die Schließung nicht nur das Ende ihrer beruflichen Heimat, sondern auch eine ungewisse Zukunft. Die Filmbranche ist bekannt für ihre Dynamik, und viele Fachkräfte könnten Schwierigkeiten haben, adäquate neue Beschäftigungen zu finden, insbesondere in einem Markt, der sich im Wandel befindet.

    Die Entscheidung zur Schließung von Cinegate ist ein weiteres Beispiel für die Herausforderungen, die Unternehmen in der heutigen Zeit bewältigen müssen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der technologische Wandel führen zu einer Konsolidierung in vielen Branchen, und der Filmsektor bleibt davon nicht unberührt.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Schließung von Cinegate ein bedauerlicher, aber nicht überraschender Entwicklungsschritt ist. Die Herausforderungen, die die Branche plagen, sind komplex und erfordern innovative Lösungen und Anpassungsfähigkeit der Akteure. Die Schließung eines solch etablierten Unternehmens könnte als Warnsignal für andere Unternehmen in der Branche dienen, sich den veränderten Marktbedingungen anzupassen, um langfristig bestehen zu können.

  • Österreichische KMU erwirtschaften trotz Wirtschaftsflaute 730 Millionen Euro über Amazon

    Österreichische KMU erwirtschaften trotz Wirtschaftsflaute 730 Millionen Euro über Amazon

    LGR Reutlingen – 27 Mai 2026 | Österreichs kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zeigen sich trotz der aktuellen Wirtschaftsflaute resilient und haben im Jahr 2025 über Amazon beeindruckende 730 Millionen Euro erwirtschaftet. Dies wurde in einem aktuellen Bericht von Amazon und der Wirtschaftskammer Österreich bekanntgegeben. Die Zahl der über die Plattform verkauften Produkte überstieg die 20 Millionen-Marke, und diese wurden in mehr als 150 Länder exportiert. Besonders bemerkenswert ist der Anstieg der Exportumsätze, der um 6 Prozent auf 641 Millionen Euro gewachsen ist, was im Vergleich zu 2020 einen Anstieg von mehr als 45 Prozent darstellt.

    Yorck von Mirbach, Country Lead für Österreich und die Schweiz bei Amazon, betont die unternehmerische Stärke der österreichischen KMU: „Die österreichischen KMU, die über Amazon verkaufen, beweisen Jahr für Jahr, dass Widerstandsfähigkeit kein Zufall ist, sondern das Ergebnis von unternehmerischem Mut, Innovationskraft und der Bereitschaft, neue Wege zu gehen.“ Diese Aussage unterstreicht die Bedeutung von Innovation und Anpassungsfähigkeit in herausfordernden Zeiten.

    Die Daten stammen aus dem KMU Impact Report, der die Erfolge der heimischen Unternehmen auf der Plattform dokumentiert. Über 95 Prozent der österreichischen Unternehmen, die Amazon nutzen, exportieren international, was die globale Reichweite und die Wettbewerbsfähigkeit dieser Firmen verdeutlicht.

    Starke Investitionen von Amazon in Österreich

    Seit 2016 hat Amazon in Österreich beachtliche Investitionen in Höhe von insgesamt einer Milliarde Euro getätigt. Allein im Jahr 2025 flossen rund 265 Millionen Euro in den österreichischen Markt. Diese Investitionen zeigen sich auch in der beeindruckenden Verkaufsdynamik: Mehr als 40 Produkte pro Minute werden von österreichischen Unternehmen über Amazon an Kunden weltweit verkauft. Um die Rahmenbedingungen für seine Partner weiter zu verbessern, kündigte Amazon Anfang 2026 eine Senkung der Gebühren an, die die Kosten pro verkaufter Einheit im Durchschnitt um 17 Cent reduzieren soll.

    Ein wesentlicher Teil des Erfolges österreichischer KMU ist der EU-Binnenmarkt, der laut den aktuellen Zahlen etwa 83 Prozent des Exportvolumens ausmacht. Mit 533 Millionen Euro sind die wichtigsten Exportmärkte Deutschland, die USA, Frankreich, Italien und das Vereinigte Königreich. Diese Märkte sind für die österreichischen Unternehmen von zentraler Bedeutung und bieten große Wachstumschancen.

    Besonders beeindruckend ist, dass mehr als 75 Prozent der österreichischen KMU, die über Amazon verkaufen, außerhalb Wiens ansässig sind. Gemeinsam erzielten sie einen Exportumsatz von über 440 Millionen Euro, was die regionale Diversität und die Stärke des ländlichen Unternehmertums in Österreich unterstreicht.

    Die positive Entwicklung der österreichischen KMU über Amazon ist ein ermutigendes Zeichen in einer Zeit, in der viele Branchen mit Unsicherheiten und Herausforderungen konfrontiert sind. Die Fähigkeit, sich an sich verändernde Marktbedingungen anzupassen und innovative Lösungen zu finden, wird entscheidend sein, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Zahlen aus dem KMU Impact Report nicht nur die Widerstandsfähigkeit der österreichischen KMU verdeutlichen, sondern auch auf die strategische Bedeutung von Online-Vertriebskanälen hinweisen. In einer zunehmend digitalisierten Welt ist die Fähigkeit, sich schnell an neue Gegebenheiten anzupassen, sowie die Nutzung internationaler Märkte entscheidend für das Wachstum und den langfristigen Erfolg dieser Unternehmen.